Erstes Sondierungsgespräch zur Stärkung des europäischen Theatersektors

Von 2021 bieten, neben dem EU-Programm »Creative Europe«, erstmals auch andere EU-Förderprogramme Kofinanzierung von Vorhaben aus dem Kulturbereich an. Dann können Kulturprojekte beispielsweise zusätzliche Gelder aus den Programmen für Bildung, Regionalentwicklung oder Umwelt beantragen. Das kündigte die Leiterin des EU-Förderprogramms »Creative Europe«, Barbara Gessler, im Rahmen eines ersten Sondierungsgesprächs zur Stärkung des europäischen Theatersektors an. Ende November 2019 kamen dafür Vertreter*innen von Theaternetzwerken und -organisationen sowie der EU-Kommission in Brüssel zusammen.

Uneinheitliche und für die internationale Zusammenarbeit im Theatersektor z. T. schlecht adaptierbare gesetzliche Regelwerke sowohl auf diversen nationalen wie auch auf europäischer Ebene (Besteuerungen, Sozialversicherungen, Zölle und Transportbestimmungen, Visa- und Urheberrechtsregelungen), wurden als wesentliche Herausforderungen und Hemmnisse benannt, die auch der globalen Wahrnehmung des Theatersektors als gesamteuropäisches Kulturgut entgegenstehen.

Themen wie Audience Development, Möglichkeiten der Werbung und des Exports für Theaterproduktionen aus Europa, Verbesserung der Datenlage für vergleichende Studien, Aus- und Weiterbildung, Digitalisierung, aber auch die Schaffung eines Europäischen Theaterforums sowie die Neuauflage des Europäischen Theaterpreises, stehen auf der Agenda für ein Nachfolgetreffen, das für April kommenden Jahres vorgesehen ist.

Das deutsche ITI-Zentrum, Mitos21 und European Theatre Convention (ETC) haben eine enge Kooperation für die Entwicklung weiterer Themenschwerpunkte zur Vorbereitung künftiger Treffen vereinbart, von denen eines bei Theater der Welt Mai 2020 in Düsseldorf stattfinden soll.

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