Rheinland-Pfalz: Im Fokus - Sechs Punkte für die Kultur

»Kultur ist nicht alles. Aber alles ist nichts ohne Kultur. Deswegen wollen wir die Kultur stärken und für die Krisenzeit Möglichkeiten schaffen, Kultur stattfinden zu lassen«, erklärten am 15. Mai 2020 Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kulturminister Konrad Wolf. Mit einem 15,5 Millionen Euro umfassenden 6-Punkte-Programm wird die Landesregierung die Kulturlandschaft in Rheinland-Pfalz unterstützen. Das Programm soll neue Impulse für Kulturaktivitäten setzen, die auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen ihr Publikum finden.

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LanZe empfiehlt andere Basis als KSK-Mitgliedschaft

Die Soforthilfe des Landes Sachsen-Anhalt ist bislang gebunden an die notwendige Voraussetzung der KSK-Mitgliedschaft. Nach einer Telefonkonferenz mit Minister Robra und einem Folgegespräch mit Staatssekretär Schellenberger, übermittelte LanZe eine >>Empfehlung an das Land. In dieser enthalten sind Vorschläge, die - nebeneinander und gleichberechtigt - die professionelle Tätigkeit als freiberufliche*r darstellende*r Künstler*in nachweisen würden.

BFDK: AUFRUF #umdenken #wirwollenweiter #wirlasseneuchnichthängen #kreativdurchdiekrise #allesmalanders

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) ruft alle Künstler*innen und Kunstschaffenden der freien darstellenden Künste, die aktuell trotz geschlossener Häuser künstlerisch arbeiten, dazu auf, uns ihre Ergebnisse zukommen zu lassen. Wir möchten die in den letzten Wochen in Reaktion auf die Pandemie entstandenen Angebote sichtbar machen: Als Inspirationsquelle, zum Mutmachen und damit uns alle auch mal schöne Dinge erreichen. Bitte, sendet Eure Links, Kurzbeschreibungen und Fotos ab sofort an: post@darstellende-kuenste.de. (Wir bitten herzlich, die Materialien auf max. 1 DINA A4 Seite zu senden und im besten Fall eine Veröffentlichung auf Facebook mitzudenken.)

Tanja Liedtke Stiftung fördert in der aktuellen Situation junge Tanzschaffende

Die derzeitige Situation ist für Tänzer*innen eine große Herausforderung. Körperliche Distanz, geschlossene Theater, kaum Möglichkeiten, gemeinsam zu proben - geschweige denn, konkrete Perspektiven, wieder vor einem Publikum auftreten zu können. Häufig kommen dazu große existentielle Sorgen bei Freischaffenden und Tänzer*innen in Ausbildung. In dieser schwierigen Situation ist die Tanja Liedkte Stiftung darum bemüht, jungen Künstler*innen Hoffnung zu vermitteln und sie bei Studium und Weiterbildung im Tanz und Tanztheater zu unterstützen.

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BFDK richtet Appell an Bundesregierung, Regularien bei Corona-Hilfe anzupassen

26 Bundes- und Landesverbände aus den Bereichen Musik und darstellende Künste, darunter auch der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK), fordern seit dem 12. Mai 2020 in einem gemeinsamen Appell die Bundesregierung auf, die Regularien bei den bestehenden Corona-Hilfen an den tatsächlichen Bedarf von Soloselbständigen aller Branchen anzupassen und insbesondere die spezifischen Lebens-und Arbeitsrealitäten freier Künstler*innen zu berücksichtigen.

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Übersicht: Regelungen der Bundesländer für den Kultur- und Veranstaltungssektor

Mit der Pressekonferenz der Bundeskanzlerin am 6. Mai 2020 wurden die nächsten schrittweisen Lockerungen bekanntgegeben. Diese betreffen auch den Kultur- und Veranstaltungsbereich. Allerdings gibt es keine einheitliche Regelung, da die Bundesländer selbst darüber entscheiden, ab wann die Durchführung von Veranstaltungen und Messen (unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln) erlaubt ist. Production Partner, ein Magazin für Veranstaltungstechnik, hat auf seiner Internetseite eine Übersicht zusammengestellt, welche Lockerungen die einzelnen Bundesländer für den Kultur- und Veranstaltungsbereich beschlossen haben. Diese wird fortlaufend aktualisiert.

