Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Schulen, Kindertagesstätten, Horten und Kindergärten?

Schulen, Kindertagesstätten, Kindergärten und Horte können selbstverständlich Teil eines Bündnisses im Rahmen von »tanz + theater machen stark« sein. Die Zusammenarbeit unterliegt aber klaren Regeln. Diese ergeben sich aus den unterschiedlichen Kompetenzen von Bund und Ländern in der Bildung. Dieses Programm wird aus Mitteln des Bundes finanziert. Deshalb müssen in der Durchführung die Regeln beachtet werden, die für den Bund gelten.

Bündnisse im schulischen Kontext müssen Folgendes beachten:

1. Antragsteller/Zuwendungsempfänger für das Projekt/das Angebot muss ein außerschulischer Träger sein, der auch die Weisungsbefugnis für das eingesetzte Personal hat und während der Maßnahme die Aufsichtspflicht übernimmt.
2. Das Projekt ist als neues und zusätzliches Angebot außerhalb des Unterrichtes konzipiert. Es ersetzt keine bereits vorhandenen Angebote.
3. Projekttage oder Projektwochen an Schulen sind als Unterrichtszeit zu werten und können im Rahmen des Programmes nicht gefördert werden.
4. Die Schülerinnen und Schüler können sich frei für oder gegen die Teilnahme an dem konkreten Angebot entscheiden. Wahlpflichtunterricht ist von der Förderung ausgeschlossen.
5. Das Angebot darf nicht Bestandteil des Regelunterrichtes und/oder des Lehrplanes des jeweiligen Bundeslandes (Stundentafel) sein sowie des vom Land finanzierten Ganztagsschulbetriebs sein und nicht in die Notengebung einfließen.
6. Maßnahmen im Rahmen des offenen, gebundenen bzw. verlässlichen Ganztagsbetriebs können gefördert werden, wenn sie alle unter Punkt 1 bis 5 genannten Voraussetzungen erfüllen.
7. Projekttage und Projektwochen von Schulen, Teilen der Schulen bzw. einzelnen Klassen können grundsätzlich nicht gefördert werden.
8. Die unter Punkt 2 bis 5 genannten Bedingungen sind Bestandteil der Kooperationsvereinbarung (siehe Vorlage für Schulen).
9. Die verantwortliche Planung und Durchführung des Projektes übernimmt der außerschulische Träger.

Bündnisse, die mit Kindertagesstätten, Horten oder Kindergärten zusammenarbeiten müssen folgendes beachten:

1. Durch das Angebot darf der Betreuungsschlüssel nicht verändert werden. Das Projekt wird von Fachkräften der externen Bündnispartner durchgeführt. Das Personal der Kindertagesstätte, des Hortes oder des Kindergartens kann das Projekt begleiten, wenn es nicht für die Betreuung anderer Gruppen benötigt wird.
2. Das geplante Projekt ist zusätzlich zum Regelbetrieb der Einrichtung, andere Betreuungsgruppen laufen parallel weiter.
3. Die Entscheidung für die Teilnahme am Projekt wird von jedem bzw. für jedes Kind individuell getroffen.
4. Das Projekt ist höchstens bis zu drei Monaten in den Tages- bzw. Wochenbetrieb der Einrichtung integriert.
5. Die unter Punkt 1 bis 4 genannten Bedingungen sind Bestandteil der Kooperationsvereinbarung (siehe Vorlage für Kindertagesstätte, Hort oder Kindergarten).

 

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