Nachrichten

Wer macht sich stark für die Belange der Freien Tanz- und Theaterschaffenden? Welche Änderungen gibt es bei der GEMA? Wie kooperieren die Verbände untereinander? Aktuelle Nachrichten für Interessierte!

Schauspieler*innen können eventuell nach § 4 Nr. 20 a UStG von der Umsatzsteuer befreit werden

Wenn Schauspieler*innen selbständig tätige Unternehmer*innen sind und ihr Vorjahresumsatz (nicht Gewinn) 17.500 Euro übersteigt, müssen sie Umsatzsteuer abführen. Das Umsatzsteuerrecht sieht allerdings verschiedene Ausnahmen vor. Gem. § 4 Nr. 20 a UStG sind Umsätze bestimmter öffentlicher Einrichtungen, die kulturelle Aufgaben wie Theater, Orchester etc. wahrnehmen, umsatzsteuerfrei. Kulturbehörden der Bundesländer können sogenannten gleichartigen Einrichtungen bescheinigen, dass sie ebenfalls kulturelle Aufgaben wahrnehmen. In der Folge müssen auch diese keine Umsatzsteuer abführen.

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Brüsseler Erklärung - für die Freiheit der Kunst

Am vergangenen Freitag, den 13.07.2018, wurde die »Brüsseler Erklärung – Für die Freiheit der Kunst« auf der Petionsplattform change.org veröffentlicht. Die Initiator*innen sind die Abgeordneten der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Claudia Roth, MdB und Erhard Grundl, MdB. Zu den Erstunterzeichner*innen gehören Shermin Langhoff, Matthias Lilienthal, Olaf Zimmermann und viele andere namenhafte Vertreter*innen der Kunst- und Kulturszene. 

Die Petition kritisiert die Bestrebungen rechtsnationaler Regierungen in Österreich, Ungarn und Polen den Kulturbereich für ihre Zwecke einzuspannen. 

Theaterpreis für das Lichthof Theater

Das Hamburger Lichthof Theater wurde Anfang Juli mit dem Barbara Kisseler Theaterpreis ausgezeichnet. In der Begründung heißt es: „Das Team des LICHTHOF Theaters hat auch in diesem Jahr Denk- und Entwicklungsraum für thematisch und formal außergewöhnliche Projekte geschaffen. In den herausragenden Produktionen ‚Söhne‘, ‚Schwester Richmute‘ und ‚Staging Democracy‘ zeigt sich ein wahrhaft künstlerischer Geist, der sich nur entfalten kann, wo Vertrauen herrscht. So entsteht Neues und nur so entsteht Kunst.“

Mehr Info hier.

Aktualisierung der Honoraruntergrenzen-Empfehlung

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) hat im Oktober 2015 seine Empfehlung zu einer Honoraruntergrenze (HUG) für freiberufliche Tanz- und Theaterschaffende ausgesprochen. Diese wurde erstmals im März 2017 und erneut im Juni 2018 aktualisiert. Demnach soll das Mindesthonorar für die Berufsgruppe mit Versicherungspflicht in der Künstlersozialkasse mindestens 2.490 Euro im Monat sowie für Berufsgruppen, bei denen eine soziale Absicherung über die KSK nicht möglich ist, mindestens 2.875 Euro im Monat betragen.

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Politik & Kultur 04/2018 zum Schwerpunkt Freunde oder Feinde? »Das Verhältnis von politischer und kultureller Bildung«

Die Sommerausgabe von Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, widmet sich dem Verhältnis von politischer und kultureller Bildung: Beide mühen sich redlich ab, in unserer Gesellschaft Wirkung zu erzielen. Hier und da sprießen Pflanzen, manchmal sind es sogar ganze Vorgärten, aber in der Fläche sind beide nicht wirklich angekommen. Können gesellschaftliche Auflösungserscheinungen besser gemeinsam, von kultureller und politischer Bildung, bekämpft werden? Braucht die kulturelle und die politische Bildung mehr Mut zur Kooperation?

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Abstimmung im EU-Parlament zur EU-Urheberrechtsreform

Das Plenum des Europäischen Parlaments hat sich am 5. Juli 2018 mit dem Richtlinienvorschlag über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt beschäftigt. Am 20. Juni 2018 hatte der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments für die Aufnahme sogenannter Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Rat und EU-Parlament votiert. Das Plenum ist der Vorlage des Rechtsausschusses nicht gefolgt und hat die Verhandlungen abgelehnt. Es ist davon auszugehen, dass das Parlament sich nun zunächst selbst weiter mit dem Thema befassen wird.

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BKM-Preis 2018: Kulturelle Kinder- und Jugendbildung verhandelt große gesellschaftliche Fragen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat am 29. Juni 2018 drei Projekte der kulturellen Kinder- und Jugendbildung mit dem BKM-Preis Kulturelle Bildung ausgezeichnet. In den prämierten Projekten befassen sich Kinder und Jugendliche mit aktuellen und brisanten Themen, die von der Migrations- und Asylpolitik über die Erinnerung an den Nationalsozialismus bis hin zur Digitalisierung reichen.

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1,87 Millionen Euro für DANCE ON 2. Edition

Das Projekt DANCE ON richtet den Fokus auf die künstlerische Aussage von Tänzern und Tänzerinnen 40+.  Nun hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen, die Fortführung von DANCE ON mit 1,87 Millionen Euro zu unterstützen.

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Bundeskulturhaushalt steigt auf 1,78 Mrd. Euro

Der Gesamthaushalt 2018 für Kultur und Medien steigt nach der entscheidenden Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages auf rund 1,78 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von knapp neun Prozent gegenüber dem Haushalt 2017. Ein Großteil der Erhöhung des Kulturhaushalts kommt dabei nachhaltigen Investitionen in die kulturelle Substanz zugute. Dabei werden in ganz Deutschland verschiedene Kulturorte wie der Gasometer in Oberhausen, historische Bauten wie die Jugendstil-Konzerthalle in Görlitz, aber auch Gedenk- und Erinnerungsstätten wie etwa das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth berücksichtigt. 30 Millionen stehen für Denkmalschutzmaßnahmen im gesamten Bundesgebiet zur Verfügung.

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Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig: REIHEN WEISE FREMD | STRANGE IN SERIES

Die Forschungsreihe REIHEN WEISE FREMD | STRANGE IN SERIES widmet sich der Beforschung von Fremdheit(en) und Fremdheitserfahrungen. Mit jeder/m Eingeladenen, die aus verschiedenen künstlerischen und wissenschaftlichen, theoretischen wie praktischen Bereichen, Metiers, Disziplinen, Fächern, Genres, Forschungs- und Wissensfeldern stammen werden, soll der Fächer an Methoden, Zugängen, Perspektiven, Instrumenten und Tools erweitert werden, der einer gegenwärtigen und dringend notwendigen Fremdheitsforschung dienlich sein könnte.

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Kontakt Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V.

Bundesverband  Freie Darstellende Künste e.V.
Mariannenplatz 2 · 10997 Berlin

Telefon 030. 20 21 59 99 0
Telefax 030. 20 21 59 99 5

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