Nachrichten

Wer macht sich stark für die Belange der Freien Tanz- und Theaterschaffenden? Welche Änderungen gibt es bei der GEMA? Wie kooperieren die Verbände untereinander? Aktuelle Nachrichten für Interessierte!

Schleswig-Holstein: 500.000 Euro für die freie Kulturszene

Insgesamt 27 Institutionen der freien Kulturszene in Schleswig-Holstein werden vom Land mit insgesamt 500.000 Euro gefördert. Das teilte Kulturministerin Karin Prien (CDU) mit. Im laufenden Bewilligungsverfahren durch die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) wurden kürzlich die Bescheide für die ersten 15 Einrichtungen und Projekte verschickt, die aus Mitteln des Landesprogrammes IMPULS 2030 in Höhe von 225.574,18 Euro gefördert werden. Weitere 12 Einrichtungen werden in den nächsten Wochen ihre Förderbescheide erhalten. Mit den Fördermitteln könnten dringend benötigte Modernisierungen, Umbauten und Sanierungen finanziert werden, um die kulturelle Infrastruktur zu stärken und die Grundlage für neue Ideen, Innovationen und Entwicklungsprozesse zu schaffen.

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Stiftung SPI Berlin: Fortbildung zur Fachkraft für theaterpädagogische Stückentwicklung und spielpädagogische Zugänge

Die Weiterbildung vermittelt für die Leitung solcher Gruppen und Prozesse aktuelle methodische Vielfalt durch unterschiedliche Zugänge: Innovative Ansätze u. a. zur Stückentwicklung, Präsentation von Aufführungen, Vor- und Nachbereitung von Theaterbesuchen, thematisch verankerter Spielförderung und individuelles Coaching ermöglichen es, ein persönliches Profil für das eigene Praxisfeld zu entwickeln. Das Angebot richtet sich an Tätige in sozialpädagogischen und soziokulturellen Arbeitsfeldern und Erzieher*innen in Kita, Hort, Jugend- sowie Jugendkulturarbeit.

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Wortwechsel: Wie viel institutionalisiertes Geld braucht und verträgt die Freie Szene? von Theresa Ziegler

Soziale Sicherheit und freie Kunstschaffung sind für freie Künstler*innen in Österreich keine Selbstverständlichkeit. Die Abhängigkeit von Institutionen und zu wenig Fördergelder drängen viele in die Armut. In ihrem Artikel führt Theresa Ziegler an verschiedene Meinungen zu dieser Thematik heran. Inge Gappmaier, Sara Ostertag (Vorstandsmitglieder der IG freie Theater), Ulrike Kuner (Geschäftsführerin der IG freie Theater), das freie Performancekollektiv Darum. Darstellende Kunst und Musik und Günter Riegler (Kulturstadtrat Graz) stellen ihre Positionen dar.

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Empörung in der Berliner Tanzszene: Versprechen aus dem Koalitionsvertrag nur teilweise eingelöst

Statt mit den 6 Millionen Euro, die im einjährigen partizipativen Prozess »Runder Tisch Tanz (RTT)« errechnet wurden, soll die Tanzförderung in Berlin mit nur rund 700 000 Euro aufgestockt werden. Strukturell und institutionell lässt sich damit nicht die Kunstform Tanz in der Hauptstadt stärken. Deshalb fordern Tanzschaffende in einem offenen Brief mit 130 Erstunterzeichner*innen auf der Plattform change.org und der Kampagne »Dance for millions of reasons« (#dance4millions) die Umsetzung der Forderungen des Abschlussberichts des RTT. Zur ersten Protestaktion soll es bei der Eröffnung des Festivals »Tanz im August« am 9. August 2019 kommen.

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Johann Kresnik ist tot

Am Samstag, den 27. Juli 2019, ist der österreichische Tänzer, Choreograf und Theaterregisseur an Herzversagen verstorben. Johann Kresnik wurde 79 Jahre alt. Noch am 11. Juli war Johan Kresnik im Anschluss an die Eröffnung des ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival mit »Macbeth« im Volkstheater das »Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien« verliehen worden.
Johann Kresnik zählte zu den Pionieren des deutschen Tanztheaters.

