PERFORMING EXCHANGE (PEX) - Qualifizierungs-, Förder- und Netzwerkaufbauprogramm

»Performing Exchange«, das Modellprojekt zur Stärkung von Akteur*innen der freien darstellenden Künste jenseits der Metropolen sowie zur Steigerung kultureller Vielfalt und Teilhabe in ländlichen Regionen, pausiert derzeit und wird voraussichtlich ab Februar 2022 mit neuem Programmkonzept fortgeführt. Open Calls für Vermittlungsangebote und Mentoring werden in diesem Jahr nicht stattfinden. Für Vermittlungsprojekte, die sich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche wenden, können Förderanträge über unser Förderprogramm tanz + theater machen stark gestellt werden.

Genauere Informationen zur Zukunft von PEX werden sobald wie möglich an dieser Stelle bekannt gegeben.

 Das Programm 

»Performing Exchange« ist ein langfristig angelegtes Modellprojekt zur Stärkung der Akteur*innen der freien darstellenden Künste jenseits der Metropolen sowie zur Steigerung kultureller Vielfalt und Teilhabe in ländlichen Regionen.

Das Programm »Performing Exchange« des Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) fördert Vermittlungspraktiken in den freien darstellenden Künsten in ländlichen Regionen. Der Fokus liegt auf Tätigkeiten und Ansätze, die sich der Beziehung von Publikum und freien darstellenden Künsten widmen. Es geht um Ansätze, die Menschen unabhängig von Herkunft, Bildungsgrad und Alter an den freien darstellenden Künsten teilhaben lassen, um Erschließung von neuen Publikumskreisen, um Ansätze, die eine vertiefte, über den Vorstellungsbesuch hinausgehende, Auseinandersetzung mit darstellenden Künsten bieten, um Ansätze, die öffentliche Wahrnehmung von Kunstproduktionen in ländlichen Regionen steigern sowie um Ansätze, die spezifisches Wissen über die freien darstellenden Künste vermitteln. 

Die Ziele

  • Förderung von Vermittlungsansätzen und Publikumsbegegnung in ländlichen Regionen
  • Beratung, Qualifizierung und Vernetzung von Kulturschaffenden aus ländlichen Regionen
  • Bedarfsanalyse und Entwicklung von regionalen Ansätzen und Strategien in Kooperation mit Landesverbänden der freien darstellenden Künste
  • Dokumentation und Weitergabe von Wissen zu Kunst- und Kulturvermittlung in den freien darstellenden Künsten
  • Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung von Kunstproduktionen und Kulturakteur*innen aus ländlichen Regionen

Umsetzung in 2021

Die Ziele des Programms wurden 2021 über 3 Module realisiert:

Modul 1 »Förderung von Vermittlungsvorhaben«
Arbeitsweisen und künstlerische Projekte von Akteur*innen der freien darstellenden Künste sind geprägt von partizipativen Prozessen und Teilhabe ermöglichenden Ansätzen. Längst haben Kulturschaffende in den ländlichen Regionen Praktiken entwickelt, in welchen sich ein besonderes Verhältnis zu Orten und Menschen widerspiegelt. Akteur*innen der freien darstellenden Künste erhielten finanzielle und beratende Unterstützung bei Konzeption und Durchführung von kulturvermittelnden Ansätzen. Ein besonderer Fokus der Förderung lag auf der Entwicklung und Erprobung von digitalen Ansätzen sowie auf pandemiebedingten Anpassungen von Vermittlungsangeboten. 

Modul 2 »Regionale Kooperationen und Veranstaltungen«
In enger Zusammenarbeit mit den Landesverbänden der freien darstellenden Künste wurden bedarfsorientierte regionale Ansätze zur Stärkung von Kulturarbeit in ländlichen Regionen sichergestellt. Digitale und analoge Fachtagungen, Beratungsprogramme, Info-Veranstaltungen und weitere Kooperationsvorhaben mit den Landesverbänden der freien darstellenden Künste vernetzten bundesweit Kulturschaffende aus den ländlichen Regionen untereinander und brachten sie mit Akteur*innen aus der Politik und Verwaltung zusammen. Qualifizierung, Vernetzung, Austausch und Wissenstransfer wurden ermöglicht. 

Modul 3 »Beratung und Dokumentation«
Ein mobiles Beratungsteam mit einer breiten Expertise (u.a. in Kunstvermittlung, Kultureller Bildung, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation, Produktion, Förderung, Diversität...) ermittelte und unterstützte vorhandene sowie neue Vermittlungsansätze der in den ländlichen Räumen arbeitenden Akteur*innen. Die Berater*innen ergänzten die bereits vorhandene Expertise der Kunstschaffenden und brachten neue Sichtweisen auf die Herausforderungen in der Produktion und in der Arbeit mit dem Publikum in den ländlichen Räumen ein. Sie ermittelten Bedarfe der Akteur*innen aus ländlichen Regionen und unterstützten das Projektteam bei der Dokumentation und Evaluation von Erkenntnissen.

 

Kooperationen 2021

  • LaFT – Freie Theater in Niedersachsen
  • NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste
  • LaPROF Hessen e.V.
  • Lanze - Landeszentrum Freie Theater Sachsen-Anhalt e.V.
  • Servicestelle FREIE SZENE Sachsen
  • Verband Freie Darstellende Künste Bayern e.V.
  • tanz + theater machen stark
  • Landesverband Freier Theater Brandenburg e.V.
  • Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V.

 

Bei Nachfragen steht die Projektleiterin Swetlana Gorich unter vermittlung@darstellende-kuenste.de gerne zur Verfügung.

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