next generation: »Mobilität und Vernetzung«. Fachforum am 24.09.2014 in Frankfurt am Main

Unter der Überschrift  »next.generation« veranstaltet der Bundesverband Freier Theater im Herbst 2014 eine Reihe von Fachforen zu wichtigen Zukunftsthemen der Freien Darstellenden Künste in Deutschland. Das erste Forum findet am 24.09.2014 in Frankfurt am Main statt.

Die freien Darstellenden Künste haben sich seit den Anfängen in den 70er, 80er Jahren weiterentwickelt, professionalisiert und sich öffentliche Förderung erkämpft. Hiermit haben sich die Vorzeichen für die Arbeitsbedingungen der Freien Szene deutlich verändert. Während es anfangs noch notwendig war, erarbeitete Produktionen so oft zu spielen, dass man davon leben konnte, liegt der Einkommensschwerpunkt vieler Künstlerinnen und Künstler der Freien Szene heute auf Neuproduktionen. Dabei spielen Koproduktionen an unterschiedlichen Orten eine immer größere Rolle.

Diese gravierende Verschiebung vom Aufführungs- zu einem Produktionsschwerpunkt hat verschiedene Ursachen: Einige Spielstätten haben sich im Laufe der Zeit für nationale und internationale Gastspiel-Produktionen geöffnet. Öffentliche Gelder werden für nur für Neuproduktionen, jedoch oftmals ausschließlich bis zur Premiere gewährt; und andererseits sind Spielstätten aus finanziellen Gründen häufig auf Vielfalt ausgerichtet, sodass Produktionen nur in kurzen Serien gezeigt werden. Die Frage ist: Bedürfen Gastspielsysteme, Spielstättentypen und Produktionsweisen einer Weiter-entwicklung, um Spielen und Produzieren in eine bessere Balance zu bringen? Welche Spielstättentypen sind erforderlich? Ist überregionales Koproduzieren nach dem Vorbild von Produktionshäusern ein Modell für die ganze Szene? Wie können Produktionen öfter und an unterschiedlichen Orten gespielt werden und welche Grenzen hat diese Idee? Welches Selbstverständnis muss eine regionale freie Szene entwickeln, um Lokalität und überregionale Ausrichtung zusammen zu denken? Und wie ist die Situation für Spielorte und Gruppen im ländlichen Raum? Wie können wir mit Kultur-verwaltungen und Politik gemeinsam zeitgemäße Strukturen entwickeln?

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