FREO e. V. veröffentlicht Studie zur Entwicklung der deutschen Orchesterlandschaft seit 1900

Die Studie »Die deutsche Orchesterlandschaft: Kulturförderung, Interessenorganisation und Arbeitsbedingungen seit 1900«, eine wissenschaftliche Abhandlung des Historikers PD Dr. Martin Rempe, setzt sich mit der Entstehung, Entwicklung und Segmentierung der Orchesterlandschaft in Deutschland auseinander. Letzteres lässt sich auf die Entwicklung der Kulturförderung und der Interessenorganisation von Berufsmusiker*innen zurückführen und wirkt sich bis heute auf die Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Bereichen aus.

Die Studie, im Auftrag von FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e. V. entstanden, liefert eine historisch basierte Erklärung für die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, unter denen freie Ensembles und Orchester heute ihrer Arbeit nachgehen. Weiterhin zeigt sie den Einfluss von Interessenvertretungen auf die Entwicklung, Verstetigung und Priorisierung von Strukturen auf. Der Autor konkludiert: »Im Berufsfeld der ausübenden Musiker*innen hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts eine Zweiklassengesellschaft zwischen abhängig Beschäftigten und Freischaffenden herausgebildet.«

Die Abhandlung basiert auf Martin Rempes langjährigen Forschungen zur Sozial- und Kulturgeschichte des Musikerberufs in Deutschland. Deren Ergebnisse sind kürzlich unter dem Titel »Kunst, Spiel, Arbeit. Musikerleben in Deutschland, 1850-1960« bei Vandenhoeck & Ruprecht erschienen.

Die vorliegende Studie bildet den Auftakt einer Schriftenreihe, in der sich FREO e. V. in Zukunft intensiv der Erforschung der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie der Arbeitsrealitäten und Existenzbedingungen der freien Ensembles und Orchester in Deutschland widmen wird. 

Sie steht online auf der Website des FREO e. V. unter https://freo.online/downloads zum Download zur Verfügung.

Eine gedruckte Ausgabe kann unter Angabe der Adresse für den Postversand über info@freo.online direkt beim FREO e. V. angefordert werden (Schutzgebühr 5 Euro).

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