Bundeskulturhaushalt wächst 2019 auf 1,9 Milliarden Euro

Im 20. Jahr des Amtes der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) wächst der Gesamthaushalt für Kultur und Medien nach der entscheidenden Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages für das Jahr 2019 auf gut 1,9 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von fast 140 Millionen Euro gegenüber dem erst im Sommer beschlossenen Haushalt 2018.

Nachhaltige Investitionen in die kulturelle Substanz machen dabei einen bedeutenden Teil der Zuwächse des Kulturhaushalts aus. Diese kommen Kulturstätten in ganz Deutschland zugute - etwa dem Lindenau-Museum in Altenburg, dem Buddenbrookhaus in Lübeck. Historische Bauten wie das Kloster St. Michael in Bamberg werden ebenso gefördert wie Gedenk- und Erinnerungsstätten. Bis zu 40 Millionen Euro stehen für Denkmalschutzmaßnahmen im gesamten Bundesgebiet zur Verfügung. Außerdem profitieren unter anderem folgende Projekte und Einrichtungen: Bis zu 1,5 Millionen Euro stehen nun für die Förderung der kulturellen Vielfalt unabhängiger Verlage zur Verfügung. Damit ist der Weg frei für den Deutschen Verlagspreis, der die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung der unabhängigen Verlage überall in Deutschland stärken und sichtbarer machen soll. Für die Digitalisierung im Bereich Kultur und Medien, die ein Kernthema der Bundesregierung in der neuen Legislaturperiode darstellt, stehen Mittel in Höhe von bis zu 3,5 Millionen Euro zusätzlich im Kulturetat zur Verfügung.

Die Mittel für den German Motion Picture Fund und damit die Bundesförderung von High-End-Serien, der mit dem Haushalt 2018 in die Zuständigkeit der BKM gewechselt ist, steigen im nächsten Jahr um 5 Millionen Euro auf bis zu 15 Millionen Euro. Zur Umsetzung des im Koalitionsvertrag vereinbarten Zukunftsprogramms Kino, mit dem der Kulturort Kino und der anspruchsvolle Kinofilm gerade auch außerhalb der Ballungsgebiete erhalten und gestärkt werden sollen, sind in der Anlaufphase zunächst bis zu 2 Millionen Euro vorgesehen.

Für Maßnahmen insbesondere der Künstler- und Infrastrukturförderung sowie Erneuerungs- und Sanierungsbedarfe bei Livemusikclubs im Rahmen der Initiative Musik stehen 2019 zusätzliche Mittel und damit nun insgesamt bis zu 13 Millionen Euro zur Verfügung.

Bis zu 3,5 Millionen Euro zusätzlich können im kommenden Jahr für die Rettung schriftlichen Kulturgutes eingesetzt werden, das in seiner Substanz gefährdet ist und daher dringender Erhaltungsmaßnahmen bedarf. Damit stehen hierfür 2019 insgesamt 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Bei dem Programm ist es erforderlich, dass die jeweiligen Länder die geförderten Projekte mitfinanzieren.

Vom Bund geförderte Einrichtungen und Aufgaben im Gedenk- und Erinnerungsbereich erhalten rund 3,5 Millionen Euro zusätzlich.

Die nun beschlossenen Steigerungen treten zu Aufwüchsen hinzu, die bereits im Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2019 vorgesehen waren. 

Das Haushaltsgesetz tritt voraussichtlich zum 1. Januar 2019 in Kraft.

www.bundesregierung.de

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