Fonds Darstellende Künste vergibt 24 neue Förderungen

Das Kuratorium des Fonds Darstellende Künste hat auf seiner Frühjahressitzung 2016 am 18./19. April über die Anträge auf Projekt- und Konzeptionsförderung (2016-2019) entschieden. Wie es in der Pressemitteilung des Fonds heißt, erhalten aus rund 250 Anträgen insgesamt 24 neue Projekte Fördermittel des Fonds in Höhe von zusammen 249.050 Euro.

Das Kuratorium des Fonds Darstellende Künste hat auf seiner Frühjahressitzung 2016 am 18./19. April über die Anträge auf Projekt- und Konzeptionsförderung (2016-2019) entschieden. Wie es in der Pressemitteilung des Fonds heißt, erhalten aus rund 250 Anträgen insgesamt 24 neue Projekte Fördermittel des Fonds in Höhe von zusammen 249.050 Euro.

Zu den geförderten Vorhaben heißt es weiter: "Unter den geförderten Projekten sind namhafte Gruppen der freien Tanz- und Theaterszene, aber auch erfolgversprechende neue Namen. Alle geförderten Künstlerinnen und Künstler bzw. Gruppen stehen beispielhaft für die hohe künstlerische Qualität und Vielfalt der freien Szene bundesweit. Die Mehrzahl der nun geförderten Neuproduktionen sucht mit unterschiedlichen ästhetischen Ansätzen und Formaten die Auseinandersetzung mit aktuellen Transformationsprozessen: Zu den Themen der Tanz- und Theaterschaffenden zählen weiterhin „Migration-Geflüchtete“, „Soziale Ungleichheiten“ „Demografischer Wandel“ sowie die Auswirkungen der „Digitalisierung“. Verstärkt diskutierte das Kuratorium hierbei über die räumliche und sozialräumliche Verortung von Produktionsvorhaben und deren Kontextualisierung gerade im Hinblick auf Spielorte im ländlichen Raum."

Fonds Geschäftsführer Holger Bergmann wies auf die hohe Anzahl von Anträgen hin, die keine ausreichende Kommunal- oder Länderförderung mitbrächten, und daher schon aus formalen Gründen nicht berücksichtigt werden könnten.


Erstmals keine Konzeptionsförderung vergeben

Erstmals seit Einführung der dreijährigen Konzeptionsförderung im Jahr 2008 hat das Kuratorium des Fonds Darstellende Künste nach eingehender Diskussion hier keine Förderung ausgereicht und die verfügbaren Mittel innerhalb der Projektförderung vergeben. Das Gesamtbudget hätte in diesem Jahr die Förderung von nur einem neuen Konzeptionsvorhaben zugelassen. Angesichts dessen und vor dem Hintergrund einer qualitativ hohen Antragslage konnte sich das Kuratorium offenbar nicht auf ein Vorhaben einigen. Der Vorsitzende des Kuratoriums, Matthias Schulze-Kraft, erklärte dazu: „Die dreijährige Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste ist und bleibt dennoch ein unverzichtbares zentrales Instrument der Bundesförderung für die freien darstellenden Künste."


Förderinstrumente weiterentwickeln und stärken

Die Vorsitzende des Bundesverband Freie Darstellende Künste, Janina Benduski, erklärte dazu im Namen des Vorstands: "Es ist für viele Antragsteller nicht nachvollziehbar und frustrierend, wenn ein so wichtiges Instrument wie die Konzeptionsförderung unbesetzt bleibt." Es sei notwendig, die Förderung des Fonds zu stärken und in diesem Sinne auch positive Signale zu setzen; die aktuelle Förderentscheidung sei ein Dämpfer. Der Bundesverband stehe über die Entwicklung der Förderung im kritischen und konstruktiven Dialog mit den Gremien und dem Geschäftsführer des Fonds Darstellende Künste. "Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass die Bundesförderung über den Fonds Darstellende Künste erkennbar gestärkt wird. Die Konzeptionsförderung gehört nach unserer Auffassung wesentlich dazu. Das werden wir innerhalb des Fonds und gegenüber der Bundeskulturpolitik weiterhin deutlich machen", so Benduski.

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