Bundesverband Theaterpädagogik: THEATER MACHT POLITIK. 34. Bundestagung Theaterpädagogik

Das internationale Symposium, welches sich an Fachkräfte des Theaters im Kontext der Kulturellen Bildung richtet, befasst sich mit den Möglichkeiten, Ansätzen und speziellen Formaten, die es in der Theaterarbeit und in der theaterpädagogischen Arbeit gibt, um Werte und persönliche Haltungen wie Offenheit, Toleranz und Diskursfähigkeit bei einheimischen wie zugewanderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu fördern und den transkulturellen Dialog zu stärken. Wie müssen solche Projekte konzipiert und strukturiert werden? Welche Haltungen der Spielleiter*innen sind notwendig und welche Themen und Herangehensweisen sind zielführend? Welche Erfahrungen haben die Kolleg*innen aus dem In­ und Ausland in aktuellen Projekten gemacht?

Hierbei ist die zugrundeliegende Annahme, die, das Theater als soziale Kunstform ist im Besonderen dafür geeignet, der aufkommenden Intoleranz, der Ausgrenzung und dem Rassismus demokratische Positionen entgegenzusetzen. So ist in der theaterpädagogisch orientierten Theaterarbeit sind psychosoziale Fähigkeiten wie Offenheit gegenüber den Mitspieler*innen, Vertrauen, Achtsamkeit, Diskursfähigkeit und Ambiguitätstoleranz unerlässliche Grundpfeiler, die sich in Theaterprozessen ständig weiterentwickeln können. Wenn ihnen dafür kreative Räume gegeben werden, können Jugendliche und junge Erwachsene das Medium »Theater« zur Darstellung ihrer gesellschaftlichen Anliegen und politischen Anmerkungen nutzen, ihre »Sicht auf die Welt« auf besonders eindrückliche Weise artikulieren und die künstlerische Gestaltung selber prägen.

Das geplante Symposium möchte ein Forum für Fachkräfte des Theaters/der Kulturellen Jugendbildung sein, um Richtungen und Standpunkte der Theater­ und Dramapädagogik in Europa zu diesen Fragen zu veranschaulichen und zu diskutieren. Ausgehend von der Überzeugung, dass es wertvoll ist, in freien und offenen europäischen Gesellschaften zu leben, sollen Bildungswege und Arbeitsweisen erörtert werden, die Diversität wertschätzen und pluralistische Lebensformen unterstützen, in denen Einheimische, Geflüchtete und Migranten fruchtbar, gewinnbringend und voneinander lernend kommunizieren und gemeinsam Neues erschaffen können.

In Kooperation mit dem Institut für Theaterpädagogik der Hochschule Osnabrück, dem Agora Theater (St. Vith/Belgien) und dem National Center of Competence Austria.

 

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