Programm

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Montag, 29. Oktober 2018


ab 11:00 Uhr
Ankunft und Registrierung

12:00 Uhr 
Begrüßung und Einführung in das Programm von ON THE ROAD #5 München
mit Annegret Bauer (Kuration) und Anne Schneider (Geschäftsführung BFDK)

12:30 Uhr bis 14:00 Uhr
Die Landesverbände der freien darstellenen Künste aus Bayern, Sachsen-Anhalt und Thüringen stellen sich vor
Welchen Aufgaben widmen sich die jeweiligen Landesverbände für darstellende Künste, welche regionalen Besonderheiten gibt es? Welche Ziele verfolgen sie? Was sind die wichtigsten Themen, die die Vertreter*innen der Szene gerade in ihren Bundesländern beschäftigen? Hier gibt es Gelegenheit, die Geschichte der Freien Szene in den verschiedenen Regionen und die kulturpolitischen Meilensteine ebenso kennenzulernen wie die Besonderheiten der jeweiligen Mitgliedschaft. 

14:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Mittagessen

15:15 Uhr bis 16:30 Uhr
Vortrag: Offenes Kunst Konto der GLS Bank
Kunst und Kultur leben von Wagemut, von der Bereitschaft ungewohnte Wege zu beschreiten, sich tastend und experimentierend fortzubewegen und aus Erfahrung zu lernen. Solchen Mut zum Experiment beweist auch die Idee des Offenen Kunst Kontos, das die Chance bietet, einen grundsätzlich anderen Weg der Kulturfinanzierung abseits der bekannten Pfade zu erproben. Wird es die Kulturfinanzierung ablösen, die wir kennen? Wohl kaum. Doch es könnte eine Ergänzung sein und wird spannende Erkenntnisse liefern, wo die Vorteile und Stolpersteine einer radikal offenen Kunstförderung liegen. 
mit: Julian Rieken und Tille Barkhoff

16:30 Uhr bis 17:00 Uhr 
Pause

17:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Vortrag: Nicht-öffentliche Zusatzfinanzierung für die Kultur: Wie man zeitgemäße Partnerschaften mit Unternehmen etabliert
Für viele – gerade freie – Theater sind die Einnahmen aus Ticketverkäufen, Gastspielen und öffentlichen Förderungen nicht ausreichend für die Aufrechterhaltung oder gar den Ausbau eines anspruchsvollen Betriebs. Zusätzliche, nicht-öffentliche Finanzierungsmittel sind aus den meisten Wirtschaftsplänen nicht mehr wegzudenken. Allein: sie zu erhalten wird immer anspruchsvoller, denn die Vielfalt der theoretisch nutzbaren Finanzierungsmethoden ist in jüngerer Vergangenheit ebenso angestiegen wie auch die Konkurrenzsituation innerhalb des nicht-gewinnorientierten Sektors. Der Vortrag gibt im ersten Teil einen kurzen Überblick über alternative Finanzierungsansätze im Theaterbereich. Er konzentriert sich dann auf einen ausgewählten Bereich: die Unterstützung durch Unternehmen. Dieser Bereich ist, so wird im zweiten Teil gezeigt, sehr potenzialträchtig. Allerdings: das gewöhnliche Spenden- und Sponsoringwesen ist eher »out«. Wie man in dieser Situation dennoch mit zeitgemäßen Ansätzen zu signifikanter Unterstützung durch Partner aus der Wirtschaft kommt, wird im dritten Teil mittels konkreter methodischer Empfehlungen wie auch praktischer Beispiele erläutert.
mit: Dr. Patrick Roy

18:15 Uhr bis 19:15 Uhr
Führung und Rundgang über das Schwere Reiter Gelände

19:15 Uhr bis 20:30 Uhr
Abendessen


Dienstag, 30. Oktober 2018


10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Parallel zwei ganztägige Workshops

Workshop #1: Stark für die Kunst - Standort – Ziele – Ressourcen
Eine berufliche Laufbahn als Künstler*in enthält viele Chancen und Privilegien, die unter dem Druck der Existenzsicherung manchmal in Vergessenheit geraten. Wir bieten den Teilnehmer*innen durch Fallbeispiele, theoretischen Input und individuelles Coaching Raum zur Standortbestimmung, Neuausrichtung und Rückbesinnung auf ihre Bedürfnisse und Ressourcen.
mit: Alina Gause und Heike Scharpff

Workshop #2: Erfolgreiche kulturpolitische Arbeit: Strategien, Erfahrungen, Konzepte 
Wie kann ich mehr politische Aufmerksamkeit und mehr Geld für meine Kulturprojekte generieren? Warum sind manche darin so erfolgreich - und andere nicht?
mit: Sören Fenner

13:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Mittagessen

14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Fortsetzung der Workshops

16:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Pause

17:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Vortrag: Arbeitssicherheit im Freien Theater. Auch das noch?
Eine kleine Aufklärungsstunde.

Da steh ich nun und will doch nur spielen.

Und dann kommt der Langweiler vorbei und klaut mir meine kostbare Probenzeit mit der Frage, warum die Leiter, auf der ich gerade stehe, um meine Dekoration aufzuhängen, so seltsam schief steht.

