Diskurs Kulturelle Bildung

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste e. V. (BFDK) befasst sich seit einigen Jahren verstärkt mit dem Thema Kulturelle Bildung. Insbesondere mit dem eigenen Teilprogramm im Rahmen des 2013 gestarteten Bundesförderprogramms »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« hat sich der BFDK als Akteur im Feld positioniert.

Das Förderprogramm »tanz + theater machen stark« hat der Bundesverband mit dem Anspruch konzipiert, den Anforderungen und Arbeitsweisen der Freien Szene gerecht zu werden. Nicht zuletzt aufgrund dieses konkreten Zusammenrückens der Felder Kulturelle Bildung und freie darstellende Künste wurde eine tiefgehende Auseinandersetzung mit dem Verhältnis dieser Bereiche zueinander angestrebt.

Im Frühjahr 2018 erschien die Studie »Freie darstellende Künste und Kulturelle Bildung im Spiegel der bundesweiten Förderstrukturen«. Die vom BFDK in Auftrag gegebene Studie wurde am 16. April 2018 der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Der Autor Aron Weigl (EDUCULT) machte dabei vor allem deutlich, dass Kulturelle Bildung einen Querschnittsbereich der freien darstellenden Künste darstellt und zeigte auf, welche Förderinstrumente den Akteur*innen der freien darstellenden Künste zur Verfügung stehen, welches Verständnis von Kultureller Bildung sich in den Förderkriterien abzeichnet und welche Herausforderungen sich gegenwärtig sowohl für Produzierende, Landesverbände, Verwaltungen als auch Schulen und Pädagog*innen stellen.

Ein Ergebnis der Studie war die Formulierung eines Positionspapiers des BFDK zum Thema Kulturelle Bildung. Darin stellt der BFDK fest, dass Kulturelle Bildung elementarer Bereich der freien darstellenden Künsteist, da 60 Prozent der Akteur*innen sich selbst als sehr aktiv bzw. aktiv im Arbeitsfeld der Kulturellen Bildung bezeichnen. Ganzheitliche Vermittlungsprozesse, Selbstermächtigung, Teilnahme und Teilhabe an künstlerischen Prozessen und lebenslange Lernprozesse sind dabei Schlüsselworte. Die Ermöglichung künstlerischer Prozesse und die Be-wahrung und Stärkung der Kunstfreiheit gilt es in diesem Kontext in den Fokus zu rücken.

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