Kreative Wege aus der Corona-Falle – MDR KULTUR startet digitale Zukunftswerkstatt

Theater, Kinos und andere Kultureinrichtungen bereiten sich darauf vor, den Betrieb wieder aufzunehmen. Doch es bleibt unklar, wie sie die Auflagen umsetzen sollen und wie der künstlerische Betrieb unter diesen Umständen funktionieren kann. In mehreren Zukunftswerkstätten, will MDR KULTUR mit Kulturschaffenden und Politikern mögliche Konzepte diskutieren. Die erste MDR KULTUR-Werkstatt beschäftigt sich am 18. Mai von 16 Uhr bis 17.30 Uhr mit dem Thema »Theater und die freie Szene.« Erwartet werden folgende Gäste: Skadi Jennicke, Leipziger Kulturbürgermeisterin und Vorsitzende des Fachausschusses Kultur im Deutschen Städtetag und Jeanne Bindernagel von der Kulturstiftung des Bundes. Die MDR KULTUR-Zukunftsgespräche werden live ausgestrahlt. Zuschauer*innen haben dabei die Möglichkeit, über Kommentarfunktionen Fragen zu stellen, die in die Live-Diskussion einfließen.

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Ministerium für Bildung und Kultur Saarland: Stipendium für Solokünstler*innen

Das am 5. Mai 2020 angekündigte Stipendienprogramm in Höhe von insgesamt 2,5 Millionen Euro wirkt als Unterstützung für Solokünstler*innen ohne eigenen Betrieb in Zeiten von Corona - gleichzeitig ist es die erste Konzeptionsförderung, die das saarländische Ministerium auflegt! Das Netzwerk Freie Szene Saar würde deshalb sehr begrüßen, wenn dieses Förderinstrument auch unabhängig von Corona fortgeschrieben wird. Nach unseren Informationen sollen die Antragsformulare in wenigen Tagen bereitstehen. Außerdem wird eine Emailadresse genannt, unter der sich Interessierte melden können: kultur@bildung.saarland.de. Pro Stipendium werden bis zu 3000 € vergeben.

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Land Brandenburg: Mikrostipendien-Programm für freiberufliche Künstler*innen

Für das Mikrostipendien-Programm für freiberufliche Künstler*innen stehen rund 4 Millionen Euro bereit. Freiberufliche professionelle Einzelkünstler*innen können einmalig 1.000 Euro bekommen, um während der Corona-Krise kleine künstlerische Projekte realisieren zu können. Voraussetzungen sind der Hauptwohnsitz im Land Brandenburg, eine Kurzbeschreibung des geplanten künstlerischen Projektes und die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse.

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Kunststiftung NRW: Sonderfonds zur Unterstützung von Künstler*innen

Die Corona-Pandemie hat die Menschheit seit Jahresbeginn 2020 in eine globale und gefährliche Krise gestürzt. Umso wichtiger ist es, schon jetzt über die Zeit nach Corona nachzudenken, zu fragen, was die Menschen aus der Krise lernen können und wie die Zukunft nach der Pandemie aktiv gestaltet werden kann. Dazu können die Kreativität und das Denken vieler Künstler*innen entschieden beitragen. Daher legt die Kunststiftung NRW den Sonderfonds »Begrenzt – Entgrenzt. Zeit für eine Zeitenwende?« in Höhe von 600.000 Euro auf, der Künstler*innen aller Sparten und mit Wohnsitz in NRW motivieren soll, sich gedanklich mit der Krisensituation auseinanderzusetzen – sie bietet auch zusätzlich einen kurzfristigen Support in dieser für viele Selbstständige im Kulturbereich so schwierigen Zeit.

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Bremer Senat beschließt Mitantragstellung im Bundesrat

Der Berliner Senat hatte in seiner Sitzung am 4. Mai 2020 beschlossen, einen Antrag mit dem Titel »Kunst-, Kultur-, Medien- und Kreativlandschaft in Deutschland sichern – Hilfen für Kulturschaffende und Kultureinrichtungen spezifisch und mittelfristig wirkend ausgestalten« in der Bundesratssitzung am 15. Mai 2020 zu stellen. Diesem Antrag, der sich die Existenzsicherung selbstständiger Künstlerinnen und Künstler und die Unterstützung weiter Teile der Kunst-, Kultur-, Medien- und Kreativwirtschaft zum Ziel gesetzt hat, schloß sich der Bremer Senat in seiter Sitzung am 12. Mai 2020 an. Inhaltlich setzt die Entschließung zudem an der Forderung der Kulturminister- und Wirtschaftsministerkonferenzen an, den Solo-Selbstständigen zum Ausgleich ihrer substanziellen Umsatzeinbrüche einen pauschalen Betrag in Höhe von 1.180 Euro monatlich zu gewähren.

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