Nachrichten

Wer macht sich stark für die Belange der Freien Tanz- und Theaterschaffenden? Welche Änderungen gibt es bei der GEMA? Wie kooperieren die Verbände untereinander? Aktuelle Nachrichten für Interessierte!

Johann Kresnik ist tot

Am Samstag, den 27. Juli 2019, ist der österreichische Tänzer, Choreograf und Theaterregisseur an Herzversagen verstorben. Johann Kresnik wurde 79 Jahre alt. Noch am 11. Juli war Johan Kresnik im Anschluss an die Eröffnung des ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival mit »Macbeth« im Volkstheater das »Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien« verliehen worden.
Johann Kresnik zählte zu den Pionieren des deutschen Tanztheaters.

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Pfälzer Erklärung der Vielen

Am 19. Juni 2019 wurde die Pfälzer »Erklärung der Vielen« der Presse und der Öffentlichkeit im Rahmen des Inselsommer.eu auf der Parkinsel Ludwigshafen vorgestellt. Initiator ist das Chawwerusch Theater Herxheim. Die »Erklärung der Vielen« ist eine bundesweite Kampagne, die sich in Aktionen, Veranstaltungen und Diskussionen artikuliert. Ziel ist es, den Austausch der Kulturinstitutionen und Aktiven in der Kulturlandschaft zu intensivieren und damit lokale und überregionale Netzwerke anzuregen. Diesen Netzwerken geht es darum, die Freiheit der Kunst gegen Angriffe zu verteidigen.

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Lesetipp: Dokumentation des Symposiums »Freie Szene – Freie Kunst - Soziale Gerechtigkeit – Fair Pay. Konkrete Strukturen und Ideen für Wien«

Am 8./9. April 2019 fand auf Initiative der Stadträtin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien, Veronica Kaup-Hasler, und den Interessenvertretungen der österreichischen Kunst- und Kulturszene ein erstes gemeinsames Symposium unter dem Titel FREIE SZENE – FREIE KUNST statt. Fachspezifisch wie auch genreübergreifend wurden Diskussionen zu der strukturell prekären und aktuell brisanten Situation der freien Kunstschaffenden in Österreich geführt. Über 500 Akteur*innen und Interessierte informierten sich über den Status Quo der Szene(n) und leiteten daraus und aus internationalen Best-Practice-Beispielen Möglichkeiten für Wien ab. In der Dokumentation finden sich Zusammenfassungen der Redebeiträge u. a. auch von Janina Benduski, Vorsitzende des BFDK, und der Ergebnisse der Arbeitsgruppen.

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Lesetipp: Nicht-Besucherforschung. Audience Development für Kultureinrichtungen

Zwar liegen viele Studien zu den Besucher*innen von Kultureinrichtungen vor, die Selten- oder Nichtbesucher*innen sind jedoch weitgehend unerforscht. Sie aber bilden die Mehrheit der Bevölkerung. Ihre Motivation zum Nichtbesuch steht daher im Mittelpunkt der Publikation von Prof. Dr. Martin Tröndle. Der Band gibt einen fundierten Überblick zum internationalen Stand der Nichtbesucherforschung. Darauf aufbauend werden umfangreiche quantitative und qualitative Analysen zu Gründen des Nicht-Besuches vorgenommen. Es folgt eine empirisch begründete, praxisorientierte Theorie zur Besuchergewinnung. Die Autor*innen legen damit die erste umfangreiche Arbeit zur Nichtbesucherforschung in Deutschland vor.

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Landesverband Freier Theater Niedersachsen: Verstetigung der verdoppelten Konzeptionsförderung

Das niedersäschische Kabinett hat in der Haushaltsklausur am 30. Juni und 1. Juli 2019 beschlossen, die bislang nur einmalig für 2019 erfolgte Verdopplung der Landes-Konzeptionsförderung ab 2020 zu verstetigen. Die Konzeptionsförderung, deren Gesamthöhe bis 2018 bei 255.000 Euro lag, maßgeblich auszuweiten, war in den letzten Jahren das vordringlichste Ziel des LaFT-Niedersachsen, da in diese dreijährige Projektförderung mangels alternativer Förderinstrumente sowohl die Gruppen als auch die Spielstätten mit ihren Bedarfen drängen und der Topf heillos überzeichnet war.

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Kreatives Europa (Kultur): Auswahlergebnisse für Kooperationsprojekte 2019 veröffentlicht

Die EACEA hat die ausgewählten Kooperationsprojekte der siebten Antragsrunde Call EACEA/34/2018 (Frist: Dezember 2018) veröffentlicht. Insgesamt partizipieren 40 deutsche Kulturinstitutionen an 34 geförderten EU-Kooperationen. Bei der diesjährigen Ausschreibung wurden europaweit insgesamt 364 Kooperationsprojekte eingereicht, von denen 106 Projekte bewilligt wurden. Insgesamt sind 34 Länder an den bewilligten Projekten beteiligt und die Fördersumme für alle Kooperationsprojekte umfasst ca. 44,6 Millionen Euro.

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Freemuses: Bericht »The State of Artistic Freedom 2019: Whose Narratives Count?«

Freemuses neuer Bericht »The State of Artistic Freedom 2019: Whose Narratives Count?« ist eine eingehende Analyse von 673 Fällen von Verletzungen der künstlerischen Freiheit, die im Laufe des Jahres 2018 in 80 Ländern in verschiedenen Kulturkreisen auftraten. Er identifiziert die wichtigsten Herausforderungen für die Meinungsfreiheit von Künstler*innen und zeigt Verletzungsmuster und Trends auf. Darüber hinaus fordert der Bericht die Rechenschaftspflicht für diese Verstöße.

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Landeszentrum Spiel & Theater Sachsen-Anhalt (LANZE): Stage Hands für Festival gesucht

Für das Festival SCHULTHEATER DER LÄNDER (22.-28.09.2019) sucht LANZE fünf Stage Hands bzw. Mithelfende für die organisatorische Unterstützung während des Festivals. Folgende Aufgaben gehören dazu: Einlass zu den Aufführungen, Bringdienste zwischen Veranstaltungsorten, Besetzung der Infostände, oder ähnliches. Es besteht die Möglichkeit, die Aufführungen der 16 Gruppen aus ganz Deutschland zu sehen, sowie an den weiteren Programmpunkten (Fachtagung, Nachgespräche, Foren, Festivalzentrum und Basislager der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft) teilzunehmen. Auch eine steuerfreie Aufwandsentschädigung wird gezahlt. Bei Interesse bitte E-Mail an Isabella Kammerer.

Deutscher Kulturrat fordert Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung

Der Deutsche Kulturrat appelliert in der Stellungnahme »Altersarmut von Künstlern und Künstlerinnen: Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung einführen« an die Bundesregierung, eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung schnell auf den Weg zu bringen. Bei der Grundrente handelt es sich – anders als bei der Grundsicherung – um keine Sozialleistung, für die Bedürftigkeitsprüfungen üblich sind. Sie knüpft vielmehr an die personenbezogene Arbeitsleistung und die erbrachten Zahlungen in die Rentenversicherung an.

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