Beschreibung des Projekts:

Das Projekt befragt mit Jugendlichen den Stellenwert von pflanzlichem Leben und versteht sich als experimentelles performatives Projekt.
Ausgehend von der künstlerischen These, das Pflanzen Lebewesen mit eigenständiger Wahrnehmung sind, werden Pflanzen und Menschen gleichwertig gegenüber gestellt. Wie würde sich unsere Gesellschaft verändern, wenn Pflanzen stimmberechtigt wären? Und wie würde sich dies auf die Umwelt oder Stadtgesellschaft auswirken? Das Projekt verbindet den Einsatz von Video- und Projektionstechnologie mit haptischem Erleben (Einsatz von Erde und Pflanzen) in einer Performance. PHASE 1 (3-tägiger Workshop): TeilnehmerInnen erforschen als „Stadtteil-Ökologen" ihren Stadtteil im Hinblick auf das Grundthema des Projektes in Form von Exkursionen. Die Ergebnisse sind subjektive Landkarten. PHASE 2 (7 Tage Intensivangebot): TeilnehmerInnen stellen ihre in dieser Phase entstandenen Überlegungen zu den Fragen des Projektes in Form eines per Beamer projizierten Video-Interviews dar. In einer Lifeperformance übernehmen sie die Rolle als Botschafter von zuvor als Performancepartner bestimmten Pflanzen. Videointerview und Lifeperformance wechseln sich in der Aufführung ab. Abschluss von Phase 2 ist eine erste Inszenierung in einem mit folgenden künstlerischen Mitteln experimentell angelegten Bühnenraum: Videoperformance, Lifeperformance, Interview, einer durch Recherche entstandenen Materialsammlung, Pflanzen, Erde, sowie bildnerische Arbeiten.

PHASE 1 wurde erfolgreich abgeschlossen. Neben subjektiven Landkarten und fotografischen Serien entstanden erste Videointerviews.

In PHASE 2 (Intensivangebot 7 Tage): Heimatlose Pflanzen, die über botanoadopt bereitgestellt werden, werden über ein Pflanzencasting als Performancepartner von den Jugendlichen bestimmt. Die Jugendliche erfinden Biografien für die Pflanzen und fotografieren sie. Als Teil der Lifeperformance versorgen die Jugendlichen diese falls nötig mit neuer Erde und neuem Topf und übernehmen die Rolle als Botschafter der Pflanzen. TeilnehmerInnen stellen weiterhin ihre eigenen in dieser Phase entstan- denen Überlegungen zu den Fragen des Projektes in Form eines per Beamer projizierten Video-Interviews dar. Projiziertes Videointerview und Lifeperformance wechseln sich ab. Abschluss von Phase 2 ist eine erste Inszenierung in Form von Videointerview und Lifeperformance in einem experimentell angelegten Bühnenraum, der die in Phase 1 entstandene Materialsammlung integriert.
Die künstlerischen Mittel sind Videoperformance, Lifeperformance, Interview und eine durch Recherche entstandene Materialsammlung, Pflanzen, Erde, sowie bildnerische Arbeiten.
In PHASE 3 werden diese innerhalb eines zwischen Installation und bühnenbildne- rischer Gestaltung angelegten Performanceraums inszeniert werden. In dieser Form der Präsentation werden Zuschauer Teil der Installation. Die Inszenierung von Phase 3 wird in einer Dokumentation münden.

Angelegte Langfristigkeit:
Globale Fragestellungen finden ihren Ausdruck innerhalb ortspezifischer und zielgruppenspezifischer Charakteristika. Die entstandene künstlerische Sammlung kann mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Folgeprojekten vertieft und neu inszeniert werden.
Kompetenzvermittlung und pädagogische Konzeption:
Theater- und tanzpädagogische Arbeit fördert Kreativität, Eigeninitiative, Sozialkompetenzen, Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Themen, das Ausprobieren von (auf die Lebenswelt übertragbaren) Rollen und Haltungen. Performance bietet dabei Raum für individuelle und kollektive Lernerfahrungen.
Formate:
Phase 1: 3-tägiger Workshop
Phase 2: Intensivangebot eine Woche
Phase 3: Inszenierung
www.431art.org
www.botanoadopt.org
www.jkwf.de
www.gallustheater.de

Konzept und künstlerische Leitung: 431art
Pädagogische Leitung: Jugend-Kultur-Werkstatt Falkenheim Gallus e.V.
In Zusammenarbeit mit dem Gallus Theater e.V


431 art
Jugendkulturwerkstatt Falkenheim
Gallus Theater

431 art
Frankfurt am Main

Ansprechpartner:
Haike Rausch

Prozess: Modul 1