EU 2021-2027: Kulturverbände fordern angemessene Ausstattung für die Kultur

Im Vorfeld der Sondertagung des Europäischen Rates am 20. Februar 2020 und aus Anlass des #ActforCulture Action Day am 17. Februar 2020 haben acht Kulturorganisationen in Deutschland, koordiniert durch den European Music Council, einen Aufruf an Kulturstaatsministerin Grütters, an Bundesfinanzminister Scholz und an Staatsminister Roth vom Auswärtigen Amt gerichtet. Auch das ITI und die IGBK als Mitglieder des Europasekretariats Deutscher Kultur NGOs unterzeichneten den Aufruf.

Der Aufruf plädiert für eine angemessene Ausstattung für die Kultur in den zukünftigen Förderprogrammen der EU ab 2021: Die Vorschläge der finnischen Ratspräsidentschaft und der neue Vorschlag von EU‐Ratspräsident Charles Michel für den neuen Mehrjährigen Finanzrahmen der EU 2021-2027 sehen grundsätzlich geringere Mittel der Mitgliedstaaten für den EU‐Haushalt vor, beiden Vorschlägen fehlt jedoch eine Übersetzung der Kürzungen für die kleineren Programme, wie z. B. Kreatives Europa.

Die Unterzeichnenden fordern dazu auf, sich für ein starkes EU-Budget für Kultur einzusetzen – trotz der allgemeinen Kürzungen. Mit einem Anteil von nur 0,15% am Gesamt‐EU‐Haushalt bietet das Programm Kreatives Europa kein wirkliches Einsparpotenzial, im Gegenzug jedoch kann mit der vom Europaparlament geforderten Verdopplung kulturelle Teilhabe mit einem echten europäischen Mehrwert gestärkt werden und die EU als gemeinsames Projekt erlebbar gemacht werden.

Bereits in 2018, als erste Entwürfe zum neuen Mehrjährigen Finanzrahmen der EU 2021-2027 bekannt wurden, hatten die Verbände einen Appell an die politischen Entscheidungsträger*innen gerichtet, der zu einer Verdoppelung des Budgets des Programms Kreatives Europa 2021-2027 gegenüber der laufenden Förderperiode aufrief und sich mit der europaweiten 1%-Kampagne von Culture Action Europe solidarisierte.

Quelle: http://eusec-culture-ngos.iti-germany.de/de/

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