Nachrichten

Wer macht sich stark für die Belange der Freien Tanz- und Theaterschaffenden? Welche Änderungen gibt es bei der GEMA? Wie kooperieren die Verbände untereinander? Aktuelle Nachrichten für Interessierte!

NRW Landesbüro freie darstellende Künste: Leitfaden »Selbstständigkeit in den freien darstellenden Künsten« von Alexa Jünkering

Egal, ob es um die passende Rechtsform, Steuerfragen, Anstellungsverhältnisse oder die Organisation der eigenen Buchführung geht: Seit Einführung der weiterkommen!-Einzelcoachings des NRW Landesbüro freie darstellende Künste nutzen besonders viele Akteur*innen das Angebot von Alexa Jünkering, Beraterin für Selbstständige und Gründer*innen. Aufgrund der anhaltend starken Nachfrage wurde sie vom Landesbüro damit beauftragt, die am häufigsten gestellten Fragen aus knapp drei Jahren Einzelcoachings zu bündeln. Herausgekommen ist ein knapp 40-seitiger Wissensschatz, der neben klaren Antworten auch Excel-Tools und Checklisten für die eigene Arbeit enthält.

Touring Artists: Umsatzsteuer bei Auslandsgeschäften

Wenn Künstler*innen und Kreative international arbeiten, sehen sie sich mit der Frage konfrontiert, bei welchen Tätigkeiten sie in welchem Land Umsatzsteuer abführen müssen. Aber auch diejenigen, die Künstler*innen einladen, sie beauftragen und mit ihnen zusammenarbeiten (bspw. Veranstalter*innen, andere Künstler*innen, Kund*innen, Auftraggeber*innen) müssen sich häufig mit Fragen zur Abführung der Umsatzsteuer beschäftigen.

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Urteil zu Scheinselbständigkeit von Schauspieler*innen

Das Sozialgericht Gotha hat mit Urteil vom 08.11.2019 beschlossen, dass es sich bei dem Vertrag zwischen dem Theater und der Schauspielerin nicht um ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis handelt. Die Krankenkasse hatte ein Theater verklagt, weil es die Auffassung vertrat, dass das Theater die Schauspielerin hätte anstellen müssen. Das Gericht hat beschlossen, dass die Schauspielerin nicht anzustellen war, sondern dass es sich entgegen der Auffassung der Krankenkasse um eine freie Mitarbeiterin handelte. Die Kanzlei Laaser hat das Verfahren in Kooperation mit Rechtsanwalt von Brescius geführt.

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Aberkennung der Gemeinnützigkeit als Bedrohung für kulturpolitische Organisationen

Als erste bundesweit agierende kulturpolitische Organisation ist die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V. der Allianz Rechtssicherheit für politische Willensbildung e. V. beigetreten. Mehr als 150 Vereine und Stiftungen haben sich bisher zusammengeschlossen, um die Gemeinnützigkeit für Organisationen der Zivilgesellschaft zu sichern, die Beiträge zur politischen Willensbildung leisten.

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EU 2021-2027: Kulturverbände fordern angemessene Ausstattung für die Kultur

Im Vorfeld der Sondertagung des Europäischen Rates am 20. Februar 2020 und aus Anlass des #ActforCulture Action Day am 17. Februar 2020 haben acht Kulturorganisationen in Deutschland, koordiniert durch den European Music Council, einen Aufruf an Kulturstaatsministerin Grütters, an Bundesfinanzminister Scholz und an Staatsminister Roth vom Auswärtigen Amt gerichtet. Auch das ITI und die IGBK als Mitglieder des Europasekretariats Deutscher Kultur NGOs unterzeichneten den Aufruf.

