Deutsch-Französische Bürgerfonds: Projektanträge gesucht

Der neu gegründete Deutsch-Französische Bürgerfonds unterstützt Projekte aus der Zivilgesellschaft dies- und jenseits des Rheins mit Zuschüssen von bis zu 50.000 Euro oder sogar darüber hinaus. Vereine, Stiftungen, Bürgerinitiativen u. a. aus Bereichen wie Kultur, Sport oder Umweltschutz können das ganze Jahr über online Förderanträge stellen.

Bürgerschaftliches Engagement schafft gesellschaftlichen Zusammenhalt und Wandel, es überliefert Geschichte und Kultur, es findet Antworten auf Herausforderungen wie Klimawandel oder Digitalisierung. Und warum sollte das nur innerhalb geografischer Landesgrenzen gelten?

In Deutschland sind über 30 Millionen Menschen ehrenamtlich engagiert und auch Frankreich hat eine starke Zivilgesellschaft – 20 Millionen Menschen üben dort ein Ehrenamt aus. Dies- und jenseits des Rheins gibt es also ein enormes Potenzial, um gemeinsam etwas zu bewegen.

Genau das ist das Ziel des Deutsch-Französichen Bürgerfonds, der Akteure der Zivilgesellschaft mit einem Jahresbudget von 2,4 Millionen Euro fördert:

In 4 Förderkategorien vergibt er kleine Finanzspritzen bis zu 5.000 €, größere Beträge von bis zu 10.000 € bzw. 50.000 € und für Leuchtturmprojekte sogar Summen von mehr als 50.000 €. Förderanträge werden einfach online gestellt.

Der Deutsch-Französische Bürgerfonds berät, vernetzt und finanziert Projekte, die die deutsch-französische Freundschaft und Europa in der Breite der Bevölkerung erlebbar machen. Er fördert eine Vielzahl an Formaten und Themen, ist niedrigschwellig und steht allen Akteuren der Zivilgesellschaft offen – jenen, die bereits deutsch-französisch aktiv sind, aber auch und gerade jenen, die noch nie mit Partnerorganisationen im anderen Land zusammengearbeitet haben.

Der Bürgerfonds geht auf den im Jahr 2019 zwischen Deutschland und Frankreich geschlossenen Vertrag von Aachen zurück und wurde im April 2020 errichtet. Er wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) umgesetzt und wird zu gleichen Teilen von der Bundesregierung und der französischen Regierung finanziert.

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