Insolvenzrecht

Einzelpersonen und juristische Personen sind insolvenzfähig. Wie? Ein Insolvenzantrag muss gestellt werden, sobald Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung oder drohende Zahlungsunfähigkeit vorliegt. Allerdings werden die Insolvenzantragspflicht und die Zahlungsverbote bis zum 30.09.2020 ausgesetzt (Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht). Ein Insolvenzantrag sollte dennoch gestellt werden, wenn sich abzeichnet, dass sich die Folgen der Krise nicht wieder auffangen lassen.

Wann? Gesetzlich gilt die Frist von 3 Wochen für Kapitalgesellschaften (also z.B. GmbHs). Für Vereinsvorstände gibt es keine bestimmte Frist, innerhalb derer der Insolvenzantrag gestellt werden muss. Sie machen sich auch nicht wegen verspäteter Antragstellung strafbar. Vereinsvorstände haften aber u.U. für durch eine verspätete Insolvenzantragstellung entstandene Schäden persönlich.

(Dank an den Newsletter www.vereinsknowhow.de für die Zusammenfassung zu Insolvenz)

Einen Einblick in Fragen der Insolvenzanträge und Verfahren gibt es bei darauf spezialisierten Rechtsanwälten, wie der Schuldnerberatung Richter.

Lokale Beratungsstellen listet das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration.

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