Diskurs Förderstrukturen

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) hat sich in den vergangenen Monaten und Jahren intensiv mit der bestehenden Fördersystematik befasst. Aufbauend auf Studien und mehrere Veranstaltungen, beteiligt sich der BFDK an der Ausdifferenzierung der gegenwärtigen Förderstrukturen im Sinne einer zeitgemäßen und praxisorientierten Förderung von Kunstschaffenden.

Grundlage war die 2016 erschienene Fachstudie des BFDK »Aktuelle Förderstrukturen der Freien Darstellenden Künste in Deutschland. Ergebnisse der Befragung von Kommunen und Ländern«, die von der Autorin Ulrike Blumenreich (Kulturpolitische Gesellschaft) zu Beginn des Fachforums vorgestellt wurde. Die anschließenden Arbeitsgruppen zeigten eindrücklich das immense Interesse der beteiligten Akteur*innen an Austausch sowie konstruktiver und partizipativer Weiterentwicklung der bestehenden Förderlandschaft.

Im Rahmen der Gesprächsreihe »Was wir wollen – Bundesförderung im Praxischeck« befragte der BFDK darüber hinaus Akteur*innen der Freien Darstellenden Künste zu ihren Erfahrungen und zu ihren Wünschen zu bzw. an das bestehende Fördersystem auf Bundesebene. Ziel der Gesprächsreihe war es, die Erfahrungen und Bedarfe der einzelnen Berufsfelder und -gruppen der Freien Darstellenden Künste in Bezug auf die gegenwärtige Bundesförderung zu erheben, um Leerstellen zu identifizieren und Verbesserungsmöglichkeiten zu formulieren. Die in den Gesprächen erhobenen Handlungsbedarfe und -wünsche bilden die Grundlage für das vorliegende Arbeitspapier. 

Über das Fachforum und die Gesprächsreihe hinaus, suchte der BFDK den Dialog mit Förderern und Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung. Im Kontext des Austauschs mit dem Fonds Darstellende Künste zu bestehenden Herausforderungen und möglichen Lösungsansätzen entstand die Idee des BUNDESFORUMS 2017, beim dem im November 2017 knapp 200 Gäste vor allem die Förderinstrumente auf Bundesebene diskutierten. Möglichkeiten der Förderung von überjähriger künstlerischer Tätigkeit und überregionalen Netzwerken wurden ebenso beleuchtet wie Recherchestipendien und Einzelprojektförderung.

In Kooperation mit der Stiftung Niedersachsen und dem LAFT Niedersachsen fand im April 2018 der themenspezifische Fachtag »Entscheidungsprozesse und Gremienarbeit - Modelle gelungener Juryarbeit« statt.

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