Aktionsbündnis Freie Darstellende Künste: Corona-Hilfe für freischaffende darstellende Künstler:innen – Spendenaktion ein Erfolg

Neue Antragsrunde mit erhöhtem Unterstützungsbedarf

Seit März 2020 läuft die Aktion »Miete zahlen in Zeiten von Corona« und leistet seither schnell und unkompliziert Corona-Hilfe für freischaffende darstellende Künstler:innen.

Bis heute (Stand 23. April) kamen für die vom Aktionsbündnis Darstellende Künste initiierte Aktion Spenden in Höhe von 186.692,50 € zusammen. In vier Prüfrunden – organisiert vom ensemble-netzwerk und dem Bundesverband Freie Darstellende Künste – konnten bereits 95.500 € an 191 Menschen à 500 € schnell und unbürokratisch ausbezahlt werden.

Die beteiligten Verbände des Aktionsbündnisses zeigen sich begeistert von der breiten Unterstützung und danken allen Spender:innen für die seit einem Jahr ungebrochene Hilfsbereitschaft und Solidarität. Gleichwohl ist aus zahlreichen Gesprächen und Anfragen nach wie vor ein großer Bedarf an Unterstützung für freischaffende oder hybrid beschäftigte Künstler:innen spürbar, da viele durch das Raster der staatlichen Hilfsmaßnahmen fallen.

„Vor einem Jahr hat das Aktionsbündnis die Spendenaktion ins Leben gerufen, um einen akuten Notstand beizukommen. Der Notstand ist allerdings eine neue Normalität für Theaterschaffende geworden. Reserven sind aufgebraucht, neue Einkommen ungewiss oder nicht vorhanden. Deswegen ist es jetzt an der Zeit, die finanzielle Hilfe aufzustocken und Personen in besonders exponierten Positionen, also z.B. Familien, gezielter zu bedenken. Dass in der Bevölkerung auch nach einem Jahr Pandemie die Spenden- und Hilfsbereitschaft immer noch so hoch ist, verstehen wir nicht nur als klares Zeichen der Solidarität, sondern auch als Zeichen dafür, wie eng verbunden die Menschen mit Kultur, mit ihren Theatern und Künstler*innen sind.“

Nach drei Antragsrunden konnte Anfang des Jahres 2021 die Aktion mit großem Erfolg auf Studierende im Bereich Darstellende Künste und angehende Künstler:innen ausgeweitet werden. Besonders für Berufsanfänger:innen ist die aktuelle Situation nervenaufreibend und finanziell desaströs. Das belegen auch Zahlen. Mit einem Drittel der Antragssteller:innen bildet der Nachwuchs einen erheblichen Anteil.

Um die Folgen der Corona-Pandemie zumindest partiell abzumildern, wird die Hilfsaktion weitergeführt und ausgebaut. Am 1. Mai 2021 startet die fünfte Antragsrunde. Um den Wirkungsgrad zu verstärken, beschloss das Aktionsbündnis, den Hilfsbeitrag für Berufstätige von vormals 500 € auf 1.000 € pro Person zu erhöhen. Außerdem erhalten zukünftig Eltern pro Kind einen zusätzlichen Unterstützungsbeitrag von 200 €.

Die Corona-Pandemie hat die Theaterkultur in Deutschland nun seit über einem Jahr zum Erliegen gebracht. Darunter leiden vor allem die hybrid arbeitenden und solo-selbstständigen Theaterschaffenden. Viele von ihnen fallen trotz Nachbesserungen durch die Raster der staatlichen Hilfen und stehen vor existenziellen Problemen. Es ist zu befürchten, dass sich dies auf absehbare Zeit nicht ändern wird und die Folgen noch weit über das Kalenderjahr 2021 hinaus spürbar bleiben.

Das Aktionsbündnis Darstellende Künste ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Verbänden aus dem Theaterbereich. Uns gehören viele tausend wunderbare Künstler:innen an.

An dieser Aktion beteiligen sich: art but fair, Bund der Szenografen, Bundesverband Freie Darstellende Künste, Dramaturgische Gesellschaft, dramaturgie-netzwerk, ensemble-netzwerk, junges ensemble-netzwerk, regie-netzwerk, theaterautor*innen-netzwerk, Pro Quote Bühne, Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V., Netzwerk Flausen+, Ständige Konferenz Schauspielausbildung (SKS), Verband der Theaterautor*innen

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