Nachrichten

Wer macht sich stark für die Belange der Freien Tanz- und Theaterschaffenden? Welche Änderungen gibt es bei der GEMA? Wie kooperieren die Verbände untereinander? Aktuelle Nachrichten für Interessierte!

Deutscher Kulturrat: Debattenbuch Kolonialismus jetzt auch kostenfrei als E-Book

Wie so oft, ist auch bei der Kolonialismus-Debatte der Kulturbereich der Katalysator, der die Diskussion in Schwung bringt. Es geht um die Bedingungen unter denen Artefakte, menschliche Gebeine und Kunstwerke in Ethnologische Museen gekommen sind. Welche Verantwortung hat der deutsche Staat heute, wie kann Wiedergutmachung aussehen? Aber nicht nur der Staat steht in der Verantwortung. Welche Rolle haben die Missionen gespielt und wie ist das Verhältnis der Kirche zum globalen Süden heute? Es wird gefragt, welche Konzeption für das Humboldt Forum, das zukünftige nationale Museum der Weltkulturen in Berlin, die Beste ist? Was ist eigentlich Kolonialismus, Postkolonialismus oder Dekolonisation?

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IG Freie Theater Österreich: Honoraruntergrenze in Wien wird Realität

Die IG Freie Theater Österreich informierte am 9. Januar 2020 darüber, dass in Wien die Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler mehr Budget für die Kunst und Kultur erwirkt hat. Die Erhöhungen der Mittel für die Freie Szene in Wien sind aber auch das Resultat langjähriger Forderungen der Grünen in Wien. Davon profitieren die freischaffenden darstellenden Künstlerinnen und Künstler. Ab 2020 eine Honoraruntergrenze für geförderte Projekte- sowie 1- und 2-Jahresförderungen eingeführt. Eine Forderung, die die IG Freie Theater schon lange formuliert hat und die nun Realität wird.

UNESCO: Publikation »CULTURE 2030 – Indicators«

Die Rolle der Kultur bei der nachhaltigen Entwicklung und ihre zentralen Konzepte zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, sind Themen der von der UNESCO vorgelegten Publikation »CULTURE 2030 – Indicators«. Die 112-seitige Schrift illustriert, auf welche Weise Kultur zu den 17 Agenda-Zielen (Sustainable Development Goals) passt, auf die sich die Weltgemeinschaft während des UN-Gipfels 2015 verständigt hatte, und erläutert die kulturbezogenen Indikatoren zur Umsetzung der Agenda. Die englischsprachige Ausgabe der Schrift kann hier heruntergeladen werden.

UNESCO: Arbeitsbedingungen von Künstler*innen weltweit nicht verbessert

Die 1980 von der UNESCO Generalkonferenz angenommene Empfehlung zur Verbesserung der Lage der Künstler*innen hat im Wesentlichen ihr Ziel nicht erreicht. Zu diesem Urteil kommt die von der UNESCO jetzt vorgelegte Studie »Kultur und Arbeitsbedingungen von Künstler*innen«. Verwiesen wird namentlich auf die potenzielle Bedrohung Kulturschaffender durch digitale Technologien, auf Einschränkungen der transnationalen Mobilität, auf die Vergrößerung der Geschlechterkluft und die zunehmenden Angriffe auf die künstlerische Freiheit.

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Erstes Sondierungsgespräch zur Stärkung des europäischen Theatersektors

Von 2021 bieten, neben dem EU-Programm »Creative Europe«, erstmals auch andere EU-Förderprogramme Kofinanzierung von Vorhaben aus dem Kulturbereich an. Dann können Kulturprojekte beispielsweise zusätzliche Gelder aus den Programmen für Bildung, Regionalentwicklung oder Umwelt beantragen. Das kündigte die Leiterin des EU-Förderprogramms »Creative Europe«, Barbara Gessler, im Rahmen eines ersten Sondierungsgesprächs zur Stärkung des europäischen Theatersektors an. Ende November 2019 kamen dafür Vertreter*innen von Theaternetzwerken und -organisationen sowie der EU-Kommission in Brüssel zusammen.

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Aufruf zum Schutz des Theaters in Tirana

Seit Sommer 2019 halten Künstler*innen und Büger*innen, die sich in der Allianz zum Schutz des Theaters (Aleanca për Mbrojtjen e Teatrit) zusammengeschlossen haben, das Theatergelände in Tirana, Albanien, besetzt, um es vor dem Abriss für einen umstrittenen Immobiliendeal zu schützen. Aufgerufen wird, die Aktion zur Rettung des Theaters zu unterstützen. Zu den Unterzeichner*innen gehören u. a. die Schriftsteller*innen Elfriede Jelinek und Klaus Händl und die Regisseurin Sabine Mitterecker. Das deutsche ITI-Zentrum hat sich dem Aufruf angeschlossen.

Viele hochqualifizierte Gäste und bereits zahlreiche Anmeldungen: Das Programm des Bundeskongresses der freien darstellenden Künste steht

Das ausführliche Programm von UTOPIA.JETZT, dem Bundeskongress der freien darstellenden Künste, ist ab sofort online auf www.utopia-jetzt.de.
Der Bundesverband Freie Darstellende Künste lädt vom 16.–19. Januar 2020 die Akteur*innen und Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft gleicher­­maßen ein, an den über 60 Veranstaltungen teilzunehmen. Wir freuen uns sehr über die Zusagen so vieler hochqualifizierter, nationaler und internationaler Redner*innen und Podiumsteilnehmer*innen, die das vielfältige Spektrum der Freien Darstellenden Künste und die Wechselwirkungen mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen umfassend beleuchten werden.

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BFDK: Erste Förderergebnisse des Open Calls im Rahmen von »Performing Exchange (PEX)«

26 Anträge erhielt der BFDK für seine Pilotausgabe des Open Calls im Rahmen von PEX. Dieses Sonderprogramm soll insbesondere Akteur*innen im ländlichen Raum bei Projekten und Vorstellungen nachbereitenden Publikumsangeboten begleiten, unterstützen und stärken. Die Expertise der Bewerber*innen und die Vielfalt der Projektvorhaben mit dem besonderen Fokus auf Publikumsbegegnung im ländlichen Raum sind beeindruckend. Die Antragsfülle zeigt uns, dass wir mit dem Thema einen Nerv getroffen haben. Da das gesamte Programm mit seinen drei Modulen über Mittel der BKM in Höhe von 100.000,00 Euro verfügt, standen für diese Pilotausgabe nicht mehr Mittel zur Verfügung. Der BFDK strebt eine Weiterführung von PEX in den nächsten Jahren an, so dass hoffentlich noch viele weitere Projekte unterstützt werden können!

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