LOFFT und Villa Leipzig schaffen einmalige künstlerische Strukturen

Mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, etabliert LOFFT-Das Theater die erste dauerhaft in Sachsen arbeitende professionelle Tanzcompany, in der Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt arbeiten. Mit diesem Pilotprojekt setzt der Freistaat ein weiteres Achtungszeichen für den Tanz in Sachsen, für Diversität und Teilhabe. Die inklusive Tanzcompany bringt das LOFFT in die Top 5 permanenter inklusiv arbeitender künstlerischer Tanzensembles deutschlandweit. Unter seiner neuen Geschäftsführerin Anne-Cathrin Lessel schärft das LOFFT sein Profil als offenes und inklusives Haus, das Barrieren abbaut, statt Mauern zu errichten.

Die Gründung der Company ist das Ergebnis eines mehr als zehnjährigen Engagements des LOFFT für Inklusion und Tanz. Zum Beispiel entsteht in Kooperation mit dem Tanzlabor Leipzig, angesiedelt an der VILLA Leipzig, jedes Jahr seit 2009 eine eigenständige künstlerische Produktion am Haus. Darüber hinaus zeigt das LOFFT in vielen internationalen Gastspielen das künstlerische Potenzial der Zusammenarbeit von behinderten und nicht behinderten Tänzer*innen. Auf diesen Erfahrungen aufbauend ist die Gründung einer Profi-Tanzcompany der dringend nötige Schritt, um fehlende Strukturen aufzubauen und bekannte Probleme zu lösen. Dazu gehört vor allem die Schaffung einer inklusiven Arbeitskultur, die neben barrierefreien Räumlichkeiten, Kommunikation und Beteiligung vor allem alternative Beschäftigungsmodelle für behinderte Künstler*innen entwickelt. Durch den ganzheitlichen Ansatz werden zentrale Funktionen und Aufgabenbereiche in einer Tanzcompany mit behinderten Menschen besetzt. Dabei sollen bis 2021 mindestens zwei abendfüllende Produktionen entstehen.

Aktuell läuft bereits die Stellenausschreibung für die Projektleitung der Profi-Tanzcompany. Informationen dazu unter www.lofft.de. Die aktuelle Produktion des Tanzlabors Leipzig SCHOOL OF SHAME! können Sie ab 28. November im LOFFT sehen. Darin untersuchen fünf diverse Körper die Mechanismen von Scham und Beschämung. Zur Premiere von SHAME wird auch die neue Audiodeskriptionsanlage des LOFFT eingeweiht. So wird Tanz auch blinden und sehbehinderten Menschen zugänglich.

 

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