Abgelaufen! Ausschreibung: »VERBINDUNGEN FÖRDERN« Förderung für überregionale Bündnisse und Netzwerke der freien darstellenden Künste

Mit dem aktuellen Open Call werden bis zu fünf Bündnisse von mindestens fünf Partner*innen aus mindestens drei Bundesländern gesucht, die eine langfristige und kontinuierliche Zusammenarbeit als Netzwerk anstreben. Die Förderung läuft im Zeitraum Januar 2022 bis Dezember 2023 mit einem Fördervolumen von bis zu 600.000 EUR (300.000 EUR / Jahr) je Bündnis. Fragen zum Bewerbungsprozess können in der Online-Sprechstunden am 09.09.2021 gestellt werden.

Das Förderprogramm richtet sich an überregionale Initiativen oder Zusammenschlüsse von Akteur*innen der freien darstellenden Künste, die als Netzwerk oder Bündnis organisiert sind, in einem solchen vertreten sind bzw. sich zukünftig organisieren wollen.

Mit dem Förderprogramm VERBINDUNGEN FÖRDERN trägt der Bundesverband Freie Darstellende Künste der Tatsache Rechnung, dass den freien darstellenden Künsten überregionale Zusammenarbeit inhärent ist und Bündnisse bereits seit Jahren bundesweit agieren, aber es an strukturellen Förderungen zur Verstetigung solcher Bündnisse mangelt.

Mit der Förderung überregionaler Zusammenschlüsse wird eine kontinuierliche inhaltliche Zusammenarbeit ermöglicht. Die regional vorhandenen Ansätze sollen bundesweit sichtbar gemacht werden, regional erprobte Arbeitsweisen und Ästhetiken überregional überprüft und weiterentwickelt werden, Wissenstransfer für alle Regionen Deutschlands ermöglicht und überregionale Kooperationsvorhaben, die sowohl regional als auch überregional Wirkkraft entfalten können, unterstützt werden.

Durch überregionale Zusammenschlüsse wird möglich, was einzelne Institutionen oftmals alleine nicht schaffen. In Anerkennung der regionalen Besonderheiten sollen bundesweite Impulse entstehen, die auch über die freien darstellenden Künste hinaus Wirkung entfalten. Ein weiteres Ziel von VERBINDUNGEN FÖRDERN ist es, die Beteiligung von Institutionen durch überregionale Bündnisse aus strukturschwächeren Regionen an bundesweiten Entwicklungen zu ermöglichen.

 

Wer kann sich bewerben?
Das Förderprogramm richtet sich an überregionale Zusammenschlüsse von Theater-und Tanzhäusern, Aufführungs- und Produktionsorten, Festivals oder Akteursgruppen der freien darstellenden Künste, die über die eigene Bündnisarbeit hinaus Impulse für die freien darstellenden Künste generieren, Akteur*innen regional wie überregional unterstützen und über eine entsprechende Bündnisgröße bundesweite Wirkkraft entfalten können. Insbesondere sollen Spielstätten und Festivals aus den Bundesländern, die bisher in keinem der bereits vier durch VERBINDUNGEN FÖRDERN geförderten Bündnisse vertreten sind bzw. unterrepräsentiert sind (dies sind insbesondere Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Saarland und Rheinland-Pfalz), in die Lage versetzt werden, an bundesweiten Impulsen zu partizipieren und in den Wissenstransfer einbezogen zu werden.

Die antragstellenden Bündnispartner*innen müssen ihren Sitz und Arbeitsschwerpunkt vorwiegend in Deutschland haben. Die Vorhaben der Bündnisse und deren Realisierung müssen von einer juristischen Person mit Sitz in Deutschland maßgeblich verantwortet und getragen werden sowie in Deutschland stattfinden.

Die Bündnisse müssen keine mehrjährige Zusammenarbeit nachweisen. Die einzelnen Bündnispartner sollten jedoch eine langjährige Erfahrung im Bereich der professionellen frei produzierenden darstellenden Künste nachweisen können.

Bündnispartner*innen, insbesondere die Antragstellenden, sollten noch keine Förderung durch VERBINDUNGEN FÖRDERN erhalten und somit nicht Mitglied in einem der vier bereits geförderten Bündnisse (festivalfriends, flausen+, Netzwerk Freier Theater (NFT), FREISCHWIMMEN) sein.


Was wird gefördert?
Beantragt werden können Personal- und Sachmittel für überregionale Kooperationsvorhaben in Deutschland, wie z.B.:


a) Veranstaltungen und Angebote, die aus den Bündnissen heraus für Akteur*innen der Szene, die Stadtgesellschaft und das Publikum entwickelt und durchgeführt werden
b) Veranstaltungen, die explizit eine überregionale Sichtbarkeit von lokalen Akteur*innen fördern. Dazu gehören beispielsweise Gastspiele, Residenzen, Stipendien sowie andere Aufführungsmöglichkeiten.
c) Kooperationen mit anderen Institutionen/Organisationen (z. B. Wissenschaft, Netzwerke anderer Genres, Akademien)
d) interne Veranstaltungen von überregionalen Zusammenschlüssen für Wissenstransfer und -austausch
e) Personal und Sachkosten für die Koordination und Steuerung der Bündnisse

Das Verhältnis zwischen den Ausgaben für die Koordination, Steuerung und Verwaltung des Bündnisses und den Mitteln, die in Form von Koproduktionsbeiträgen direkt oder über Veranstaltungen indirekt der künstlerischen Produktion zugutekommen, muss ausgeglichen sein und ein Verhältnis von 40% Verwaltungskosten zu 60% (Ko)produktionsbeiträgen nicht überschritten werden.

