Programm

Programm als PDF hier zum Download.


SONNTAG, 3. Juni 2018


Ort: Werkhaus des Nationaltheaters Mannheim

ab 17.00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer*innen

18.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Begrüßung und kurze Einführung in das Programm
Anne Schneider, Geschäftsführerin des Bundesverbands Freie Darstellende Künste, Katharina von Wilcke, Kuratorin

Landesverbände Freie Darstellende Künste aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland stellen sich vor
Welchen Aufgaben widmen sich die jeweiligen Landesverbände für darstellende Künste, welche regionalen Besonderheiten gibt es? Welche Ziele verfolgen sie? Was sind die wichtigsten Themen, die die Vertreter*innen der Szene gerade in ihren Bundesländern beschäftigen?
Mit Sascha Koal (Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg), Harald Redmer (NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste), Eveline Sebaa-Thiel (Netzwerk Freie Szene Saar), Birgit Walkenhorst (Laprofth – Landesverband professioneller freier Theater Rheinland-Pfalz)

19.00 Uhr bis 19.30 Uhr
Suppenpause

19.30 Uhr bis 21.00 Uhr
Tauschbörse des Wissens
Was weiß ich, was Du nicht weißt? Teilt mit den Kolleg*innen Eure wichtigsten Tipps und Tricks aus dem Alltag - Methoden, Rezepte, Satzanfänge, Inspirationsquellen, Gesichtsausdrücke, Links, Arbeitsweisen, Entspannungsübungen etc. Alles ist erlaubt! Die Tauschbörse des Wissens bringt die Teilnehmer*innen spielend ins Gespräch.
Moderation: Katharina von Wilcke und Anne Schneider

anschließend
gemeinsamer Ausklang bei Getränken


MONTAG, 4. Juni 2018


Ort: Kommunikation Mannheim/Teamparcours

ab 9.00 Uhr
Infotisch

10.00 Uhr bis 11.00 Uhr
UPtimism
Input von Rivca Rubin (auf Englisch mit Flüsterübersetzung)
Unsere Denkmuster, die Beziehungen zu Anderen und zu uns selbst sind stark durch unsere Sprache geprägt. Unsere Kommunikation ist stärker denn je von Worten und Phrasen durchdrungen, die aus jahrhundertealten Machtstrukturen entstanden sind. Wenn wir uns von diesen hierarchischen, die Ungleichheit kultivierenden Systemen wegbewegen wollen, hin zu gerechteren Lebensbedingungen, die gemeinsame Dynamiken befördern, dann ist es wichtig, unsere Sprache entsprechend zu verändern.
UPtimism ist eine von der Kommunikationstrainerin Rivca Rubin initiierte globale Bewegung, um unser Denken und Handeln durch den bewussten Gebrauch unserer Sprache im Alltag zu revolutionieren - mit Hilfe der UPword-Sprache. In ihrer Präsentation stellt sie diese achtsame Form der Kommunikation vor, um auf eine nicht-zwanghafte, nicht-autoritäre Art und Weise miteinander um- und aufeinander einzugehen.

Es folgen zwei ganztägige, parallel stattfindende Workshops:

11.15 Uhr bis 13.30 Uhr
Workshop 1: Die Kunst der Kommunikation (Begrenzte Teilnehmerzahl: 24)
mit Rivca Rubin
Nach Rivca Rubins Input »UPtimism« werden wir die Auswirkungen unseres Denkens und Sprechens auf uns und Andere in professionellen wie privaten Beziehungen näher betrachten: Wie kommunizieren wir eigentlich miteinander? Was verhindert eine klare Kommunikation, was ist für eine Verständigung hilfreich? Wie sind Missverständnisse zu vermeiden? In diesem Workshop trainieren die Teilnehmer*innen, Meetings effektiv zu strukturieren, Gesprächsziele zu verfolgen und wie durch aufmerksames Zuhören unerwartete Lösungen entstehen können. Wir werden an Feedback-Methoden arbeiten und untersuchen, was das Geben und Erhalten von Feedback zu interessanten und produktiven Vorgängen macht. Die Teilnehmer*innen üben einen selbstbewussten Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen.

Workshop 2: Selbstständigkeit in den freien darstellenden Künsten
Leitung: Alexa Jünkering
Sie sind ausgebildet und professionell in Ihrem Fach. In bürokratischen und rechtlichen Fragen kennen Sie sich aber eher weniger aus. Wie auch? Das ist vor der Selbstständigkeit für die wenigsten Künstler*innen und Kulturschaffenden ein Thema. Aber ein Grundverständnis der Rahmenbedingungen, unter denen Sie Ihre selbstständige Tätigkeit ausüben, braucht es. Nichtwissen und Fehler kosten Nerven, Zeit und unter Umständen viel Geld. Ein Schwerpunkt des Workshops sind typische Rechtsformen für Kreative – z.B. Einzelunternehmung, GbR, Produktionsgemeinschaft, gGmbH und Verein. Dabei werden sowohl Haftungs- und Steuer-Aspekte angesprochen als auch Fragen nach den Voraussetzungen, um über die KSK versichert zu werden. Verständlich und praxisnah wird der Workshop eine Orientierung im Dschungel der »bürokratisch-trockenen« Themen geben und die Teilnehmer*innen darin unterstützen, mit der täglichen Bürokratie souveräner umzugehen.

