Hamburg kann mehr – freien Tanz und freies Theater stärken!

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste unterstützt die Forderungen des Hamburger Dachverbands nach einer Aufstockung der Förderung der freien Szene. Die Zielstellung, faire Bezahlung in freien Kulturprojekten zu ermöglichen, muss sich im Etat niederschlagen. Der Bundesverband Freie Darstellende Künste unterstützt die Forderungen des Hamburger Dachverbands nach einer Aufstockung der Förderung der freien Szene. Die Zielstellung, faire Bezahlung in freien Kulturprojekten zu ermöglichen, muss sich im Etat niederschlagen.

Hamburgs freie Tanz- und Theaterschaffende haben sich mit einem breiten Spektrum an künstlerisch anspruchsvollen Projekten einen festen Platz im Kulturleben der Stadt erstritten. Dies wird heute auch von politischer Seite mit stolzem Verweis auf immer wieder herausragende künstlerische Leistungen anerkannt. Das langjährige Bekenntnis der Hamburger Kulturbehörde zum internationalen Produktionszentrum Kampnagel, zum soeben mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichneten „Fundus Theater“ oder zum jungen Festival „Hauptsache frei“ zeigen das.

Ebenso war Hamburg eines der ersten deutschen Bundesländer, das vollkommen zu Recht das Ziel formuliert hat, Kunstförderung mit sozialer Verantwortung zu verbinden. Dazu gehört, dass öffentlich geförderte Kulturprojekte in die Lage versetzt werden, fair pay auch in der Freien Szene zu realisieren.

Leider zeigt sich anhand der aktuellen Bekanntgabe der Projektförderungen in den freien Darstellenden Künsten 2016/17 deutlich, dass die Entwicklung der Förderung in Hamburg mit den politischen Zielstellungen nicht Schritt hält. Die bereits 2012 in der Potentialanalyse der Universität Hamburg angemahnte Aufstockung der Töpfe war mit der künstlerischen Entwicklung gut begründet. Sie hat bis heute nicht stattgefunden. Auch die Geschäftsstelle des Dachverbands ist nach wie nicht ausreichend finanziert.

Die zum Teil leidenschaftlichen lokalen und nationalen Reaktionen auf die Stellungnahme zeigen: Die freie Szene erwartet zu Recht ein deutlich sichtbares Engagement der Kulturmetropole Hamburg für das freie Tanz- und Theaterschaffen, das unbestritten wesentliche Grundlage für das kulturelle Leben der Stadt ist.

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste unterstützt daher ausdrücklich die Forderung des Dachverbands Hamburg, den Worten nun Taten folgen zu lassen und die lange angekündigte Mittelaufstockung im Bereich der freien Darstellenden Künste zu realisieren. Das kann man vom Hamburger Senat kultur- und sozialpolitisch erwarten und das erwarten deshalb berechtigterweise unsere Kolleginnen und Kollegen in Hamburg.


Der Vorstand des Bundesverband Freie Darstellende Künste
Janina Benduski, Anne-Cathrin Lessel, Tom Wolter, Harald Redmer, Heike Scharpff, Ulrike Seybold, Axel Tangerding

http://www.hamburg.de/contentblob/4919732/data/freies-theater-projekte-16-17.pdf
http://www.hamburg.de/contentblob/3425334/data/potentialanalyse-freie-szene.pdf

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