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Pfälzer Erklärung der Vielen

Am 19. Juni 2019 wurde die Pfälzer »Erklärung der Vielen« der Presse und der Öffentlichkeit im Rahmen des Inselsommer.eu auf der Parkinsel Ludwigshafen vorgestellt. Initiator ist das Chawwerusch Theater Herxheim. Die »Erklärung der Vielen« ist eine bundesweite Kampagne, die sich in Aktionen, Veranstaltungen und Diskussionen artikuliert. Ziel ist es, den Austausch der Kulturinstitutionen und Aktiven in der Kulturlandschaft zu intensivieren und damit lokale und überregionale Netzwerke anzuregen. Diesen Netzwerken geht es darum, die Freiheit der Kunst gegen Angriffe zu verteidigen.

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Lesetipp: Dokumentation des Symposiums »Freie Szene – Freie Kunst - Soziale Gerechtigkeit – Fair Pay. Konkrete Strukturen und Ideen für Wien«

Am 8./9. April 2019 fand auf Initiative der Stadträtin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien, Veronica Kaup-Hasler, und den Interessenvertretungen der österreichischen Kunst- und Kulturszene ein erstes gemeinsames Symposium unter dem Titel FREIE SZENE – FREIE KUNST statt. Fachspezifisch wie auch genreübergreifend wurden Diskussionen zu der strukturell prekären und aktuell brisanten Situation der freien Kunstschaffenden in Österreich geführt. Über 500 Akteur*innen und Interessierte informierten sich über den Status Quo der Szene(n) und leiteten daraus und aus internationalen Best-Practice-Beispielen Möglichkeiten für Wien ab. In der Dokumentation finden sich Zusammenfassungen der Redebeiträge u. a. auch von Janina Benduski, Vorsitzende des BFDK, und der Ergebnisse der Arbeitsgruppen.

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Lesetipp: Nicht-Besucherforschung. Audience Development für Kultureinrichtungen

Zwar liegen viele Studien zu den Besucher*innen von Kultureinrichtungen vor, die Selten- oder Nichtbesucher*innen sind jedoch weitgehend unerforscht. Sie aber bilden die Mehrheit der Bevölkerung. Ihre Motivation zum Nichtbesuch steht daher im Mittelpunkt der Publikation von Prof. Dr. Martin Tröndle. Der Band gibt einen fundierten Überblick zum internationalen Stand der Nichtbesucherforschung. Darauf aufbauend werden umfangreiche quantitative und qualitative Analysen zu Gründen des Nicht-Besuches vorgenommen. Es folgt eine empirisch begründete, praxisorientierte Theorie zur Besuchergewinnung. Die Autor*innen legen damit die erste umfangreiche Arbeit zur Nichtbesucherforschung in Deutschland vor.

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Landesverband Freier Theater Niedersachsen: Verstetigung der verdoppelten Konzeptionsförderung

Das niedersäschische Kabinett hat in der Haushaltsklausur am 30. Juni und 1. Juli 2019 beschlossen, die bislang nur einmalig für 2019 erfolgte Verdopplung der Landes-Konzeptionsförderung ab 2020 zu verstetigen. Die Konzeptionsförderung, deren Gesamthöhe bis 2018 bei 255.000 Euro lag, maßgeblich auszuweiten, war in den letzten Jahren das vordringlichste Ziel des LaFT-Niedersachsen, da in diese dreijährige Projektförderung mangels alternativer Förderinstrumente sowohl die Gruppen als auch die Spielstätten mit ihren Bedarfen drängen und der Topf heillos überzeichnet war.

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Kreatives Europa (Kultur): Auswahlergebnisse für Kooperationsprojekte 2019 veröffentlicht

Die EACEA hat die ausgewählten Kooperationsprojekte der siebten Antragsrunde Call EACEA/34/2018 (Frist: Dezember 2018) veröffentlicht. Insgesamt partizipieren 40 deutsche Kulturinstitutionen an 34 geförderten EU-Kooperationen. Bei der diesjährigen Ausschreibung wurden europaweit insgesamt 364 Kooperationsprojekte eingereicht, von denen 106 Projekte bewilligt wurden. Insgesamt sind 34 Länder an den bewilligten Projekten beteiligt und die Fördersumme für alle Kooperationsprojekte umfasst ca. 44,6 Millionen Euro.

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