13.30 bis 14.30 Uhr
Mittagessen und Pause für alle

14.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Fortsetzung Workshops 1 und 2

19.00 Uhr bis 20 Uhr
Exkursion zum EinTanzHaus
Mit dem Umbau der denkmalgeschützten Trinitatiskirche zum EinTanzHaus hat Süddeutschland seit der Eröffnung 2017 ein neues Zentrum für den Tanz. Es ist die Heimat des La_Trottier Dance Collectives, Experimentierforum für die zeitgenössische Tanzszene, eine lebendige Plattform für kulturellen Austausch mitten in den Mannheimer Quadraten sowie ein Ort des Zusammenlebens und der Kommunikation für Künstler*innen und Nachbarschaft. Erfahrene und etablierte Künstler*innen arbeiten hier Seite an Seite mit Neueinsteiger*innen.

ab 20.00 Uhr
Gemeinsames Abendessen im COHRS, Lange Rötterstraße 60
im Gespräch mit dem Dokumentationsteam Anna Hubner & Justus Wenke


DIENSTAG, 5. Juni 2018


Ort: Kommunikation Mannheim/Teamparcours

ab 9.00 Uhr
Infotisch

10.00 Uhr bis 11.00 Uhr
Das Impulse Theater Festival 2018: Showcase, Stadtprojekt und Akademie
Input von Haiko Pfost/Wilma Renfordt
Das Impulse Theater Festival ist seit mehr als 25 Jahren eine der wichtigsten Plattformen für das Freie Theater im deutschsprachigen Raum. Jährlich zeigen die Impulse modellhafte Arbeiten, die jenseits des klassischen Stadttheaterapparats produziert wurden und das Theater als Medium testen, erweitern und befragen.
Künstlerischer Leiter für die Festivalausgaben 2018 bis 2020 ist der Kurator, Dramaturg und Theaterwissenschaftler Haiko Pfost. Unter seiner Leitung wird das Festival seine Funktion als Treffpunkt der Freien Szene des gesamten deutschsprachigen Raums weiter ausbauen und gleichzeitig versuchen, neue Publikumsgruppen für das Freie Theater zu begeistern. Bei ON THE ROAD #4 wird die aktuelle Festivalausgabe vorgestellt, die vom 13. bis 24. Juni 2018 in Mülheim an der Ruhr, Düsseldorf und Köln stattfindet, sowie die Konzeption und Kriterien der Programmgestaltung erläutert.

Es folgen zwei ganztägige, parallel stattfindende Workshops:

11.15 Uhr bis 13.30 Uhr
Workshop 3: Kreativ zusammen arbeiten (begrenzte Teilnehmerzahl: 24)
mit Rivca Rubin
»Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.« (Albert Einstein)
Der zweite Teil des Workshops von Rivca Rubin widmet sich Formen der Kollaboration: Wie wollen wir miteinander arbeiten? Wie können wir gemeinsam Projekte lustvoll planen und fantasievoll umsetzen? Welches Selbstverständnis und welche Vorrausetzungen braucht es dafür? Welche Visionen haben wir und wie können wir sie weiter entwickeln? Die Teilnehmer*innen werden sich mit Hilfe von Coaching-Ansätzen wie Compelling Future, Perceptual Positions und dem GROW-Modell mit alternativen Arbeitsmethoden für Individuen und Gruppen beschäftigen, um neue Perspektiven zu entdecken und ein kreatives (Um)Denken der eigenen Strukturen zu ermöglichen. Die Methoden sind auch außerhalb der Arbeit auf eine Vielzahl von Situationen und Umstände anwendbar.
-->Die Teilnahme ist ohne den Besuch des Workshops »Die Kunst der Kommunikation« möglich.

Workshop 4: Starke Marke? Von Kultur-Markenbildung im Wirrwarr der Kommunikationskanäle (begrenzte Teilnehmerzahl: 12)
Leitung: Ulrike Steffel
Was ist eine Marke und wofür ist sie gut? Was ist ein Markenkern und wie finde ich den heraus? Auf welchen Wegen und in welcher Form kommuniziere ich eigentlich mit wem? In einem schier unübersichtlichen Dickicht der Kommunikationsmöglichkeiten die effizientesten Kanäle zu finden, sich vorher über die eigenen Zielgruppen klar zu werden und möglichst klar und eindeutig zu kommunizieren, ist eine echte Herausforderung – aber kein Grund zur Kapitulation. Der Workshop von Ulrike Steffel ist ein Parforceritt durch das weite Feld der Kulturkommunikation. Neben den Grundregeln und Essentials einer effektiven Kommunikation werden die Chancen und Möglichkeiten der verschiedensten Kommunikationswege wie z. B. Social Media beleuchtet und überprüft sowie das Formulieren einer klaren, eindeutigen Kern-Botschaft geübt. Dabei geht es insbesondere um praktische Anwendungen und um gemeinsames Ausprobieren: best practice Beispiele dienen als Tableau, um an den aktuellen Projekten der Teilnehmer*innen, beispielsweise der Vermarktung einer Produktion oder der Etablierung einer Compagnie, konkret zu arbeiten.
-->Bringt bitte eure Laptops und falls vorhanden auch gerne eigene Beispiele mit.

