Nachrichten

Wer macht sich stark für die Belange der Freien Tanz- und Theaterschaffenden? Welche Änderungen gibt es bei der GEMA? Wie kooperieren die Verbände untereinander? Aktuelle Nachrichten für Interessierte!

UNESCO: Publikation »CULTURE 2030 – Indicators«

Die Rolle der Kultur bei der nachhaltigen Entwicklung und ihre zentralen Konzepte zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, sind Themen der von der UNESCO vorgelegten Publikation »CULTURE 2030 – Indicators«. Die 112-seitige Schrift illustriert, auf welche Weise Kultur zu den 17 Agenda-Zielen (Sustainable Development Goals) passt, auf die sich die Weltgemeinschaft während des UN-Gipfels 2015 verständigt hatte, und erläutert die kulturbezogenen Indikatoren zur Umsetzung der Agenda. Die englischsprachige Ausgabe der Schrift kann hier heruntergeladen werden.

UNESCO: Arbeitsbedingungen von Künstler*innen weltweit nicht verbessert

Die 1980 von der UNESCO Generalkonferenz angenommene Empfehlung zur Verbesserung der Lage der Künstler*innen hat im Wesentlichen ihr Ziel nicht erreicht. Zu diesem Urteil kommt die von der UNESCO jetzt vorgelegte Studie »Kultur und Arbeitsbedingungen von Künstler*innen«. Verwiesen wird namentlich auf die potenzielle Bedrohung Kulturschaffender durch digitale Technologien, auf Einschränkungen der transnationalen Mobilität, auf die Vergrößerung der Geschlechterkluft und die zunehmenden Angriffe auf die künstlerische Freiheit.

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Erstes Sondierungsgespräch zur Stärkung des europäischen Theatersektors

Von 2021 bieten, neben dem EU-Programm »Creative Europe«, erstmals auch andere EU-Förderprogramme Kofinanzierung von Vorhaben aus dem Kulturbereich an. Dann können Kulturprojekte beispielsweise zusätzliche Gelder aus den Programmen für Bildung, Regionalentwicklung oder Umwelt beantragen. Das kündigte die Leiterin des EU-Förderprogramms »Creative Europe«, Barbara Gessler, im Rahmen eines ersten Sondierungsgesprächs zur Stärkung des europäischen Theatersektors an. Ende November 2019 kamen dafür Vertreter*innen von Theaternetzwerken und -organisationen sowie der EU-Kommission in Brüssel zusammen.

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Aufruf zum Schutz des Theaters in Tirana

Seit Sommer 2019 halten Künstler*innen und Büger*innen, die sich in der Allianz zum Schutz des Theaters (Aleanca për Mbrojtjen e Teatrit) zusammengeschlossen haben, das Theatergelände in Tirana, Albanien, besetzt, um es vor dem Abriss für einen umstrittenen Immobiliendeal zu schützen. Aufgerufen wird, die Aktion zur Rettung des Theaters zu unterstützen. Zu den Unterzeichner*innen gehören u. a. die Schriftsteller*innen Elfriede Jelinek und Klaus Händl und die Regisseurin Sabine Mitterecker. Das deutsche ITI-Zentrum hat sich dem Aufruf angeschlossen.

Kulturpolitische Gesellschaft fordert Solidarität mit Kunst- und Kultuakter*innen seitens der Politik bei Anfeindungen von Rechts

Die Kulturpolitische Gesellschaft e. V. fordert stärkere Wachsamkeit und Solidarität seitens der Zivilgesellschaft und Kulturpolitik auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene bei Anfeindungen von Rechts gegen Kunst- und Kulturschaffende, kulturelle und zivilgesellschaftliche Einrichtungen, aber auch Politiker*innen. Angriffe auf die Kunst- und Meinungsfreiheit mehren sich, Kultureinrichtungen und Einrichtungen der Zivilgesellschaft geraten immer öfter unter Druck. Eine Recherche von ARD und Süddeutscher Zeitung dokumentiert, dass rechte Anfeindungen auf politischer Ebene vielfältig stattfinden.

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Viele hochqualifizierte Gäste und bereits zahlreiche Anmeldungen: Das Programm des Bundeskongresses der freien darstellenden Künste steht

Das ausführliche Programm von UTOPIA.JETZT, dem Bundeskongress der freien darstellenden Künste, ist ab sofort online auf www.utopia-jetzt.de.
Der Bundesverband Freie Darstellende Künste lädt vom 16.–19. Januar 2020 die Akteur*innen und Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft gleicher­­maßen ein, an den über 60 Veranstaltungen teilzunehmen. Wir freuen uns sehr über die Zusagen so vieler hochqualifizierter, nationaler und internationaler Redner*innen und Podiumsteilnehmer*innen, die das vielfältige Spektrum der Freien Darstellenden Künste und die Wechselwirkungen mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen umfassend beleuchten werden.

