Nachrichten

Wer macht sich stark für die Belange der Freien Tanz- und Theaterschaffenden? Welche Änderungen gibt es bei der GEMA? Wie kooperieren die Verbände untereinander? Aktuelle Nachrichten für Interessierte!

Corona-Pandemie: Kulturrat fordert Notfallfonds für Künstlerinnen und Künstler

Der Deutsche Kulturrat hat Verständnis dafür, dass Theater und Konzerthäuser aufgrund der Corona-Pandemie ihren Betrieb eine begrenzte Zeit beschränken oder sogar einstellen müssen. Gerade diese Häuser werden häufig von den Risikogruppen besucht. Wichtig wird sein, dass die entstehenden Einnahmeausfälle durch abgesagte Aufführungen oder Veranstaltungen bzw. zurückgegebene Tickets bei öffentlichen Kultureinrichtungen von Ländern und Kommunen, kompensiert werden. Auch der Bund sollte gegebenenfalls einspringen. Auch privatwirtschaftliche Kultureinrichtungen, deren Existenz von den Erlösen aus Ticketverkäufen abhängt, brauchen Unterstützung. Hier ist besonders die Kultur- und Kreativwirtschaftsförderung von Bund und Ländern gefragt. Große Sorgen macht dem Deutschen Kulturrat die Situation freiberuflicher Künstlerinnen und Künstler und anderer Selbständiger aus dem Kultur- und Medienbereich.

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Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER): Förderung kultureller Projekte in ländlichen Räumen

Kernanliegen  des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) ist es, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den ländlichen Gebieten nachhaltig zu verbessern. Über den ELER können auch kulturelle Projekte umgesetzt werden. Dazu gehören Maßnahmen zum Schutz und zur Verbesserung des kulturellen Erbes der Dörfer sowie der Aufbau von Dienstleistungseinrichtungen im Bereich Freizeit und Kultur einschließlich kultureller Aktivitäten zur Grundversorgung eines Dorfes.

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Brexit Update für KREATIVES EUROPA 2021-2027

Aus dem Brexit-Verhandlungsmandat vom 27. Februar 2020 geht hervor, dass Großbritannien sich nicht um eine Teilnahme am Programm KREATIVES EUROPA 2021-2027 bemühen wird. Die laufenden Projekte im Programm KREATIVES EUROPA mit britischen Organisationen können ihre Projekte ohne Einschränkung beenden. Gleiches gilt für alle vor dem 31. Dezember 2020 genehmigten Projekte im Programm.

Vereint gegen negative Auswirkungen des Corona-/COVID-19-Virus vorgehen

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste setzt sich in der Allianz der Freien Künste, dem Zusammenschluß von 18 Verbänden der frei und professionell arbeitenden Künstler*innen, im politischen Raum dafür ein, dass eine Absicherung der wirtschaftlichen Risiken der Kreativen im Zusammenhang mit Coronavirus/COVID-19 in den Blick genommen wird. Gearbeitet wird aktuell an einer Umfrage zu den zu erwartenden Folgen der Pandemie für die freiberuflich und selbständig tätigen Akteur*innen im Kunst- und Kulturbereich. Die Allianz der Freien Künste schließt sich den Forderungen des Deutschen Kulturrats an, dass die öffentliche Hand Fördermittel beim Ausfall von Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht von den Kultureinrichtungen und den Künstler*innen zurückfordert. Angaben zur rechtlichen Einschätzung von Veranstaltungsabsagen finden sich auch beim Fachverband für Messeunternehmen: www.famab.de/aktuelles/corona-virus-covid-19.

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LAFT Berlin: Corona-Update#1 vom 9. März 2020

Der LAFT Berlin mit seinen Projekten Performing Arts Programm und Performing Arts Festival Berlin wird keinerlei öffentliche Veranstaltungen bis zunächst einschließlich 19. April 2020 durchführen. Wir werden auch unsere internen Treffen und Aktivitäten stark einschränken, um dazu beizutragen, die Ausbreitung der Epidemie zu verzögern. Zugleich werden wir weiterhin schriftlich in Sonderversänden über aktuelle Entwicklungen und Hinweise zur Situation sowie über digitale Angebote oder andere Alternativen des LAFT Berlin informieren. Der Sonderversand vom 9. März 2020 kann hier als PDF und hier online nachgelesen werden.

