PERFORMING EXCHANGE (PEX) - Ein Modellprojekt zur Vermittlung in urbanen und ländlichen Räumen

Performing Exchange ist ein Modellprojekt zur Entwicklung, Erprobung und Etablierung von Vermittlungsformaten in den freien darstellenden Künsten sowie zur Stärkung der Akteur*innen der freien darstellenden Künste in ländlichen Räumen.

Über die drei Module »Fachtagung zum Thema Vermittlungen«, »Direkt-Beratung durch mobiles Expert*innenteam« und »Vermittlung in der Praxis - Open Call für Projekte« werden vorhandene Vermittlungsformate und -angebote erhoben, wird Fachwissen in die Szene getragen und erhalten vor allem Produktionen in ländlichen Regionen Unterstützung bei der Konzeption und Durchführung von Projekt begleitenden und Vorstellung nachbereitenden Publikumsangeboten.

Der Abbau von Zugangshürden und selbstermächtigende Prinzipien der Teilhabe stehen im Zentrum der drei Module und dienen als Grundlage für eine zu entwickelnde Handreichung zu Vermittlungsformen in den freien darstellenden Künsten.

Das Modellprojekt Performing Exchange (PEX) wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Es wird in Kooperation mit EUCREA und gender_diversity durchgeführt. 

Über das Programm

PEX ist ein Modellprojekt zur Sichtbarmachung der Expertise sowie zur Erfassung von Prinzipien und Methoden freier Vermittlungsarbeit, zum Austausch und Wissenstransfer zwischen Vermittler*innen/Kulturakteur*innen in urbanen und ländlichen Räumen, zur Weiterentwicklung und Förderung von Kunstvermittlung sowie zur Etablierung von Empfehlungen für kunstvermittelnde Praktiken in den freien darstellenden Künsten.

Hintergrund

Arbeitsweisen und künstlerische Projekte von Akteur*innen der freien darstellenden Künste sind geprägt von partizipativen Prozessen und Teilhabe ermöglichenden Ansätzen. Eine große Expertise im Bereich der Kulturellen Bildung und ein hohes Maß an Mobilität sind für die Relevanz freier darstellender Kunstschaffender, vor allem in ländlichen Räumen, seit Jahren ebenso essentiell wie Arbeitsprozesse, die auf Selbst-Ermächtigung aller Beteiligten zielen.

Jedoch gibt es keine Systematik und wenig Praxis bezüglich der Frage, wie sich der künstlerische Prozess und die entstandene Inszenierung barrierefrei, über konkret eingebundene Gruppierungen hinaus, vermitteln lassen. Zahlreiche Projekte entstehen – auch aufgrund der fehlenden Infrastruktur - ohne begleitende Formate und es existieren keine oder nur wenige Vermittlungsformate, die systematisch begleitend angeboten werden.

Hier setzt PEX an: Wir wollen eine Übersicht erfolgreicher Modelle erstellen, weitere entwickeln und allen Akteur*innen dieses Wissen zur Verfügung stellen.


In Kooperation mit den Landesverbänden der freien darstellenden Künste, dem Fachverband gender_diversity und in Zusammenarbeit mit dem Dachverband EUCREA, wird PEX modellhaft aufzeigen, welche Ansätze der Vermittlung für die freien darstellenden Künste Zugänge ermöglichen, Hürden abbauen und Menschen unabhängig von Herkunft, Bildungsgrad und Alter an dem vielfältigen Angebot der Szene partizipieren lassen - vor allem in strukturschwachen peripheren ländlichen Regionen. Eine wichtige erste Grundlage der Arbeit bilden unter anderem die Publikation »Zwischen Publikum und Bühne. Vermittlungsformate für die freien darstellenden Künste« des Performing Arts Programm Berlin und weitere existierende Veröffentlichungen zum Thema.

Bei Nachfragen steht Anne Schneider (Geschäftsführerin des BFDK) unter anne.schneider@darstellende-kuenste.de gerne zur Verfügung.

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