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BFDK: Erste Förderergebnisse des Open Calls im Rahmen von »Performing Exchange (PEX)«

26 Anträge erhielt der BFDK für seine Pilotausgabe des Open Calls im Rahmen von PEX. Dieses Sonderprogramm soll insbesondere Akteur*innen im ländlichen Raum bei Projekten und Vorstellungen nachbereitenden Publikumsangeboten begleiten, unterstützen und stärken. Die Expertise der Bewerber*innen und die Vielfalt der Projektvorhaben mit dem besonderen Fokus auf Publikumsbegegnung im ländlichen Raum sind beeindruckend. Die Antragsfülle zeigt uns, dass wir mit dem Thema einen Nerv getroffen haben. Da das gesamte Programm mit seinen drei Modulen über Mittel der BKM in Höhe von 100.000,00 Euro verfügt, standen für diese Pilotausgabe nicht mehr Mittel zur Verfügung. Der BFDK strebt eine Weiterführung von PEX in den nächsten Jahren an, so dass hoffentlich noch viele weitere Projekte unterstützt werden können!

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nationales performance netz: Neuerungen und Antragsfristen Vergabe 2020

Das NATIONALE PERFORMANCE NETZ (NPN) fördert Gastspiele zeitgenössischer Tanz- und Theaterproduktionen in und aus Deutschland. Es richtet sich an freie Theater, Privat-, Stadt- und Staatstheater, Festivals, als Veranstalter agierende Kompanien und andere Kulturinstitutionen, die eine Tanz- oder Theaterproduktion aus einem anderen Bundesland präsentieren möchten. 2020 gibt es mehrere Neuerungen, die beachtet werden müssen: Im Rahmen der NPN-Gastspielförderungen Tanz und Theater können Veranstalter in öffentlicher Trägerschaft mit einem Zuschuss in Höhe von 30 Prozent, bei einem Erstantrag in Höhe von 40 Prozent der Gastspielkosten, Veranstalter in privater Trägerschaft mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent, bei einem Erstantrag in Höhe von 60 Prozent der Gastspielkosten, unterstützt werden. Bedingung ist die Einhaltung der vorgesehenen Mindesthonorarstruktur.

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Anhebung der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmergrenze

Nach § 19 Abs. 1 Satz 1 UStG wird die Umsatzsteuer von inländischen Unternehmern künftig nicht erhoben, wenn der Umsatz im vergangenen Kalenderjahr die Grenze von 22.000 EUR (statt derzeit 17.500 EUR) nicht überstiegen hat und 50.000 EUR (wie bisher) im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich nicht übersteigen wird. Die Anhebung soll der seit der letzten Anpassung erfolgten allgemeinen Preisentwicklung Rechnung tragen. Datum des Inkraftretens dieser Regelung ist der 1. Januar 2020.

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Erklärung der Kulturpolitischen Gesellschaft: Die Zukunft der Kultur muss nachhaltig sein

Nach Überzeugung der Kulturpolitischen Gesellschaft meint Kultur auch die Art und Weise, wie Menschen leben wollen und können. In ihrem Grundsatzprogramm heißt es dazu: »Mit einer allein auf monetäres Wachstum orientierten Wirtschafts- und Produktionsweise können die anstehenden Krisen nicht bewältigt werden. (…) Notwendig ist die Transformation hin zu einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise.« Bezugnehmend auf diesen Programmsatz und in Korrespondenz zur Überzeugung, dass Kulturpolitik immer auch Gesellschaftspolitik ist, fordern wir die Kulturpolitiker*innen des Bundes, der Länder und der Kommunen angesichts der drohenden Klimakatastrophe dazu auf, ihre kulturpolitischen Strategien konsequent an den Kriterien des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit auszurichten!

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Initiative für die Archive des Freien Theaters tagte in Potsdam

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) schaut auf drei Jahrzehnte Verbandsgeschichte zurück, 30 Jahre alt wird das Impulse Theater Festivalin Düsseldorf, Köln und Mülheim, fünf Jahre länger besteht dann auch schon das NRW-Theaterfestival FAVORITEN, …: Wenn 2020 das freie Theater hierzulande Jubiläen feiert, dann werden auch die Fragen, die um die Archivierung des freien Theaters kreisen, in zahlreichen Veranstaltungen diskutiert. Beim Arbeitstreffen, zu dem der Verein Initiative für die Archive des Freien Theaters Anfang November auf das Theaterschiff Potsdam eingeladen hatte, stellten Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, München und Berlin zudem Ausstellungsplanungen, Konferenzkonzepte und Archivprojekte vor.

DIE VIELEN: Abschlusserklärung zum ersten Ratschlag

Die Erklärung, die DIE VIELEN zum Abschluss ihres ersten Ratschlags am vergangenen Wochenende in Nürnberg veröffentlichten, gibt einen Ausblick auf die Aktionstage am 8. und 9. Mai 2020, unterstreicht aber auch die Bereitschaft, den Gefahren für eine offene und freie Gesellschaft mit Widerstand und Entschlossenheit, aber auch Empathie und Solidarität entgegenzutreten.

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