Hilfsprogramm Tanz: Antragstellung ab sofort möglich

Die gemeinnützige Kulturorganisation DIEHL+RITTER, der Dachverband Tanz Deutschland e. V.  und JOINT ADVENTURES / NATIONALES PERFORMANCE NETZ sind mit ihrer gemeinsam entwickelten und koordinierten Bundestanzförderung Teil des Rettungs- und Zukunftsprogramms Neustart Kultur der Beauftragten der Bunderegierung für Kultur und Medien (BKM). Das Hilfsprogramm für die deutsche Tanzszene in Höhe von 20 Millionen Euro ist mit den laufenden und neuen Förderinitiativen des Bundes und der Länder so abgestimmt, dass die Programme einander ergänzen, aber Überkompensationen vermieden werden.

Dabei zielt es auf die Stärkung der Strukturen im nicht überwiegend aus öffentlichen Mitteln getragenen Tanzsektor, ermöglicht kreatives Produzieren auch außerhalb der bisherigen Theaterräume und unterstützt Tanzschaffende unmittelbar. Das Konzept sieht die Umsetzung von drei Säulen vor:

  • TANZPAKT RECONNECT zur Stärkung und Zukunftssicherung von Tanzstrukturen
  • DIS-TANZEN als Förderprogramm für soloselbständige Tanzschaffende und als Impulsförderung für Tanzschulen und Tanzpädagogik in kulturellenEinrichtungen
  • NPN–STEPPING OUT zur Förderung der Entwicklung, Produktion und Distribution von Tanz in neuen Räumen

Antragsteller*innen können sich mit einem identischen Vorhaben nur bei einem der Programme um Förderung bewerben.

Mit der Sonderausschreibung TANZPAKT RECONNECT unterstützt DIEHL+RITTER in Referenz zu den Kriterien und Förderschwerpunkten von TANZPAKT Stadt-Land-Bund, jedoch mit erleichtertenAntragsbedingungen, den Erhalt und die Stärkung der Strukturen für professionelles Arbeiten imTanz, die aufgrund der Corona Krise geschwächt wurden. Ziel des mit insgesamt rund 6 Mio. Euro ausgestatteten Notfallprogramms ist der Ausbau der erforderlichen Rahmenbedingungen für dieWeiterentwicklung künstlerischer Qualität, die Schaffung von Planungssicherheit und die Erreichungnachhaltiger Synergieeffekte. Somit soll sichergestellt werden, dass der Tanz in der Krise und über sie hinaus in unserer Gesellschaft wirksam bleibt. Die kulturpolitische Begleitung erfolgt durch denDachverband Tanz Deutschland.

Antragsberechtigt sind Künstler*innen, Ensembles, Kollektive, Produktionszentren, Spielstätten,Festivals, Archive, Produktionsbüros und Tanznetzwerke. Die einmalige Antragsfrist endet am 15. September 2020. Detaillierte Informationen zumProgramm TANZPAKT RECONNECT sowie alle Unterlagen für die Antragstellung stehen auf www.diehl-ritter.de zur Verfügung. Kontakt und Beratung unter:+49 3081828234; reconnect@diehl-ritter.de

Mit dem zweiteiligen Hilfsprogramm DIS-TANZEN – einem Förderprogramm für soloselbständige Tanzschaffende (DIS-TANZ-SOLO) und der Impulsförderung für Tanzschulen und Tanzpädagogik inkulturellen Einrichtungen (DIS-TANZ-IMPULS) – unterstützt der Dachverband Tanz Deutschland e. V. den Wiederbeginn künstlerischer und tanzpädagogischer Tätigkeit. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Entwicklung und Erprobung neuer Formen des künstlerischen und tanzpädagogischen bzw. tanzvermittelnden Arbeitens gelegt. Ziel von DIS-TANZEN ist es, die einzelnen Akteur*innen des Tanzes in der Zukunft zu stärken und innovative Beispiele sowie Modelle für die gesamte Tanzszene entstehen zu lassen. Im Rahmen von DIS-TANZEN stehen Bundesmittel in Höhe von rund 10 Mio. Euro zur Verfügung.

Antragsberechtigt sind soloselbständige Tanzschaffende (DIS-TANZ-SOLO) sowie Tanzschulen und kulturelle Einrichtungen mit tanzpädagogischem Angebot (DIS-TANZ-IMPULS). Es wird mehrere Ausschreibungsrunden geben: 1. Antragsfrist für DIS-TANZ-SOLO am 24. August 2020 und für DIS-TANZ-IMPULS am 7. September 2020 sowie weitere noch bekannt zu gebende Fristen. Weitere Informationen zum Programm DIS-TANZEN sowie alle Unterlagen für die Antragstellung stehen auf www.dis-tanzen.de zur Verfügung. Kontakt und Beratung unter: DIS-TANZ-SOLO: +49 3058 63 75 00 DIS-TANZ-IMPULS: +49 30 58 63 67 15, dis-tanzen@dachverband-tanz.de

Mit dem Modul NPN-STEPPING OUT im Rahmen des NATIONALEN PERFORMANCE NETZ sollen nicht-theatrale, analoge, mediale und digitale öffentlichen Räume, sowie noch neu zu denkende oder zu erfindende performative Szenenflächen und Aktionsfelder für den Tanz (neu) erschlossen werden, um die durch die Corona-Pandemie eingeschränkten Präsentationswege für den Tanz zu erweitern und damit künstlerische Praxis und Beschäftigung wieder zu ermöglichen. Als mögliche Forschungsrichtungen dienen die Begriffe der Liveness und der Interaktion, die genuin die Kunstform Tanz bestimmen und ihre Realisierung wie Befragung im analogen, medialen und digitalen Raum.

Die nächste Vergabe folgt zum 15.09.2020. Kontakt und Beratung: Charlotte Wagner, +49 89 189 31 37 50, steppingout@jointadventures.net

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