Wer Arbeitssicherheit hört, möchte oft gern reflexartig das Thema wechseln, denn das kostet vermutlich Zeit, womöglich Geld und geht doch irgendwie an der Kunst vorbei, oder?
Auch in der freien Theaterszene ist das Arbeiten mit verschiedenen Risiken und Herausforderungen verbunden. Gesetze, Vorschriften und Regeln dazu gibt es in Hülle und Fülle. Was muss davon bei einer freien Produktion berücksichtigt werden? Welche Versicherungsgrundlagen sollte man kennen, bevor die Leiter umgekippt ist? Welche rechtlichen Regelungen treten im Fall eines Unfalls ein?

Dieser Vortrag stellt das notwendige Wissen zur Verfügung.

mit: Marek Lamprecht

18:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Abendessen und get together


Mittwoch, 31. Oktober 2018


10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Parallel finden zwei ganztägige Workshops statt.

Workshop #1: Freischaffend im Bereich der darstellenden Kunst - Von Einzelpersonen bis zur gemeinnützigen GmbH
In diesem Workshop behandelt Elke Flake Trägerformen, Rechts-, Sozialversicherungs- und Steuerfragen. Zu Beginn sollen verschiedene Tätigkeitsformen beleuchtet werden, wie Selbstständigkeit oder abhängige Beschäftigung und daraus folgend Fragen der Versicherung und des Steuerwesens unter die Lupe genommen werden. Des Weiteren geht es um die verschiedenen Trägerformen wie GmbH, GbR oder Verein und die damit verbundenen Probleme bei der KSK-Prüfung durch die Rentenversicherung sowie Konsequenzen für jeweilige Trägerschaften und Beschäftigungsverhältnisse, die sich zum Beispiel aus der Gemeinnützigkeit heraus ergeben.
mit: Elke Flake

Workshop #2: KOMMT! ALLE! -
Strategien der Selbstdarstellung und der öffentlichen Kommunikation am freien Theater

Draußen, weit außerhalb des Bühnenraum, beginnen Theater den Dialog mit einem Publikum und einer Stadtöffentlichkeit: In die Printmedien, ins Internet und in den Stadtraum hinein erweitern sich Bühnen und damit auch die Performances. Wir stellen uns praktischen Fragen aus der Öffentlichkeitsarbeit, die viele von uns umtreiben: Wie diese wimmelnden Räume strategisch effektvoll nutzen? Wie neues Publikum erreichen und welches genau? Wie ein spezifisches Profil schärfen in der Vielzahl kultureller Angebote und wie trotz limitierter Mittel sichtbar bleiben? Fragen und Fallbeispiele können gerne mitgebracht werden!
mit: Martina Grohmann

13:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Mittagessen

14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Fortsetzung der Workshops

16:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Open Space

18:00 Uhr bis 19:00
Abendessen

19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Horizonte/Fuck Up Night
Die Teilnehmer*innen stellen ihre Arbeit vor oder berichten von Reinfällen, aus denen sich viel lernen lässt (freiwillig).


Donnerstag, 01. November 2018


10:00 Uhr bis 11:30 Uhr
Informationsveranstaltung zum Förderprogramm »tanz und theater machen stark«
Der Bundesverband Freie Darstellende Künste hat ein eigenes Förderprogramm, das im engen Austausch mit der Szene entwickelt und ausgestaltet wurde. Hier können Gelder für künstlerische Projekte mit bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen beantragt werden. Hier werden die Anforderungen der Antragstellung erklärt, die sich in jedem Fall lohnt, denn ein Wirken in die Breite ist oberste Prämisse des Programms und die Ermöglichung von Prozessen gesetztes Ziel. Kommt also vorbei und überzeugt Euch selbst! 
mit: Eckhard Mittelstädt und Anne Schneider

10:00 Uhr bis 11:30 Uhr
Gespräch: Freihandelzone - Ensemblenetzwerk Köln: Freie Theater- & Tanzkompanien zwischen lokaler Vernetzung & internationaler Reichweite
Im Jahre 2004 schlossen sich die professionellen Kölner Tanz- & Theaterkompanien A.TONAL.THEATER, Futur3, theater51-grad und MOUVOIR/Stephanie Thiersch zum Ensemblenetzwerk Freihandelszone zusammen. Das Netzwerk wird seither durch die Stadt Köln institutionell gefördert. Als Reaktion auf das Vakuum eines nicht vorhandenen "großen" Kölner Produktionshauses bauten die Ensembles eine Produktionsstruktur mit gemeinsamen Probe-, Büro- und Lagerräumen auf. Eine PR Agentur kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit. Alle drei Monate erscheint ein Spielplan der Freihandelszone. Von 2006 - 2016 veranstaltete das Ensemblenetzwerk mit GLOBALIZE:COLOGNE eine internationale Plattform für zeitgenössische darstellende Kunst. Pünktlich zum 10jährigen Jubiläum wurde das erfolgreiche Festival eingestampft und 2017 durch URBÄNG! ersetzt. Mehr im Vortrag...
Mit: Jörg Fürst

11:30 Uhr bis 13:00 Uhr
Blick nach vorne
Wie waren die vergangenen Tage? Welche Angebote wünschen wir uns auch in Zukunft und wie sollten Qualifizierung und Weiterbildung im Bereich der freien darstellenden Künste in 10 Jahren aussehen?
mit: Anne Schneider

13:00 Uhr
Ende der Veranstaltung/Mittagessen

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