Nicht förderfähig sind regionale Angebote einzelner Kooperationspartner.


Wie wird gefördert?
Fördermittel werden einmalig im Wege der Projektförderung als Festbetragsfinanzierung weitergeleitet. Die Förderung erfolgt als Zuwendung mit bis zu maximal 300.000 EUR pro Jahr, also mit maximal 600.000 EUR pro Bündnis insgesamt.

Gefördert werden längerfristige Vorhaben zwischen mindestens fünf Bündnispartnern aus mindestens drei Bundesländern, die auf eine kontinuierliche Zusammenarbeit abzielen. Vorteilhaft ist der Zusammenschluss von Bündnispartnern aus allen Bundesländern bzw. der Zusammenschluss von Partnern aus strukturschwächeren und strukturstarken Regionen. Hierbei ist eine gleichmäßige Verteilung zwischen ost- und westdeutschen Bundesländern wünschenswert.

Initiativen oder Bündnisse, die Akteur*innen vereinen, die noch in keinem überregionalen Netzwerk vertreten sind, werden ausdrücklich begrüßt.

Eine Antragstellung schließt eine Kofinanzierung des beantragten Vorhabens (für den gleichen Zweck) durch eine weitere Förderinstitution, die Gelder des Bundes vergibt, aus.


Wie kann ich mich bewerben?
Für einen Antrag wird eine Projektbeschreibung benötigt, die ausschließlich über das VERBINDUNGEN FÖRDERN-Antragsformular (hier) eingereicht werden muss.

Dem Formular sind folgende Anlagen beizufügen:

- Zeitplan
- Finanzierungsplan (siehe Vorlage hier)
- Nachweise über eine Grundfinanzierung oder regelmäßige Projektförderung der einzelnen Bündnispartner*innen durch Kommunen oder Bundesländer

Anträge, die nicht per Formular eingereicht werden, unvollständig sind oder später als 15. Oktober 2021 eingereicht werden, können nicht berücksichtigt werden.


Auswahlkriterien
Die Auswahl erfolgt durch ein unabhängiges Auswahlgremium, welches aus Expert*innen und Akteur*inen der freien darstellenden Künste besteht, sowie dem BFDK. Es entscheidet neben der Prüfung der formalen Kriterien an Hand der folgenden qualitativen Kriterien:


Das Bündnis
- stärkt regionale Strukturen und einzelne Partner
- ermöglicht die Entwicklung gemeinsamer Handlungsansätze und überregional wirksamer Methoden
- erhöht die Sichtbarkeit von regionalen Künstler*innen
- schafft Arbeitsmöglichkeiten für Künstler*innen mit bundesweiter Wirkkraft
- gibt Impulse, die durch einzelne Bündnispartner regional nicht realisierbar wären und auf diesem Weg Leerstellen geschlossen werden können
- stärkt die kontinuierliche und langjährige Zusammenarbeit zwischen Bündnispartner*innen und Künstler*innen
- plant interdisziplinäre Ansätze und überregionale Kooperationen des Zusammenschlusses
- legt dar, welche künstlerischen und gesellschaftspolitischen Notwendigkeiten hinter der Bündnisarbeit stehen
- erläutert, wie das Bündnis mit materiellen Ressourcen mit Blick auf die nachhaltige bzw. ressourcenschonende Gestaltung der Bündnisarbeit umgehen wird
- zeigt ein Bewusstsein für eine diversitätsorientierte und barrierearme Organisationsentwicklung. Das betrifft gerade in Zeiten von COVID-19 auch eine Darlegung, wie eine weitere Teilhabe von Künstler*innen mit Kindern an Produktionsprozessen gewährleistet werden kann.


Einreichung und Fristen
Die erforderlichen Unterlagen sind per Email an verbindungen.foerdern@darstellende-kuenste.de bis zum 15. Oktober 2021 zu richten.

Nach Sichtung und Auswahl aller Anträge durch ein Auswahlgremium (s.o.), werden alle Bewerber*innen voraussichtlich bis Ende Oktober 2021 über die Entscheidung informiert.

Beratung

Für administrative und inhaltliche Fragen zum Bewerbungsprozess bietet der BFDK zwei virtuelle Sprechstunden an:

  • 28. Juli 2021, 15:00 bis 17:00 Uhr
  • 9. September 2021, 15:00 bis 17:00 Uhr

Um Anmeldung per E-Mail an verbindungen.foerdern@darstellende-kuenste.de wird gebeten.

Bei weiteren Rückfragen steht die Projektleiterin Linda Vahldieck unter oben genannter E-Mailadresse zur Verfügung.

 

VERBINDUNGEN FÖRDERN wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und unterliegt den entsprechenden Fördergrundsätzen.

 

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