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NRW Landesbüro freie darstellende Künste: Leitfaden »Selbstständigkeit in den freien darstellenden Künsten« von Alexa Jünkering

Egal, ob es um die passende Rechtsform, Steuerfragen, Anstellungsverhältnisse oder die Organisation der eigenen Buchführung geht: Seit Einführung der weiterkommen!-Einzelcoachings des NRW Landesbüro freie darstellende Künste nutzen besonders viele Akteur*innen das Angebot von Alexa Jünkering, Beraterin für Selbstständige und Gründer*innen. Aufgrund der anhaltend starken Nachfrage wurde sie vom Landesbüro damit beauftragt, die am häufigsten gestellten Fragen aus knapp drei Jahren Einzelcoachings zu bündeln. Herausgekommen ist ein knapp 40-seitiger Wissensschatz, der neben klaren Antworten auch Excel-Tools und Checklisten für die eigene Arbeit enthält.

Touring Artists: Umsatzsteuer bei Auslandsgeschäften

Wenn Künstler*innen und Kreative international arbeiten, sehen sie sich mit der Frage konfrontiert, bei welchen Tätigkeiten sie in welchem Land Umsatzsteuer abführen müssen. Aber auch diejenigen, die Künstler*innen einladen, sie beauftragen und mit ihnen zusammenarbeiten (bspw. Veranstalter*innen, andere Künstler*innen, Kund*innen, Auftraggeber*innen) müssen sich häufig mit Fragen zur Abführung der Umsatzsteuer beschäftigen.

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Urteil zu Scheinselbständigkeit von Schauspieler*innen

Das Sozialgericht Gotha hat mit Urteil vom 08.11.2019 beschlossen, dass es sich bei dem Vertrag zwischen dem Theater und der Schauspielerin nicht um ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis handelt. Die Krankenkasse hatte ein Theater verklagt, weil es die Auffassung vertrat, dass das Theater die Schauspielerin hätte anstellen müssen. Das Gericht hat beschlossen, dass die Schauspielerin nicht anzustellen war, sondern dass es sich entgegen der Auffassung der Krankenkasse um eine freie Mitarbeiterin handelte. Die Kanzlei Laaser hat das Verfahren in Kooperation mit Rechtsanwalt von Brescius geführt.

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Aberkennung der Gemeinnützigkeit als Bedrohung für kulturpolitische Organisationen

Als erste bundesweit agierende kulturpolitische Organisation ist die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V. der Allianz Rechtssicherheit für politische Willensbildung e. V. beigetreten. Mehr als 150 Vereine und Stiftungen haben sich bisher zusammengeschlossen, um die Gemeinnützigkeit für Organisationen der Zivilgesellschaft zu sichern, die Beiträge zur politischen Willensbildung leisten.

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EU 2021-2027: Kulturverbände fordern angemessene Ausstattung für die Kultur

Im Vorfeld der Sondertagung des Europäischen Rates am 20. Februar 2020 und aus Anlass des #ActforCulture Action Day am 17. Februar 2020 haben acht Kulturorganisationen in Deutschland, koordiniert durch den European Music Council, einen Aufruf an Kulturstaatsministerin Grütters, an Bundesfinanzminister Scholz und an Staatsminister Roth vom Auswärtigen Amt gerichtet. Auch das ITI und die IGBK als Mitglieder des Europasekretariats Deutscher Kultur NGOs unterzeichneten den Aufruf.

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Shahid Nadeem: Botschafter zum Welttheatertag 2020

Der ITI-Weltverband hat jetzt den pakistanischen Schriftsteller und Dramatiker Shahid Nadeem als Botschafter zum Welttheatertag 2020 ausgewählt. Der 1947 in Kaschmir geborene und in Pakistan aufgewachsene Shahid Nadeem gilt als bekanntester Dramatiker des Landes und setzt sich mit den Mitteln des Theaters auch für den Frieden in der umkämpften Region Kaschmir ein. 
Mit seiner vor 36 Jahren gegründeten Theatergruppe Ajoka balanciert Nadeem auf dem schmalen Grat »zwischen zu bewältigenden Herausforderungen, aufzudeckenden Widersprüchen und zu unterwandernden Zuständen.«

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