Deutscher Kulturrat: Ohne Finanzierung keine Öffnung

Der Deutsche Kulturrat begrüßt, dass heute Bund und Länder gemeinsame Eckpunkte für Öffnungsstrategien weiterer Kultureinrichtungen offiziell vorlegen. Der Deutsche Kulturrat ist erfreut, dass weitere Schritte zur Öffnung des kulturellen Lebens konkret vorbereitet werden. Gleichzeitig verweist der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, auf die damit verbundenen finanziellen Belastungen: »Es ist sehr erfreulich, dass das kulturelle Leben langsam und mit Vorsicht wieder hochgefahren wird. Die Öffnung ist aber nicht zum Nulltarif zu haben. Die Begrenzung der Besucherzahl in den Kultureinrichtungen zur Sicherstellung des Mindestabstandes wird zu drastischen Einnahmeausfällen im Spielbetrieb führen.

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Nachgeschaut: Sind Theater systemrelevant?

In der ersten MDR KULTUR-Zukunftswerkstattvom 18. Mai 2020 sprechen Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke, der Vorsitzende des Sächsischen Bühnenvereins und Theaterintendant, Lutz Hilmann, Janek Liebetruth, Vorsitzender des Landeszentrums für Spiel & Theater Sachsen-Anhalt und Leiter des Theaternatur-Festivals, und Walter Bart vom Theaterhaus Jena miteinander über die Systemrelevanz des Theaters.

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Kultur-MK und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien legen Eckpunkte für Öffnungsstrategien weiterer kultureller Einrichtungen vor

Die Kultur-Ministerkonferenz (Kultur-MK) und die Staatsministerin für Kultur und Medien haben sich auf Eckpunkte für eine planvolle Öffnung weiterer kultureller Einrichtungen und Aktivitäten verständigt und diese an die Regierungschefinnen und -chefs der Länder und die Bundeskanzlerin übermittelt. Das Papier stellt eine Vorlage für Beratungen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten dar. Die Eckpunkte enthalten Empfehlungen und Kriterien für Öffnungskonzepte für Kunst- und Kultureinrichtungen aller Sparten und Branchen vor dem Hintergrund der lokalen Entwicklungen der Infektionszahlen.

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Freie Szene Sachsen: Banden bilden? – Freie Theaterarbeit in und nach der COVI-19-Krise

Dienstag, 19. Mai, von 15:00 bis 16:30, tauschen sich Romy Weyrauch (Regisseurin, Dramaturgin, Performerin), Tom Quaas (Schauspieler & Regisseur), Sabine Köhler (Puppenspielerin & Szenografin) und Claudia Müller (Koordinatorin Zentralwerk e.V.) darüber aus, wie freie Theaterarbeit in naher Zukunft aussehen kann, welche Formate es dafür braucht und welche politischen Weichenstellungen.

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Keine Künstlersozialabgabe bei Ausfallhonoraren

Derzeit gewähren einige Veranstalter*innen und Kulturinstitutionen Künstler*innen bei Corona-bedingten Absagen von Veranstaltungen oder Kursen Ausfallhonorare. Es stellte sich für sie die Frage, ob diese Ausfallhonorare künstlersozialabgabepflichtig sind. Bei einer Anfrage des Kulturbüros Rheinland-Pfalz bei der Künstlersozialversicherung, verneinte sie dies und verwies auf folgenden Passus: »Künstlersozialabgabe ist nur zu zahlen, wenn eine künstlerische oder publizistische Leistung tatsächlich erbracht wurde. Wird eine Leistung nicht erbracht, fällt keine Künstlersozialabgabe an. Deshalb gehören Schadenersatzansprüche und Vertragsstrafen nicht zum meldepflichtigen Entgelt. Werden Ausfallhonorare gezahlt, obwohl eine Leistung nicht erbracht wurde, sind sie wie Vertragsstrafen zu behandeln und daher nicht meldepflichtig. Ausfallhonorare für bereits erbrachte Leistungen, die nur nicht verwertet bzw. genutzt werden, müssen der KSK dagegen gemeldet werden.«

