Unterstützung auf Länderebene: Unternehmen und Freiberufler*innen können Überbrückungshilfe beantragen

Ab 10. Juli 2020 können über die Investitionsbanken der Länder Anträge für ein weiteres Corona-Hilfspaket des Bundes gestellt werden. Die Überbrückungshilfe für die Monate Juli und August ist für kleine und mittelständige Unternehmen, Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen und gemeinnützige Organisationen gedacht. Voraussetzung ist, dass den Betroffenen im April und Mai mindestens 60 Prozent der Umsätze durch die Coronakrise weggebrochen sind. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Um Betrug vorzubeugen, kann man sich nur über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer auf der Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de anmelden.

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Thüringen: Corona-Hilfe für Soziokultur, Kinos, freie Theater und Festivals gestartet

Der Freistaat Thüringen fördert aus dem im Thüringer Landtag beschlossenen Sondervermögen ab sofort gemeinnützige Träger im Bereich der Kinos, Festivals, Soziokultur und freien Theater, die wegen Corona finanziell in ihrer Existenz bedroht sind. Die Mittel werden als Billigkeitsleistung und nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Eine Antragsstellung ist möglich, wenn die fortlaufenden Einnahmen einer Einrichtung nicht ausreichen, um die fortlaufenden Personal- und Sachkosten zu bezahlen. Die Zuschusshöhe ist abhängig von der Finanzierungslücke, die sich aus den Einnahmen abzüglich der laufenden Kosten ergibt. Anträge können ab 10. Juli 2020 bei der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen (GFAW) gestellt werden, welche die Anträge prüft und bearbeitet. Die Bewilligung der Anträge erfolgt durch die Thüringer Aufbaubank.

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Stärkungspaket des Landes NRW: 185 Millionen Euro für Kunst und Kultur

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat am 24. Juni 2020 im Landtag in Düsseldorf ein Nordrhein-Westfalen-Programm in Höhe von insgesamt 8,9 Milliarden Euro vorgestellt. Die Mittel sollen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie und zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Landes eingesetzt werden. In diesem Rahmen hat die Landesregierung für den Bereich Kultur das Stärkungspaket »Kunst und Kultur« angekündigt. Das Stärkungspaket soll die Mittel des Bundes für Künstler*innen und Kultureinrichtungen verstärken und ergänzen – um insgesamt 185 Millionen Euro.

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Österreichischer Nationalrat beschließt 90 Millionen-Hilfe für selbständige Künstler*innen

Am 17. Juni 2020 hat der Nationalrat Österreich ein Hilfspaket für selbstständige Künstlerinnen und Künstler einstimmig beschlossen. 90 Millionen Euro werden dafür zur Verfügung gestellt. Von dem Hilfsfond profitieren werden Künstler*innen, die in der Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS) zwischen Mitte März und Mitte Juni versichert sind. Rund 15.000 Menschen sind dort als Künstlerinnen und Künstler gemeldet, so ÖVP-Kultursprecherin Maria Großbauer. Die Kultursprecherin der Grünen, Eva Blimlinger erklärte, dass 1.000 Euro im Monat ausbezahlt werden sollen, die Zahlung erfolgt in Raten. Hier weiterlesen.

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Deutschlandradio Kultur: Mit »Wumms« aus der Corona-Krise. Kann das Milliardenpaket die Kultur retten?

Corona hat alles verändert und vieles sichtbarer gemacht. Dass die Seuche innerhalb von wenigen Tagen die ökonomischen Bedingungen der Künstler*innen  und der kleinen kulturwirtschaftlichen Unternehmen zum Zusammenstürzen bringen konnte, zeigt, wie dünn das Eis der ökonomischen Absicherung der Frauen und Männer, die im Kulturmarkt arbeiten, ist. In der Sendung vom 12. Juni 2020 wird versucht, die Frage zu beantworten: Kann das Milliardenpaket des Bundes die Kultur aus der Krise retten?

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Brandenburg fördert Freie Theater mit 1,3 Millionen Euro

Brandenburgs Landesregierung fördert die freie Theaterszene in der Mark in diesem Jahr mit mehr als 1,3 Millionen Euro. »Mit ihren kreativen, innovativen und oft leidenschaftlichen Inszenierungen und Projekten setzen die Freien Theater nicht nur spannende kulturelle und gesellschaftliche Akzente, sondern stehen auch für die kreative Schaffenskraft und die Kunst- und Kulturfreiheit in unserem Land«, erklärte Kulturministerin Manja Schüle (SPD) am 14. Juni 2020 in Potsdam. In diesem Jahr seien auch die Theater in freier Trägerschaft von der Corona-Krise schwer getroffen. Trotz des Ausfalls von Veranstaltungen werde die Förderung durch das Land grundsätzlich fortgesetzt.

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Österreich gibt Überbrückungsfonds für selbstständige Künstler*innen bekannt

Die Koalitionsparteien ÖVP und Grüne haben sich darauf geeinigt, einen eigenen Überbrückungsfonds für Künstlerinnen und Künstler in Höhe von 90 Millionen Euro einzurichten. 1.000 Euro pro Monat, und das für die Dauer von bis zu sechs Monaten, können ausgezahlt werden. Antragsberechtigt sind Personen, die Kunst und Kultur schaffen, ausüben, vermitteln oder lehren und als Künstlerinnen und Künstler in der Sozialversicherung der Selbständigen pflicht- oder freiwillig versichert sind.

BFDK begrüßt Entschließung des Bundesrates und fordert Nachbesserung bei der geplanten Ausgestaltung des Konjunkturpakets

Der BFDK und weitere 17 in der Allianz der Freien Künste zusammengeschlossenen Bundesverbände begrüßen die am Freitag, 05.06.2020, gefasste Entschließung des Bundesrates zur »Sicherung von Selbstständigen und Freiberuflern – Hilfen für die Kultur-und Kreativwirtschaft nachhaltig ausgestalten«. Diese Entschließung ist ein deutliches Signal der Länder an die Bundesregierung, bei der Ausgestaltung des geplanten Konjunkturpakets angemessen auf die Arbeits- und Lebensrealität der soloselbstständigen freischaffenden Künstler*innen und Kunstschaffenden in Deutschland einzugehen. Es gibt weiterhin dringenden Handlungsbedarf!

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