Die Arbeitsbedingungen und die Verbesserung der sozialen Lage für Akteur*innen in den freien darstellenden Künsten bilden eine der Grundsäulen der Aufgaben des BFDK. Denn aus verschiedenen Studien geht hervor, dass die soziale Lage der Akteur*innen sehr prekär ist.

Um die soziale Lage freischaffender Akteur*innen zu verbessern, verfolgt der BFDK folgende untergeordnete Ziele:

  • eine gerechte, angemessene und existenzsichernde Vergütung;
  • eine resiliente soziale Absicherung bei Sorgearbeit, Krankheit, Unfall, Auftragslosigkeit, Alter und Berufsunfähigkeit;
  • diversitätssensible und diskriminierungsarme Förderstrukturen, die den Arbeitsbedingungen und Bedarfen in den freien darstellenden Künste gerecht werden.

Ein maßgeblicher Erfolg des BFDK war die bundesweite Einführung einer Honoraruntergrenze im Jahr 2015. Ein weiterer Meilenstein ist das Projekt Systemcheck, das 2021 an den Start ging: Das Forschungs- und Vernetzungsprojekt erhebt Wissen zur sozialen Lage von Solo-Selbstständigen und Hybrid-Beschäftigten in den freien darstellenden Künsten und erarbeitet Handlungsempfehlungen für die Politik; begleitend informieren Themendossiers und Veranstaltungen zu Fragen der Absicherung und Arbeitssituation.


 

Medien zu "Soziale Lage"

Honoraruntergrenze

Bereits seit 2015 gibt der BFDK Empfehlungen zu einer Honoraruntergrenze im Bereich der freien darstellenden Künste heraus. In ihrer Höhe orientieren sich die Empfehlungen am Tarifvertrag Normalvertrag Bühne (NV Bühne). 2017 wurde mit der Aktualisierung des NV Bühne auch die Honoraruntergrenze angehoben. Auf der Delegiertenversammlung am 13. März 2017 wurden folgende Änderungen beschlossen:

  • Anhebung der Honoraruntergrenze auf 2.490 Euro im Monat für Berufsgruppen mit Versicherungspflicht in der Künstlersozialkasse (KSK) sowie auf 2.875 Euro im Monat für Berufsgruppen, bei denen eine soziale Absicherung über die KSK nicht möglich ist.
  • Anhebung der Vorstellungshonorare auf 280,00 Euro (ohne KSK-Mitgliedschaft) bzw. von 250,00 Euro (mit KSK-Mitgliedschaft) sowie für Proben (pro Tag/pro Darsteller*in bzw. pro Tag/pro Akteur*in) ein Mindesthonorar in Höhe von 130,00 Euro (ohne KSK-Mitgliedschaft) bzw. von 105,00 Euro (mit KSK-Mitgliedschaft).

Mit den Aktualisierungen des NV Bühne 2022 wird der BFDK auch seine Empfehlungen Honoraruntergrenze anpassen. Dazu startet im September 2022 der partizipative Prozess "Fair Pay! - Honoraruntergrenze auf dem Prüfstand" gemeinsam mit den Landesverbänden.

Materialien

Aktuelle Honoraruntergrenze-Empfehlung des BFDK (Stand Juni 2018)

Berechnungsmodell zu einer Honoraruntergrenze des Landesverbandes Freier Theater Sachsen (Stand Oktober 2020)

Logo der BFDK-Initiative Fair Pay!

Fair Pay!

Es wird Zeit, die Errungenschaft der Honoraruntergrenze auf den Prüfstand zu stellen. Deshalb startet der BFDK mit „Fair Pay!“ einen einjährigen Austausch- und Beteiligungsprozesses zur Neujustierung der Honoraruntergrenze.

mehr erfahren

Aktuelle Projekte des BFDK zur sozialen Lage

Systemcheck

erforscht die Arbeitssituation und die soziale Absicherung von Solo-Selbstständigen und Hybrid-Beschäftigten in den darstellenden Künsten und entwickelt faire Handlungsempfehlungen, um sie zu verbessern.

mehr erfahren

Meldungen zu "Soziale Lage"

Termine zu "Soziale Lage"