LAFT–Landesverband freie darstellende Künste Berlin: Neue Empfehlungen zu Honoraruntergrenzen

Auf der Mitgliederversammlung des LAFT Berlin im April 2019 wurde eine neuerliche Erhöhung der Honoraruntergrenzen-Empfehlung beschlossen: Der LAFT Berlin empfiehlt für Projekte, die ab 1. Mai 2019 konzipiert werden, eine Honoraruntergrenze von 2.490 Euro/Monat bei Vollzeit-Beschäftigung über mind. 12 Monate (mit KSK-Mitgliedschaft) bzw. 2.875 Euro/Monat (ohne KSK-Mitgliedschaft).

Außerdem wurde über eine Ausdifferenzierung der Empfehlung abgestimmt. In Bezug auf Vorstellungsgagen folgt der LAFT Berlin nun dem Beschluss des BFDK und empfiehlt ab Sommer 2019 ein Mindesthonorar für Vorstellungen in Höhe von 280,00 Euro (ohne KSK-Mitgliedschaft) bzw. von 250,00 Euro (mit KSK-Mitgliedschaft). Weiterhin empfiehlt er, die Honoraruntergrenzen als Nettohonorare (umsatzsteuerpflichtige Honorare zzgl. Mehrwertsteuer) zu berechnen sowie Honorare selbstbewusst zu skalieren, wenn belegbare Gründe dafür existieren.

Weitere Informationen zu den Honoraruntergrenzen-Empfehlungen sind hier zu finden.

Verwandte Inhalte

VDP/UNIMA: Empfehlungen zur Honoraruntergrenze im Puppentheater
Nach langer Vorarbeit haben der Verband Deutscher Puppentheater (VDP) und UNIMA eine Empfehlung zur Honoraruntergrenze im Puppentheater im Februar 2021 verabschiedet. Sie soll eine Argumentationshilfe für selbständig und hauptberufliche...

Mehr

Sachsen-Anhalt will Förderung für Freie Theater ausweiten
Am 2021 soll eine Fachjury über die Förderung freier Theater in Sachsen-Anhalt entscheiden. Das meldet die dpa unter Berufung auf das Landeszentrum Freies Theater Sachsen-Anhalt (Lanze). Demnach soll die Förderstruktur für die Freie Szene komplett neu...

Mehr

Österreich: Bund will bei Fair Pay Länder in die Pflicht nehmen
Es klingt eigentlich ganz simpel: Man füttert einen Onlinekalkulator mit Angaben zu Ausstellungsdauer, Anzahl der Künstler und Art des Werkes, schon spuckt er das zu zahlende Künstlerhonorar aus. In den Niederlanden würden die 2017 auf Initiative des...

Mehr

IG Freie Theater Österreich: Honoraruntergrenze in Wien wird Realität
Die IG Freie Theater Österreich informierte am 9. Januar 2020 darüber, dass in Wien die Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler mehr Budget für die Kunst und Kultur erwirkt hat. Die Erhöhungen der Mittel für die Freie Szene in Wien sind aber auch das...

Mehr

Vorsitzende des BFDK, Janina Benduski, im Interview: Fair Pay ist möglich
Die höchst prekäre Arbeitsbedingungen mit unregelmäßiger, schlechter Bezahlung gelten vielfach als Normalzustand in der freien Kulturarbeit. Wer »frei« tätig sein will, muss eben auch bereit sein, diese Bedingungen zu akzeptieren bzw. akzeptieren...

Mehr

Social-Share-Buttons