13.30 bis 14.30 Uhr
Mittagessen und Pause für alle

14.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Fortsetzung Workshops 3 und 4

19.00 Uhr
Freier Tanz im Delta – Reprise im Theater Felina-Areal (optional, Tickets 5 Euro)
Choreographien von Stefano Giannetti, David Kwiek, Brian McNeal, Pascal Sangl, Dominique Dumais, Veronika Kornova-Cardizzaro und Darja Reznikova
www.theater-felina-areal.de

anschließend
gemeinsames Abendessen im COHRS


MITTWOCH, 6. Juni 2018


Ort: Kommunikation Mannheim/Teamparcours

ab 9.00 Uhr
Infotisch

10.00 Uhr bis 11.00 Uhr
Kulturpolitik. Eine Einführung für die Praxis
Input von Anne Maase
Beim Stichwort Kulturpolitik denken Künstler*innen in der Regel zunächst an aufwändige Antragsformulare, komplizierte Förderbedingungen und bürokratische Abrechnungen. Doch mit den knapp 10 Milliarden Euro, die die öffentliche Hand bundesweit pro Jahr in die Förderung von Kultur investiert, werden nicht nur Fördertöpfe bestückt. Aber welche Themen bestimmen jenseits der Projektförderung die kulturpolitische Agenda und wie wirken sie sich auf Arbeit und Leben von Künstler*innen aus? Welche Ebenen und Gremien gibt es, wer entscheidet was? Welche Perspektive hat Kulturpolitik auf die Arbeit und die Belange (freier) Künstler*innen, was braucht und wünscht sie sich von ihnen? In dieser Präsentation von Anne Maase werden Strukturen, Abläufe und Ziele von Kulturpolitik verständlich gemacht.

Es folgen zwei ganztägige, parallel stattfindende Workshops:

11.15 Uhr bis 13.30 Uhr
Workshop 5: Kulturpolitik zum Selbermachen (Begrenzte Teilnehmerzahl: 15)
Mit Anne Maase
Kulturpolitik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene setzt die wesentlichen Rahmenbedingungen für Spielräume und Entwicklungsmöglichkeiten der freien Szene. Ohne öffentliche Unterstützung wäre der Großteil freier Theaterarbeit kaum denkbar. Höchste Zeit sich zu vergegenwärtigen, dass Künstler*innen nicht nur Gegenstand, sondern auch Partner*innen und Akteur*innen der Kulturpolitik sein können und sollten. Ziel des Workshops ist es, zu vermitteln, wie das gelingen und sogar Spaß machen kann. Auf Grundlage der vorangegangenen Einführung von Anne Maase zu Strukturen, Mechanismen und Zielen von Kulturpolitik arbeiten die Teilnehmer*innen des Workshops gemeinsam zu folgenden Fragen: Wie kann ich meinen Interessen kulturpolitisches Gehör verschaffen? Wie geht Lobbyarbeit und politisches Netzwerken in der Praxis? Anhand von Best-Practice-Beispielen sowie Erfahrungen und Fragen, die die Teilnehmer*innen selbst einbringen, werden konkrete Fälle durchgespielt und eigene Strategien entwickelt.

Workshop 6: [Hier kommt ein Text]
Eine Schreibwerkstatt mit Christiane Kühl & Katharina von Wilcke
Kunst entsteht im Prozess. In der Freien Szene beginnt dieser Prozess jedoch meist lange vor der eigentlichen künstlerischen Arbeit – mit dem Projektantrag. Monate bevor das Team zusammenkommt und ein Stück probiert, entwickelt und bisweilen ganz neu denkt, muss schon so gewinnend darüber kommuniziert werden, dass eine Jury Geld zur Realisierung bewilligt. Das ist nicht einfach, aber machbar. Der Workshop vermittelt anhand von Theorie, Erfahrungsaustausch und praktischer Arbeit die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Antragstellung: Kompetenz zur Strukturierung, Formulierung, Kontextualisierung und anschaulichen Darstellung des eigenen Vorhabens. Journalistisches Textwerkzeug wird vorgestellt, gängige Antragsformate wie Kurzdarstellung und ausführliche Projektbeschreibung sowie PR-Texte werden analysiert und erprobt.
-->Die Teilnehmer*innen werden gebeten, Computer und gerne auch eigene Texte bzw. aktuelle Anträge mitzubringen.

13.30 bis 14.30 Uhr
Mittagessen und Pause für alle

14.30 Uhr bis 17.30 Uhr
Fortsetzung Workshops 5 und 6

18.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Feedback zu ON THE ROAD #4

anschließend
gemeinsames Abendessen
im COHRS

Ende der Veranstaltung ON THE ROAD #4 Mannheim

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