UTOPIA.JETZT: Der Bundeskongress der freien darstellenden Künste eröffnet

Kongressauftakt war auch 30. Geburtstag des BFDK + Glückwunsche und Reden u. a. von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und dem Berliner Kultursenator Klaus Lederer 

Am 16. Januar 2020 eröffnete der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) seinen Bundeskongress im HAU Hebbel am Ufer und feierte in diesem Kontext sein 30jähriges Verbandsjubiläum. Reden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, dem Berliner Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, der Gastgeberin Annemie Vanackere und der Vorstandsvorsitzenden des BFDK Janina Benduski und der Jubiläumsakt bilden den Auftakt eines Kongresses, der in den kommenden Tagen rund 600 Teilnehmende zu Diskussionen rund um die freien darstellenden Künste einlädt.

Mit utopischen Ideen und Visionen für die Zukunft begann der Kongress UTOPIA.JETZT, der mit über 60 Veranstaltungen und 89 Referent*innen ein geballtes Programm zu gegenwärtigen Fragestellungen und Themen der freien darstellenden Künste vereint und rund 600 Teilnehmer*innen aus dem In- und Ausland zu Diskussion und Austausch einlädt.

Im Anschluss an den Eröffnungsakt des Kongresses folgte die Feier des 30jährigen Verbandsjubiläums. 

Dazu Janina Benduski, Vorstandsvorsitzende des BFDK: »Mit dem Bundeskongress wollen wir Raum bieten für Verständigung über die aktuellen Fragestellungen der freien darstellenden Künste. Wir wünschen uns, gemeinsam zu denken, zu streiten, tätig zu werden und die Handlungsstränge des Bundesverbands für die Zukunft zu bestimmen. Wir freuen uns auf die vor uns liegenden vier Tage Bundeskongress und ihr utopisches Potential und wollen dieses nutzen - solidarisch, gemeinsam, frei.«

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, betonte in ihrer Rede: »Eine humane Gesellschaft lebt von Utopie und Demokratie: vom Utopischen, weil darin das Mögliche sichtbar wird; von der Demokratie, weil Verständigung und Kompromissbereitschaft Freiheit und Frieden in Vielfalt garantieren. In diesem Sinne hat sich der BFDK in den vergangenen 30 Jahren engagiert: als starke Stimme der freien darstellenden Künste auf der politischen Bühne und als beherzter Streiter für bessere Rahmenbedingungen. Davon haben nicht nur Künstlerinnen und Künstler profitiert; es ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft insgesamt. Nicht zuletzt dank erheblicher Unterstützung des Bundes haben sich die freien darstellenden Künste mehr Sichtbarkeit und Gehör verschafft. Ich wünsche mir, dass der BFDK diesen erfolgreichen Weg weitergeht.«

Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa in Berlin sagte beim Eröffnungsakt: »Die Regierung Berlins hat sich im Koalitionsvertrag viel vorgenommen – das weltoffene, solidarische Berlin soll eine lebenswerte Stadt für alle bleiben; gearbeitet wird an vielen Maßnahmen, Investitionen in den Erhalt und die Weiterentwicklung des gesellschaftlichen Zusammenlebens und Stärkung der Vielfalt. Als Bürgermeister von Berlin und Kultursenator sind dies für mich die Themen, die weiterverfolgt, dazu kühner gedacht und letztlich realisiert werden müssen. Ich tue nach Kräften und von Herzen, was ich kann, um Berlins Kultur in Breite und Vielfalt zu erhalten. - Ja, sogar auszubauen, wo es möglich ist und uns gelingt. Denn natürlich spielt die Kulturlandschaft Berlins eine zentrale Rolle für die immer noch lebenswerte Metropole Berlin.«

Die Geschäftsführerin und Intendantin des HAU Hebbel am Ufer, Annemie Vanackere, als Gastgeberin des Eröffnungsaktes UTOPIA.JETZT betonte:
»Jetzt ist die Zeit, die Kräfte zu stärken, die wir brauchen, um uns Zukunft eben auch anders und besser vorstellen zu können: die Künstler*innen, die mit ihren Arbeiten Möglichkeitsräume eröffnen. Und die Orte, wo sie dies ausprobieren, produzieren und teilen können – mit anderen, die neugierig sind, einem ebenso offenen wie kritischen Publikum, das nicht müde wird, sich darauf einzulassen. Orte, die von einer starken lokalen Verankerung ausgehend auch internationale Perspektiven einbeziehen, die Solidarität zeigen, die nicht vor Landesgrenzen halt macht. In der Praxis. Damit die Utopie nicht Illusion wird. «

Der BFDK ist der Bundesverband der freien darstellenden Künste, einer der beiden tragenden Säulen der bundesdeutschen Theaterlandschaft. 1990 als Bundesverband Freier Theater gegründet, gehört er zu den großen Theaterverbänden Deutschlands. Als Dachverband der 16 Landesverbände und vierer assoziierter Verbände, vertritt er auf Bundesebene die Interessen seiner über 2.300 Mitglieder. Ob Theater- und Tanzhäuser, Kollektive oder Einzelakteur*innen: Insgesamt repräsentiert der BFDK rund 25.000 Theater- und Tanzschaffende in Deutschland. 

www.utopia-jetzt.de
www.darstellende-kuenste.de
    

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