Geförderte Bündnisse

Das neue Förderprogramm »VERBINDUNGEN FÖRDERN« des BFDK unterstützt in der aktuellen Pilotphase ab 2021 zunächst vier große bundesweit agierende, überregionale Zusammenschlüsse: Festivalfriends — Ein Verbund regionaler Festivals der freien darstellenden Künste, flausen+, FreischwimmeN und Netzwerk Freier Theater. Erhalten Sie hier Einblicke in die Projekte der verschiedenen Bündnisse im Rahmen von »VERBINDUNGEN FÖRDERN«.

Kurzportraits der bisher geförderten Bündnisse

Festivalfriends

Festivalfriends ist ein Verbund regionaler Festivals der freien darstellenden Künste, bestehend aus Performing Arts Festival (Berlin), 6 tage frei (Stuttgart, Baden-Württemberg), Hauptsache Frei (Hamburg), RODEO (München), FAVORITEN (Dortmund, Nordrhein-Westfalen), IMPLANTIEREN (Frankfurt am Main, Rhein-Main-Region) und neue unentd_ckte narrative (Chemnitz, Sachsen). Die sieben regionalen Festivals der freien darstellenden Künste verbinden mit dem Festivalfriends-Programm die zeitgenössischen Performing Arts aus den urbanen Zentren der Bundesrepublik und schlagen perspektivisch eine Brücke in die Flächenländer. Ziel ist es, den Austausch und die Verbreitung der darstellenden Künste überregional zu stärken, Begleitformate für die Festivallandschaft weiter zu entwickeln, Wissenstransfer zu ermöglichen, Anreize für das Touring existierender Produktionen zu bieten und neue Proben- und Produktionsmöglichkeiten für künstlerische Produktionen zu schaffen.

Im Rahmen von VERBINDUNGEN FÖRDERN sind im Zeitraum von 2021 – 2023 in den jeweiligen Festivalregionen und bundesweit an neuen Orten mehrere &friends Formate geplant:

  • &friends BESUCH - ermöglicht den überregionalen Austausch und die Vernetzung von Künstler*innen verschiedener Regionen untereinander, sowie mit Spielstätten, Veranstalter*innen und relevanten Multiplikator*innen
  • &friends LABOR - schafft Raum für die konzentrierte Produktion künstlerischer Projekte und bietet überregionale Kollaborationsoptionen
  • &friends GASTSPIEL- fördert die künstlerische Mobilität und Vernetzung
  • &friends FESTIVAL- macht die Vielfalt und Qualitäten der regionalen Freien Szenen gebündelt überregional sichtbar und schafft Zugänge für neue Zielgruppen

flausen+

Im flausen+bundesnetzwerk haben sich 29 Freie Theater aus 15 Bundesländern zusammengeschlossen. Im Mittelpunkt steht dabei bisher das Modellprojekt flausen – young artists in residence, mit dem szenische Forschungsstipendien an Darstellende Künstler*innen vergeben werden. Schwerpunkt ist hierbei, eine prozessuale langfristige Entwicklung von Künstler*innen durch Modell, auf die die Freie Szene jederzeit zugreifen kann, zu ermöglichen. Ein weiterer wichtiger Aspekt war und ist die kulturpolitische Stärkung und Sichtbarmachung kleiner und mittlerer Freier Theater sowie der Anschluss und die Versorgung der Fläche mit innovativem Theater.

Im Rahmen von VERBINDUNGEN FÖRDERN wird ein Schwerpunkt auf die Vernetzung, Forschungsarbeit, Begleitung und Professionalisierung der Freien Szene fließen. Durch die nun gegebenen Finanzierungsmöglichkeiten dieses überregionalen Austauschs und Arbeitspraxis können auch regionale Strukturen gestärkt werden und strukturelle Unterschiede abgebaut werden.

2021 werden 9 Stipendien-Gruppen für einen Monat an ganz unterschiedlichen Themen forschen und mittels des abschließenden makingOFFs das Publikum in die Auseinandersetzung einbinden. Ebenso werden ein flausen+festival wie auch ein Kongress stattfinden. Aufgrund des stetigen Wachsens des flausen+bundesnetzwerks und ihren Förderaktivitäten, hat flausen+ mit Spielstättenpartner:innen eine gemeinnützige GmbH mit Hauptsitz in Oldenburg gegründet.

Aktuelle Zusammensetzung des flausen+bundesnetzwerks:

Baden Württemberg: E-Werk, Freiburg + Theater Rampe, Stuttgart + zeitraumexit Mannheim + FITZ! Zentrum für Figurentheater, Stuttgart | Bayern: PATHOS München + META Theater, München + Sensemble Theater, Augsburg | Berlin: Schaubude Berlin + Sophiensæle | Brandenburg: Libken e.V. Denk- und Produktionsort, Gerswalde | Bremen: Schwankhalle Bremen | Hamburg: WIESE e.G. + Hamburger Sprechwerk | Hessen: Theater neben dem Turm, Marburg | Mecklenburg Vorpommern: Schloss Bröllin | Niedersachsen: theater wrede+ , Oldenburg | Nordrhein-Westfalen: Freies Werkstatt Theater, Köln + Theater im Ballsall, Bonn + TOR 6 Theaterhaus / Theaterlabor, Bielefeld + Orangerie-Theater, Köln | Saarland: Theater im Viertel, Saarbrücken | Sachsen: LOFFT – Das Theater, Leipzig + Societaetstheater, Dresden + das Komplextheater, Chemnitz | Schleswig-Holstein: Theaterwerkstatt Pilkentafel, Flensburg

