Solidarität in Zeiten von Corona: Eine Übersicht von aktuell laufenden Petitionen und Offenen Briefen

Die aktuellen Ereignisse fordern unsere Anteilnahme und Solidarität. Den BFDK erreichen stetig Aufrufe, Petitionen und Offene Briefe, die wir hier gerne mit Euch teilen wollen. Wer weitere Aktionen kennt, sagt gerne Bescheid unter post@darstellende-kuenste.de. Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Modedesignerin und Kleinunternehmerin Tonia Merz hat eine Petition bei change.org zur Auszahlung eines bedingungslosen Grundeinkommens für die begrenzte Dauer von sechs Monaten gestartet. Diesem Aufruf haben sich der Deutsche Musikrat, der Deutsche Tonkünstlerverband sowie die Deutsche Jazzunion angeschlossen. Bislang haben über 350.000 Menschen diese Forderung unterstützt. Die Petition kann hier gezeichnet werden: https://www.change.org/p/finanzminister-olaf-scholz-und-wirtschaftsminister-peter-altmaier-mit-dem-bedingungslosen-grundeinkommen-durch-die-coronakrise-coronavirusde-olafscholz-peteraltmaier

In einem aktuellen offenen Brief fordern 700 Kulturschaffende die Bundesregierung auf, Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen und die Missstände an der griechisch-türkischen Grenze zu bekämpfen. Auch angesichts des Aufnahmestopps für Geflüchtete, der wegen der Corona-Krise verhängt worden ist, so die Initiatorin Rebecca Maria Salentin, sei die Initiative sinnvoll: »Schwenkt die Bundesregierung auf unsere Forderung ein, kann die Zeit der Einschränkungen, die das Corona-Virus verursacht, genutzt werden, humanitäre Maßnahmen vorzubereiten.« Der offene Brief und die Liste der Unterzeichner*innen findet sich hier: www.freitag.de/autoren/der-freitag/helft-menschen-in-not.

change.org hat bereits eine groß angelegte europaweite Petition gestartet: Unter dem Motto #LeaveNoOneBehind: Jetzt die Corona-Katastrophe verhindern - auch an den Außengrenzen! werden die EU-Kommission und die EU-Regierungen aufgefordert, sofort eine Evakuierung der überfüllten Flüchtlingslager in Griechenland und anderswo durchzuführen und eine Unterbringung an Orten zu ermöglichen, in denen Menschen vor dem Virus geschützt sind. Notwendige Quarantäne- und Schutzmaßnahmen vor Corona sollten überall umgesetzt werden um eine exponentielle Ausbreitung des Virus zu verhindern. Auch in Flüchtlingslagern! Weiterhin werden die Sicherstellung des Zugang zu Asylverfahren und die Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit angemahnt: https://www.change.org/p/alle-menschen-leavenoonebehind-jetzt-die-corona-katastrophe-verhindern-auch-an-den-au%C3%9Fengrenzen

Am 20. März 2020 hat sich Culture Action Europe, das Netzwerk der europäischen Kultur-Netzwerke, an die Europäische Kommission und den Kulturausschuss des Europäischen Parlaments gewandt. Neben Warnungen vor der Übernahme kriegerischer Redewendungen wie »unsichtbarer Feind« und der »Abschottung der Festung Europa«, ruft Culture Action Europe dazu auf, die europäische Zusammenarbeit und damit auch z. B. die europäischen Kohäsionsfonds gerade in der aktuellen Situation deutlich zu stärken. Zur Rettung der europäischen Kulturlandschaft werden die Mitgliedsstaaten zudem zu entschlossenen Notfall-Maßnahmen aufgerufen und die Europäische Kommission dazu, die europäische Wirtschaftshilfe auch für Kunst und Kultur zu öffnen. Zu finden ist der gesamte offene Brief derzeit nur auf englisch unter: www.cultureactioneurope.org/news/remaining-together-in-times-of-crisis.

In einem Solidaritätsappell hat eine Initiative einen Aufruf an Inhaber*innen von Karten abgesagter Kulturveranstaltungen veröffentlicht. Darin werden diejenigen, denen es finanziell möglich ist, gebeten, auf eine Rückerstattung des Geldes für diese Karten zu verzichten: www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=17799:meinekartemeinebuehne-solidaritaetsappell-an-karteninhaber-innen-abgesagter-kulturveranstaktungen&catid=101&Itemid=84.

 

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