Fonds Darstellende Künste: Sonderprogramm GLOBAL VILLAGE LABS

Der Fonds Darstellende Künste möchte die ländliche Kunstproduktion in den darstellenden Künsten befördern und dabei insbesondere internationale Zusammenhänge in den Blick nehmen. Ziel ist hierbei der wechselseitige Austausch zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft. GLOBAL VILLAGE LABS, so der Titel des Pilotprojekts, richtet sich an Akteur*innen im ländlichen Raum, die ein künstlerisches Forschungsvorhaben mit globaler Perspektive realisieren möchten. Dies kann geschehen durch die Einbeziehung internationaler Gäste, Künstler*innen oder Referent*innen, durch die Verbindung von globalen Themen mit örtlichen Erfahrungen und Gegebenheiten, durch die Einbeziehung von interkulturellen Kompetenzen vor Ort oder die aktive Mitwirkung/Einbindung einer interkulturellen Zielgruppe.

Gefördert werden mehrtägige Laborvorhaben, in denen der gegenseitige Austausch von regionalen wie internationalen Aspekten zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft im Mittelpunkt steht. Regional vorhandene interkulturelle Perspektiven können einbezogen und weiterentwickelt werden oder Recherchen erfolgen, in denen globale Fragen anhand lokaler Symptome im ländlichen Raum aufgegriffen und Vernetzungen von Akteur*innen im ländlichen Raum geschaffen werden. Darüber hinaus sind öffentliche Impulse im Rahmen des jeweiligen Labors für die oder mit den Bewohner*innen der Region gewünscht. Der internationale Aspekt kann auch über Einbeziehung der vorhandenen interkulturellen und translokalen Kompetenzen der Bewohner*innenschaft in das Labor einfließen.

WER KANN SICH BEWERBEN?
Auf die GLOBAL VILLAGE LABS können sich langjährig tätige künstlerische Einrichtungen, Ensembles oder Künstler*innen(-gruppen) aus dem ländlichen Raum (bis 20.000 Einwohner*innen) oder Akteur*innen aus Kleinstädten unter besonderer Einbeziehung des ländlichen Raums bewerben.

WIEVIEL KANN BEANTRAGT WERDEN?
Für die Realisierung können Förderungen in Höhe von 10.000 bis 20.000 Euro beantragt werden, eine Kofinanzierung ist nicht zwingend erforderlich. In begründeten Ausnahmefällen können bei besonders aufwendigen Vorhaben auch 25.000 Euro beantragt werden.

WIE FUNKTIONIERT DIE ANTRAGSTELLUNG?
Der Antragszeitraum ist vom 25. Juli bis zum 25. August 2019. Am 10. September 2019 entscheidet eine Fachjury darüber, welche Vorhaben realisiert werden. Die Vorhaben müssen zwischen dem 15. September 2019 und dem 15. Dezember 2019 realisiert werden. Sie müssen an Orten im ländlichen Raum stattfinden.

Der Fonds Darstellende Künste hat aufgrund der kurzfristigen Antragsfrist eine einfache, unbürokratische Antragsstellung auf den Weg gebracht und leistet eine organisatorische wie auch fachliche Beratung im Antragsverfahren. Die Anträge sehen die Kurzbeschreibung einer Kernidee für die Gestaltung und Durchführung eines mehrtägigen Labors sowie Angaben zu den Antragsteller*innen und ihrer bisherigen Tätigkeit vor.

Anträge können ausschließlich online hier gestellt werden.

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