Sachsen bringt zusätzlich rund zehn Millionen Euro für die Kultur auf den Weg

Die Sächsische Staatsregierung hat in ihrer Kabinettssitzung am 7. April 2020 zusätzliche rund zehn Millionen Euro für den Kulturbereich in Aussicht gestellt, um die Akteur*innen vor Ort zu unterstützen. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen wird ein neues, unbürokratisches Stipendienprogramm auflegen. Es heißt »Denkzeit« und richtet sich an Künstler*innen und Kulturschaffende, damit sie die Zwangspause kreativ nutzen und Ideen für die Zeit danach entwickeln können.

Zudem wollen wir über die Kampagne »So geht sächsisch.« weiteren Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform bieten und so die kulturelle Vielfalt im Internet ermöglichen. »Auch online erbrachte Leistungen haben einen Wert. Neben Künstlerhonoraren sollen hier auch Ausgaben für Technik unterstützt werden«, so die Ministerin.

Um die wichtigen Strukturen der musisch-kulturellen Bildung in der Fläche des Freistaates zu erhalten, bedarf es in einem ersten Schritt insbesondere für die freien Träger eine finanzielle Unterstützung. »Ich sehe die schwierige Situation, in der sich freie Honorarkräfte befinden. Hier wollen wir helfen«, so Klepsch. Parallel dazu arbeitet die Staatsregierung an einem Schutzschirm für Kommunen.

»Auch den Kulturräumen wollen wir die Zahlung von Ausfallhonoraren ermöglichen. Fördermittel des Freistaates an die Kulturräume müssen nicht zurückgezahlt werden, wenn auf Grund der Corona-Krise Einrichtungen schließen und Veranstaltungen abgesagt werden mussten«, so die Ministerin abschließend.

Die für die Maßnahmen erforderlichen Mittel bedürfen noch der Entscheidung des Sächsischen Landtages.

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