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Shahid Nadeem: Botschafter zum Welttheatertag 2020

Der ITI-Weltverband hat jetzt den pakistanischen Schriftsteller und Dramatiker Shahid Nadeem als Botschafter zum Welttheatertag 2020 ausgewählt. Der 1947 in Kaschmir geborene und in Pakistan aufgewachsene Shahid Nadeem gilt als bekanntester Dramatiker des Landes und setzt sich mit den Mitteln des Theaters auch für den Frieden in der umkämpften Region Kaschmir ein. 
Mit seiner vor 36 Jahren gegründeten Theatergruppe Ajoka balanciert Nadeem auf dem schmalen Grat »zwischen zu bewältigenden Herausforderungen, aufzudeckenden Widersprüchen und zu unterwandernden Zuständen.«

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Die freien darstellenden Künste in Thüringen brauchen Planungssicherheit

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) begrüßt, dass es in Thüringen endlich gelungen ist, die Arbeitsfähigkeit des Landtages wiederherzustellen — auf der Grundlage von demokratischen Mehrheiten jenseits von rechtsnationalem und rassistischem Denken. Gemeinsam mit dem Thüringer Theaterverband fordert der BFDK die Parteien des Landtages auf, auch unter den Bedingungen einer Minder­heitsregierung dafür Sorge zu tragen, dass die künstle­rische und kult­relle Vielfalt, dass Zu­sam­menhalt, Toleranz und die Freiheit der Künste nicht in Frage gestellt werden.

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Pro Quote Bühne: Aufruf »Das Schweigen brechen«

Was zeichnet eine gute Regie aus? Und was bedeuten künstlerische Differenzen am Theater? Pro Quote Bühne sammelt aktuell Berichte von Regisseurinnen*, die Erfahrungen damit gemacht haben, dass Theaterleitungen ungefragt in ihre künstlerische Arbeit eingreifen – und die Inszenierung eigenmächtig verändern oder gar absetzen. Das Netzwerk wünscht sich einen öffentlichen Diskurs darüber, wer die Entscheidungshoheit über ein künstlerisches Werk am Theater hat, denn bisher redet niemand gerne darüber, wenn eine Inszenierung abgesetzt wird. Die Häuser »regeln das intern«, doch was ist mit den betroffenen Regisseurinnen*? Wem teilen sie sich mit?

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Masterplan Figurentheater

Für einen Masterplan Figurentheater, initiiert vom Deutschen Forum für Figurentheater (dfp), haben sich die Vertreter*innen der drei bundesweit aktiven Organisationen des Figurentheaters – UNIMA, VDP und dfp – zu gemeinsamen Arbeitsrunden in Northeim, Hamburg und zuletzt in Bad Liebenwerda zusammengefunden. Annette Dabs gibt einen Einblick über den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen.

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Kulturstiftung des Bundes: Leitfaden für nachhaltiges Produzieren im Kulturbereich

Was kann man im Kulturbereich tun, um öffentliche Mittel umweltgerecht einzusetzen? Was ist im Rahmen des Zuwendungsrechts erlaubt? Die Kulturstiftung des Bundes hat zu diesen Fragen einen neuen Leitfaden entwickelt. Er hilft ganz praktisch bei der Umsetzung von Projekten und will darüber hinaus Impulse für eine umweltgerechte Transformation von Organisationen vermitteln. Der Kompass für ökologisch nachhaltiges Produzieren im Kulturbereich gibt Informationen zu Themen wie Mobilität, Beschaffung und Vergabe oder Kommunikation und stellt die wichtigsten Links zusammen.

kubi – Magazin für Kulturelle Bildung: Kulturelle Bildung und ländlicher Raum

Brachen und Natur, Tradition und Ehrenamt, kein Internet und ÖPNV, Überalterung und Familienidylle: Die Bilder in unseren Köpfen sind vielfältig, das Land dabei im Vergleich zur »Stadt« oft vom Mangel geprägt. Doch stimmen diese Bilder? Und was braucht Jugend auf dem Land wirklich? Eine Praxisreportage über das KREML Kulturhaus zeigt wie junge Künstler*innen und Artist*innen auf halber Strecke zwischen Limburg und Wiesbaden noch jedes Hindernis überwinden. Mit der aktuellen Ausgabe des Magazins für Kulturelle Bildung, fächert die BKJ auf, welche Formen und Bedeutung Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen haben kann – und wo sie ihre Grenzen hat.

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