BFDK: Erste Förderergebnisse des Open Calls im Rahmen von »Performing Exchange (PEX)«

26 Anträge erhielt der BFDK für seine Pilotausgabe des Open Calls im Rahmen von PEX. Dieses Sonderprogramm soll insbesondere Akteur*innen im ländlichen Raum bei Projekten und Vorstellungen nachbereitenden Publikumsangeboten begleiten, unterstützen und stärken. Die Expertise der Bewerber*innen und die Vielfalt der Projektvorhaben mit dem besonderen Fokus auf Publikumsbegegnung im ländlichen Raum sind beeindruckend. Die Antragsfülle zeigt uns, dass wir mit dem Thema einen Nerv getroffen haben. Da das gesamte Programm mit seinen drei Modulen über Mittel der BKM in Höhe von 100.000,00 Euro verfügt, standen für diese Pilotausgabe nicht mehr Mittel zur Verfügung. Der BFDK strebt eine Weiterführung von PEX in den nächsten Jahren an, so dass hoffentlich noch viele weitere Projekte unterstützt werden können!

Die Jury – bestehend aus Susanne Schwarz (Theater Streu Licht, Rheinhessen), Maria Gebhardt (Geschäftsführerin Landeszentrum Spiel & Theater Sachsen-Anhalt) und Swetlana Gorich (Projektleitung PEX) – hat sich für die Unterstützung von zunächst sieben Projektvorhaben ausgesprochen.

Folgende Produktionen hat die Jury empfohlen:

  • Kapitän*innen-Tisch - Traumschüff / Jana Kühn & Lisa Ina Blaschke (Brandenburg) 
  • Weiterspielen! - Theater-Spiel (Usedom + Anklam / Mecklenburg Vorpommern) 
  • Hänsel und Gretel - Katerina Vlasova und Amadeus Pawlica (ostthüringischen Schmölln und Altenburg)
  • Impulsveranstaltung im Januar zum partizipativen Projekt Don Quijote de la Mark - Wolfram Scheller | theater.land (Brandenburg) 
  • (Atmo)Sphärenforschung - laPROF / Jörg Thums (Hessen) 
  • Kreative Theater Weihnachtswerkstatt - Stephan Rätsch / Theater mit Puppen (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Dahingehen, wo die Menschen sind – Stammtisch anders - Jacoba Arekhi & Das Opernale Team (Vorpommern)

Die vorgeschlagenen Projektvorhaben überzeugten insbesondere durch ihre Anbindung an das lokale Feld, eine Auseinandersetzung mit Zugangshürden, Interesse an Orten und seinen Bewohner*innen, Einbeziehung der Bewohner*innen in die künstlerischen Entstehungsprozesse, Expertise der Akteur*innen, Begegnungen und Teilhabe auf Augenhöhe.

Nach folgenden Kriterien tagte die Jury:

  1. Es handelt sich um Angebot der Vermittlung und nicht um eine Produktion
  2. Sofern es Vermittlungsideen im Rahmen einer Produktion bzw. eines Probenprozesses gibt, sind diese als solche kenntlich gemacht.
  3. Dem Antrag ist zu entnehmen, welches Verständnis von Vermittlung dem Format zugrunde liegt und welches Ziel mit der Vermittlung verfolgt werden soll.
  4. Die Antragsteller*innen haben sich Gedanken darüber gemacht, wen sie mit ihrem Angebot adressieren möchten.
  5. Die Antragsteller*innen setzen sich konstruktiv mit Zugangshürden auseinander und wollen diese überwinden ODER Die eingereichte Idee dient der Stärkung der Infrastruktur und Multiplikator*innen vor Ort.
  6. Die Antragsteller*innen setzen sich mit ihrer Rolle als Vermittelnde auseinander bzw. reflektieren diese in ihrem Antrag. (Mit welcher Haltung wird das Format angeboten?)
  7. Es finde eine Anbindung an das lokale Umfeld statt. 

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