Gemeinsamer Appell an EU-Parlament und Kommission zur Zukunft von Kunst und Kultur in Europa nach COVID-19

Laut einer Erhebung von Eurostat, sind ca. 7,3 Millionen Jobs im Kultursektor direkt von den Maßnahmen zum Umgang mit COVID-19 betroffen, ca. 32 Prozent davon sind selbstständig und ohne adäquate soziale Absicherungen. Diese radikale Erschütterung bedarf eines gemeinsamen Handelns auf europäischer Ebene. Als Reaktion auf die Entscheidung der EU-Kommission über die Anpassung des mehrjährigen Finanzrahmens (2021-2027) an die derzeitige Situation, fordern Culture Action Europe (CAE) und die European Cultural Foundation (ECF) deshalb u. a. die Integration von Expert*innen aus Kunst und Kultur in europäische und nationale Task Forces.

Zudem fordern CAE und ECF:

  1. Die Anerkennung des Kultur- und Kreativsektors als integralen Bestandteil des ökonomischen, sozialen und ökologischen Plans für den Wiederaufbau nach COVID-19 und dessen Unterstützung mit mind. sieben Prozent des europäischen Recovery Funds.
  2. Die Stärkung des Förderprogramms Creative Europe für die Sicherstellung kultureller Zusammenarbeit jenseits von Landesgrenzen und nationalen Soforthilfen.
  3. Den Ausbau der Kooperationsmöglichkeiten zwischen Kunst und Wissenschaft im Rahmen des Programms Horizon 2020.

Mit dem Culture of Solidarity Fund hat die ECF ein starkes Instrument geschaffen, um künstlerische Initiativen zu unterstützen und nationalen Alleingängen entgegenzuwirken. Mehr dazu hier.

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