Europäischer Dachverband der Freien Darstellenden Künste (The European Association Of Independent Performing Arts – EAIPA)

Aus der Erfahrung der zunehmenden internationalen Kooperation der Akteur*innen, Gruppen und Theater, wächst das Bedürfnis nach einer stärkeren Vernetzung jenseits der nationalen Arbeitszusammenhänge und nach einem tiefergehenden Verständnis für die Rahmenbedingungen des freien künstlerischen Arbeitens in den verschiedenen Ländern Europas. Die Beschreibung dieser europäischen Theaterlandschaft ist eines der zentralen Anliegen des Europäischen Dachverbands der Freien Darstellenden Künste (The European Association Of Independent Performing Arts – EAIPA), dessen Zustandekommen maßgeblich auf die Initiative des Bundesverbands Freie Darstellende Künste zurückgeht.

Aufbauend auf das Netzwerk »stronger together«, haben sich mittlerweile Interessenvertretungen aus zwölf Mitgliedsstaaten der EU in dem neuen Verband zusammengefunden. Die sehr vielfältigen Szenen umfassen dabei alle professionellen freiberuflichen Theatermacher*innen, Künstler*innen, Ensembles und alle freien Institutionen und Strukturen in den Genres Tanz, Theater, Performance, Musiktheater, Kinder- und Jugendtheater sowie alle interdisziplinären und transdisziplinären künstlerischen Projekte.

Wichtigste Ziele des Europäischen Dachverbands sind die umfassende Beschreibung der Landschaft der freien darstellenden Künste und der entsprechenden Rahmenbedingungen, Strukturbildung, Stärkung der Akteur*innen, Ausbau und die Entwicklung der transnationalen Infrastruktur, Etablierung und Unterstützung der Netzwerke, Ausbau der Förderinstrumente auf EU-Ebene sowie eine Beratung von Politik und Verwaltung zur Arbeitspraxis und zu den Bedarfen der Akteur*innen.

In diesem Sinne wird sich der BFDK aktiv an der Erstellung einer Lagebeschreibung der Landschaft der freien darstellenden Künste in Europa beteiligen und an einer Recherche in acht europäischen Ländern (Bulgarien, Deutschland, Italien, Österreich, Rumänien, Schweden, Schweiz und Spanien) mitarbeiten. Die Auswertung der Recherche soll in einer ersten Analyse die Fördersysteme vergleichen, die soziale Lage der freien Kunstschaffenden skizzieren und den Einfluss der zivilgesellschaftlich organisierten Interessenvertretungen darstellen. Insbesondere die große Vielfalt an Lebens- und Arbeitsrealitäten der Künstler*innen und Kulturschaffenden und das bestehende soziale Gefälle zwischen einzelnen Ländern und Regionen soll dabei in den Blick genommen werden.

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