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Corona: Hilfsmaßnahmen der Länder

Verschiedene Bundesländer haben inzwischen Hilfsmaßnahmen für Unternehmen aufgelegt, die auch von Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft genutzt werden können. Ebenso haben verschiedene Bundesländer Maßnahmen für öffentlich geförderte Kultureinrichtungen bzw. Projekte auf den Weg gebracht. Eine gute Übersicht bietet die Homepage des Deutschen Kulturrates unter https://www.kulturrat.de/corona/massnahmen-der-laender

BMF beantwortet Fragen zur Coronakrise für gemeinnützige Vereine

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat eine Reihe von Fragen in Zusammenhang mit der Coronakrise beantwortet. Die FAQ Corona (Steuern) beschäftigen sich u. a. auch mit Fragen der Gemeinnützigkeit. Zu folgenden Themen werden u.a. Aussagen gemacht: Tätigkeiten im Bereich der Coronahilfe, entgeltliche Tätigkeiten, Mittelverwendung, Auflösung von Rücklagen,  Beitragsrückerstattungen an Mitglieder sowie Spendenquittung bei Verzicht der Rückzahlung des Ticketpreises. Mehr unter https://kulturbuero-rlp.de/nr_beitrag/bmf-beantwortet-fragen-zur-coronakrise-fuer-gemeinnuetzige-vereine

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Regie Netzwerk: 2. Umfrage zu COVID-19 bedingte Absagen und Verschiebungen für Regisseur*innen

Nachdem sich das chaotische Dickicht der ersten Krisenwochen etwas lichtet, versucht das Regie Netzwerk eine genauere Dokumentation der entstandenen Einkommensausfälle von Regisseur*innen. Der Fokus liegt vor allem auf den Verschiebungen und Absagen im 2. Quartal (Premieren 01.04.20 - 30.06.20), es gibt aber auch die Möglichkeit, bereits entstandene Verluste im 1. Quartal zu dokumentieren und eine Prognose für die Zukunft abzugeben.

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Allianz der Freien Künste warnt vor ersatzlosem Ende der Corona-Hilfen des Bundes

In der Sitzung des Bundesrates am 15. Mai 2020 ist die Initiative der Länder Berlin und Bremen, die bestehenden Soforthilfen des Bundes im Sinne der Solo-Selbständigen anzupassen und endlich die Entnahme eines Unternehmer*innen-Lohns möglich zu machen, nicht beschlossen worden. Eine weitere Chance ist verstrichen, die Hilfen dem tatsächlichen Bedarf anzupassen. Viele selbstständige Kunstschaffende hoffen seit Wochen auf diese Modifikation der Soforthilfen.

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Rheinland-Pfalz: Im Fokus - Sechs Punkte für die Kultur

»Kultur ist nicht alles. Aber alles ist nichts ohne Kultur. Deswegen wollen wir die Kultur stärken und für die Krisenzeit Möglichkeiten schaffen, Kultur stattfinden zu lassen«, erklärten am 15. Mai 2020 Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kulturminister Konrad Wolf. Mit einem 15,5 Millionen Euro umfassenden 6-Punkte-Programm wird die Landesregierung die Kulturlandschaft in Rheinland-Pfalz unterstützen. Das Programm soll neue Impulse für Kulturaktivitäten setzen, die auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen ihr Publikum finden.

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LanZe empfiehlt andere Basis als KSK-Mitgliedschaft

Die Soforthilfe des Landes Sachsen-Anhalt ist bislang gebunden an die notwendige Voraussetzung der KSK-Mitgliedschaft. Nach einer Telefonkonferenz mit Minister Robra und einem Folgegespräch mit Staatssekretär Schellenberger, übermittelte LanZe eine >>Empfehlung an das Land. In dieser enthalten sind Vorschläge, die - nebeneinander und gleichberechtigt - die professionelle Tätigkeit als freiberufliche*r darstellende*r Künstler*in nachweisen würden.