Weitere Informationen: https://flausen.plus/

FREISCHWIMMEN

FREISCHWIMMEN ist eine internationale Austausch- und Produktionsplattform für junge Gruppen und Künstler*innen aus Theater und Performance. Sie wird getragen durch brut Wien, FFT Düsseldorf, Gessnerallee Zürich, HochX München, LOFFT – DAS THEATER Leipzig, Schwankhalle BremenSophiensæle Berlin und Theater Rampe Stuttgart.

FREISCHWIMMEN bietet mit Residenzen, Workshop-Showings und Gastspielen und Labs einzelne Module, die je nach den Bedürfnissen der Künstler*innen und Kapazitäten der Häuser unterschiedlich kombiniert werden können.

Die Module sollen jungen Künstler*innen und Gruppen ermöglichen, sich sowohl lokal als auch überregional und international besser zu verankern und zu vernetzen. Damit soll Raum für Experimente entstehen, der vom Erwartungsdruck an schnell produzierte Stücke befreit und eine langfristige Aufbauarbeit seitens der Produktionshäuser erleichtert. Die beteiligten Häuser treffen individuelle Entscheidungen über die Ausrichtung kuratierter FREISCHWIMMEN-Festivals oder die Einladung einzelner Produktionen zu bereits bestehenden Festivals und Themenschwerpunkten.

Für die Runde 2020 – 2022 sind folgende acht Gruppen Teil des FREISCHWIMMEN-Netzwerkes:

CHICKS* performancekollektiv (Berlin), Gruppe CIS (Stuttgart), Die Soziale Fiktion (Bremen), Lau Lukkarila (Wien), Nina Mühlemann & Edwin Ramirez (Zürich), Sandra Chatterjee (München), Saskia Rudat (Düsseldorf), Syndikat Gefährliche Liebschaften (Leipzig)

Im Rahmen von VERBINDUNGEN FÖRDERN wird insbesondere der Fokus darauf gelegt, die überregionale Vernetzung der Partnerhäuser zu stärken, die Gleichbehandlung von Künstler*innen und Produktionen unabhängig von ihrem Entstehungsort sowie faire Bezahlung der Künstler*innen für Proben, Residenzen und Gastspiele zu gewährleisten. Weitere Ziele sind die nachhaltige Gestaltung der Zusammenarbeit mit Künstler*innen und der Förderung künstlerischer Produktionen sowie die Etablierung einer diskriminierungssensiblen Herangehensweise im Netzwerk.

Weitere Informationen: https://freischwimmen.org/

Netzwerk Freier Theater

Das Netzwerk Freier Theater (NFT) ist ein bundesweiter Zusammenschluss professioneller Theater und Produktionshäuser in kommunaler Förderung zum Zweck des bundesländerübergreifenden Austauschs von Knowhow und Produktionen. Erfahrungen, die jede der beteiligten Spielstätten im eigenen lokalen Umfeld macht, sollen den Partner*innen zur Verfügung gestellt werden. Produktionen, die an einem Haus erfolgreich entstehen, werden überregional ausgewertet und bekannt gemacht. Gemeinsam werden neue Projekte konzipiert und koproduziert.

Aktuell sind folgende durch die jeweiligen Kulturabteilungen der Städte/Länder institutionell geförderten frei produzierenden Theaterhäusern Teil des NFT: LICHTHOF Theater Hamburg, LOT-Theater Braunschweig, Pathos München, studioNaxos Frankfurt (Main), Theater Rampe Stuttgart, Schwankhalle Bremen, Theaterdiscounter Berlin, WUK Theater Quartier Halle, zeitraumexit Mannheim.

Mit VERBINDUNGEN FÖRDERN soll die bislang prekär finanzierte Netzwerkarbeit konsolidiert, verstärkt und in eine strukturelle Systematik überführt werden. Wir verstehen das Programm demnach als Impuls, um die Synergieeffekte aus der Zusammenarbeit der Partner*innen aus den verschiedenen Bundesländern voll auszuschöpfen, Methoden und Abläufe der Zusammenarbeit weiter zu entwickeln, und nach und nach weitere freie Spielstätten und Produktionshäuser ins Netzwerk einzubinden. Durch die Stärkung des Netzwerks werden über Wissenstransfer und Kooperationsmodelle auch die jeweiligen Standorte selbst befähigt, sich sowohl lokal als auch für die Netzwerkarbeit besser aufzustellen. So lassen sich substanziell bessere Arbeits-, Produktions- und Aufführungsbedingungen für Künstler*innen generieren, die in dem Maße lokal und überregional sichtbarer sein werden.

Weitere Informationen: https://td.berlin/netzwerk-freier-theater-nft

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