Bündnis internationaler Produktionshäuser: Akademie für zeitgenössischen Theaterjournalismus

Das Bündnis internationaler Produktionshäuser bietet erstmalig ein Programm für Journalist*innen an, das sich als Fort- und Weiterbildung im umfangreichen Feld der Berichterstattung über dezidiert experimentelles Theater und Tanz sowie zeitgenössische Performance Art versteht. Die Akademie bietet Zeit und Raum, Schreibpraktiken jenseits von Deadlines und bestehenden Textformaten zu erproben. Gemeinsam mit Expert*innen können in drei Modulen die eigene Praxis reflektiert sowie journalistische Strategien entworfen werden, um über experimentelle Theater- und Performanceprojekte in Sprache und Text zu schreiben.

Durch die Verortung der Akademie an drei verschiedenen Produktionshäusern des Bündnisses, bei Künstler*innengesprächen, Workshops und Lectures erhalten die Teilnehmenden zudem Einblicke in die Arbeitsstrukturen der Freien Szene.

Theaterkritik und Kulturjournalismus befinden sich in einer Umbruchssituation. Welche Rolle spielt die Kulturberichterstattung heute im Feld des Journalismus? An welche Öffentlichkeit wendet sie sich, welche Diskurse treibt sie voran, welche bildet sie nicht ab? Und wie könnte ein Theaterjournalismus der Zukunft aussehen? Die Akademie nimmt das weite Feld zwischen Lokal- und Onlinejournalismus ebenso in den Blick wie die Rolle der Kritik in ihrem Verhältnis zu künstlerischer Produktion und gesellschaftlicher Rezeption.

Kritische Arbeit muss den Anspruch verfolgen, nicht hinter ihren Gegenstand zurückzufallen. Gerade zeitgenössische Theaterproduktionen sind oft ästhetisch heterogen und diskursiv verweisstark, viele Künstler*innen setzen sich engagiert mit politischen Entwicklungen und Fragestellungen auseinander und erfinden hierfür immer neue Formen und Formate. Das macht journalistische Berichterstattung über diese vielfältige Landschaft, über ihre Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen besonders interessant.

Termine
MODUL 1: 14.-17.11.2019, PACT Zollverein, Essen
MODUL 2: Januar 2020, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden
MODUL 3: 12.-15.3.2020, Kampnagel, Hamburg

Zielgruppe
Die Akademie richtet sich sowohl an Berufsanfänger*innen als auch als erfahrene Journalist*innen, die ihre Tätigkeit auf das Gebiet experimenteller szenischer Arbeiten erweitern möchten, eine Vertiefung der nötigen hard und soft skills wünschen, einen Austausch mit Kolleg*innen suchen und Lust haben, ihre Wahrnehmungs- und Schreibkompetenzen gemeinsam zu erweitern.

Die Auswahl erfolgt durch eine Jury.

Die Akademie für zeitgenössischen Theaterjournalismus umfasst

  • drei Module à vier Tage in Essen, Dresden und Hamburg
  • Mittag- und Abendessen
  • gemeinsame Veranstaltungsbesuche als Ausgangspunkt für das Verfassen eigener Texte
  • Vorträge, Diskussionen und Workshops mit Journalist*innen, Künstler*innen und Expert*innen für experimentelle Darstellungsformen
  • auf Wunsch individuelles Coaching durch Esther Boldt (Theaterjournalistin) und Philipp Schulte (Theaterwissenschaftler und Dramaturg)

Die Teilnahme ist gebührenfrei, Übernachtungskosten und Catering werden durch das Bündnis internationaler Produktionshäuser getragen. Die Reisekosten und Kosten für ÖPNV tragen die Teilnehmer*innen.

Teilnahmevoraussetzung

  • erste oder fortgeschrittene Erfahrungen im journalistischen Schreiben
  • Deutschland ist Wohn- und Arbeitsort
  • Teilnahme an allen drei Modulen

Bewerbung

Einreichung von Lebenslauf, Schreibprobe (journalistischer Text, 1-2 Seiten) und Motivationsschreiben (max. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen) an E-Mail theaterjournalismus@produktionshaeuser.de bis 30. Mai 2019.

Auswahl der Teilnehmenden erfolgt bis 30. Juni 2019.

Mehr unter www.produktionshaeuser.de

 

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